mini|250px|Aquarell von Hans-Otto Sachs: Blick auf Dömitz vom Roggenfelder Deich mini|250px|Aquarell von Hans-Otto Sachs: Wallmeisterhaus in Dömitz Hans-Otto Ludwig Friedrich Gustav Sachs (* 25. Oktober 1912 in Dömitz; † 9. Februar 2001 in Weimar) war ein deutscher Garten- und Landschaftsarchitekt und Hochschullehrer.

Leben Hans-Otto Sachs war Sohn des Böttchermeisters Otto Sachs (14.9.1869 – 18.11.1950) und seiner Frau Emmi, geborene Guhl (4.8.1882 – 21.7.1971). Er verlebte seine Kindheit in der Dömitzer Fritz-Reuter-Straße und auf der Festung Dömitz bei seinen Großeltern, die im Wallmeisterhaus (siehe Aquarell) und später im Kommandantenhaus wohnten. Er legte 1933 in Ludwigslust sein Abitur ab. Hans-Otto Sachs erlernte den Beruf des Gärtners in der Gärtnerei Köhn (ehemals Seifert) in Dömitz. Nach Praktika in verschiedenen Gärtnereien und Baumschulen in Holstein und Hannover begann er an der Technischen Universität Berlin ein Architekturstudium in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsgestaltung mit Abschluss als Diplom-Gärtner. Danach wurde er in Posen im Garten- und Friedhofsamt als Abteilungsleiter für Grünplanung, Kleingartenwesen und Gartenbetreuung eingesetzt. Nach seiner Heirat im Jahr 1942 mit Elisabeth Radloff (18.2.1915 – 10.10.1999) aus Ludwigslust wurde er 1942 zum Kriegsdienst eingezogen. Nach Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft wurde Hans-Otto Sachs Referent und Projektleiter für Städtebau und Landschaftsgestaltung im Wiederaufbauamt der Landesregierung Mecklenburg in Schwerin. 1950 wurde seine Tochter Gisela-Dorothee geboren.

1953 erfolgte der Umzug der Familie Sachs von Schwerin nach Weimar. Der Diplom-Gärtner Hans-Otto Sachs war zunächst Oberassistent bei dem Professor für Werklehre Leopold Wiel und wurde in den 1950er Jahren zum Dozenten für Grünplanung und Städtebau an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar berufen.Architekturstudium in Weimar. Belegarbeiten von Dieter Salzmann 1950 -1954 Er vertrat für angehende Architekten und Stadtplaner das Fach Landschaftsarchitektur. Diese Tätigkeit übte er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1977 aus. Nach seinem Tod im Februar 2001 wurde er in der Familiengrabstätte auf dem Dömitzer Friedhof beigesetzt.

Seine Maßnahmen hinsichtlich des Schweriner Schlossparks waren umstritten und wurden zumindest zum Teil auch zurückgewiesen.Peter Fibich: Gartendenkmalpflege in der DDR : Handlungsstrukturen und Positionen eines Fachgebiets. Akademische Verlagsgemeinschaft München, München 2013, ISBN 978-3-96091-004-6, S. 96. Sachs war Mitglied im Bund deutscher Architekten (DDR).Foto von Sachs und Werkübersicht bzw. biographische Angaben auf www.digiporta.net Es stand 1958 die Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar, vertreten durch Sachs und dem Architekten Hermann Raeder in einer Auseinandersetzung mit dem Gartenarchitekten und Landschaftspfleger Hermann Schüttauf.Peter Fibich: Gartendenkmalpflege in der DDR : Handlungsstrukturen und Positionen eines Fachgebiets. Akademische Verlagsgemeinschaft München, München 2013, ISBN 978-3-96091-004-6, S. 210. Peter Fibich stellt fest, dass Sachs gegenüber historischen Parks, historischer Landschaftsarchitektur bzw. -pflege in einem distanzierten Verhältnis stand. So trat Sachs für eine rigorose Umgestaltung historischer Parks ein, was freilich auch zum Protest der Gartendenkmalpfleger führte.Gartendenkmalpflege in der DDR : Handlungsstrukturen und Positionen eines Fachgebiets. Akademische Verlagsgemeinschaft München, München 2013, ISBN 978-3-96091-004-6, S. 85. Unter anderem machte es sich im Fall des Park an der Ilm bemerkbar, insbesondere den Rekonstruktionen von Schüttauf.

Projekte (Auswahl) Projekt Stadion Wismar Projekt Stadion Rostock Projekt Stadion Schwerin Projekt Volksbad Heiligendamm Projekt Dorfplanungen für die Gemeinden Insel Hiddensee, Zickhusen, Lübstorf, Kothelow und Groß-Grischow usw. Projekt Stadtplanungen für Wismar, Rostock, Stralsund usw. Wettbewerb Dorfplanung F (Uniewo) ehem. Warthegau Wettbewerb Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, siehe: Gedenkstein für die Opfer des Faschismus (Weimar)Peter Fibich: Gedenkstätten, Mahnmale und Ehrenfriedhöfe für die Verfolgten des Nationalsozialismus. Dissertation, Technische Universität Dresden, Institut für Landschaftsarchitektur, 1998.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 954. Ehrenmal Ludwigslust Wettbewerb Umgebung Pfaffenteich in Schwerin Wettbewerb Stadtzentrum Nordhausen Wettbewerb Altmarkt (Dresden) Schlosspark Schwerin 1952

Literatur

Weblinks Biographische Mitteilungen zu Sachs in Kurieramt Dömitz Woche 27/04 Juli 2008.

Einzelnachweise

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