Friedrich August Förster (* 14. Juli 1801 in Cölleda; † 9. Oktober 1886 in DresdenStadtarchiv Dresden, Standesamt Dresden II, Sterbe-Neben-Register 1886, Nr. 2520.) war ein deutscher Jurist. Er war Gerichtsdirektor und von 1843 bis 1856 Amtmann des Amtes Augustusburg und von 1856 bis 1869 Gerichtsamtmann des Gerichtsamtes Augustusburg in der Stadt Schellenberg.

Leben und Wirken Er war der Sohn des Gerichtsdirektors der Stadt Cölleda im Thüringer Kreis, Johann Friedrich Förster, und dessen Ehefrau Maria Catharina geborene Döring. Nach dem Schulbesuch absolvierte er eine juristische Ausbildung. Er wurde Gerichtsdirektor über Erdmannsdorf, Wünschendorf, Rauenstein und Jägerhof. 1843 erfolgte seine Ernennung zum Justizamtmann des sächsischen Amtes Augustusburg, das bis 1856 bestand.

In Augustusburg, dem damaligen Schellenberg, unterstützten er und seine Ehefrau Eugenie Förster geborene Liebmann aktiv die dortige evangelisch-lutherische Kirchgemeinde und den Kunstverein. Maßgeblich förderte er den Neubau der Stadtkirche in Augustusburg.Johann Gottlieb Harnisch: Chronik über Schellenberg-Augustusburg. J. C. Reutzel, Schellenberg 1860, S. 262. So geht die Stiftung eines wertvollen Gemäldes 1850/51 auf seine Anregung zurück, bei deren Enthüllung seine Frau der Kirche zudem eine neue Altardecke stiftete.

Die Gründung einer Armenkinder- und Waisenerziehungs- und Rettungsanstalt im Amtsbezirke Augustusburg, die 1852 in Waldkirchen erfolgte, geht maßgeblich auf seine Initiative zurück.

Als 1856 das Gerichtsamt Augustusburg gebildet wurde, übernahm er dessen Leitung als Gerichtsamtmann. Nach seiner Pensionierung 1869 durch den König von Sachsen zog er in die Residenzstadt Dresden. Hier wohnte er zuletzt in der Feldgasse 8, gleich neben dem Speisehaus "Zur weißen Schleife", dem Vereinslokal der Ortsgruppe des Deutschen Frauenbundes für alkoholfreie Kultur. Er starb in seiner Wohnung am 9. Oktober 1886 im Alter von 85 Jahren.

Zu seinen Kindern zählte der Bergbauingenieur Bernhard Rudolf Förster (1840–1904). Der Genealoge Karl Richard Förster (1873–1931) war sein Enkel, Sohn seines Sohnes Richard Förster.

Schriften (Auswahl) Für die Gründung einer Armenkinder- und Waisen-Erziehungs- und Rettungs-Anstalt im Amtsbezirke Augustusburg. Eine Aufforderung. Chemnitz, 1851.

Rechenschaftsbericht über die Begründung und Unterhaltung der Armenkinder- und Waisen-Erziehungs- und Rettungs-Anstalt bei Waldkirchen auf die Jahre 1851–1857. Schellenberg, 1857.

Weblinks Amtleute von Augustusburg (bis 1874)

Einzelnachweise

Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Amtmann Kategorie:Person (Erzgebirgskreis) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1801 Kategorie:Gestorben 1886 Kategorie:Mann