Rena (Irini) Asimakopoulou (; * 1946 in Messenien) ist eine griechische Juristin, die als erste Frau zur Präsidentin des griechischen Obersten Gerichtshofs (Arios Pagos) berufen wurde.

Leben und Karriere Rena Asimakopoulou stammt aus einer bürgerlichen Familie der Provinz. Ihr Vater war Rechtsanwalt.

Nachdem sie 1964 die Schule in ihrem Heimatort Chatzi in Messenien abgeschlossen hatte, nahm sie ihr Jurastudium an der Universität Athen auf. 1969 begann sie mit bestandenem Studienabschluss am Gericht von Kalamata als stellvertretende Referentin zu arbeiten. 1972 bestand sie die Prüfungen für die Zulassung als Richterin. Ihre erste Position erhielt sie am Gericht erster Instanz von Athen. Es schlossen sich Stellen am Gericht von Mesolongi, Patras und Korinth an, dann wechselte sie wieder nach Athen. Als Gerichtspräsidentin diente sie in Sparta und Athen, bis sie 1990 zur Berufungsrichterin wurde und in Thessaloniki in der Abteilung für Zivil- und Handelsrecht sowie in Athen in derselben Abteilung tätig war. 2003 wurde sie Präsidentin des Berufungsgerichts, erst in Thessaloniki in der Abteilung für Rechtsmittel, dann in Athen in der Abteilung für Zivil- und Handelsrecht, bis sie 2005 den Rang einer Richterin des Obersten Gerichtshof (Arios Pagos) erlangte. Dort arbeitete sie im Bereich Zivil- und Handelsrecht sowie Zwangsvollstreckung. Fünf Jahre darauf wurde sie Vizepräsidentin des Arios Pagos.

Mit ihren richterlichen Entscheidungen stellte sie sich häufig gegen den Strom und wurde vielleicht deshalb auch bei Beförderungen übergangen, wie das griechische Online-Magazin tomov.gr vermutete. Im Juli 2011 wurde sie als erste Frau in Griechenland Präsidentin des Obersten Gerichts. An diesem Tag erklärte sie: . („Richter sollten durch ihre Urteile sprechen und nicht durch Interviews oder Erklärungen.“) und begann sofort mit ihrer Arbeit, ohne sich für Gratulationen oder Interviews zur Verfügung zu stellen. Ihre Amtszeit dauerte zwei Jahre lang. In dieser Zeit vertrat sie die unnachgiebige Haltung der damaligen Regierung gegenüber den Justizbeamten in Bezug auf die Kürzung ihrer Bezüge im Rahmen der Maßnahmen während der griechischen Wirtschaftskrise. Sie forderte dazu auf, sich nicht an den Protestaktionen zu beteiligen, da dies ein Disziplinarverstoß darstelle. Dadurch entstanden Spannungen und Streiks im Bereich der Justiz.

Einzelnachweise

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