mini|Herderplatz 6 Das Haus Herderplatz 6 ist ein denkmalgeschütztes Wohnhaus in der Weimarer Altstadt.

Geschichte Zur Zeit seiner Erbauung hieß der Herderplatz entweder Töpfenmarkt oder Holzmarkt.Hannelore Henze, Ilse-Sibylle Stapff: Streifzüge durch das alte Weimar. Weimar 2004, S. 38.Rainer Wagner, Gitta Günther: Weimar – Straßennamen, Rhino-Verlag, Ilmenau 2012, S. 75. Das dreigeschossige Wohngebäude dient heute als Gemeindehaus der Kirchgemeinde St. Peter und Paul. Es stand seit dem 1882/83 erfolgten Abbruch des südlichen Nachbargebäudes an der ehemaligen Behrensgasse.Blick vom Eisfeld in die Behrensgasse auf fotoarchiv.weimar.de frei in der westlichen Hauszeile des Herderplatzes. Durch einen Neubau am Südgiebel steht der Bau nicht mehr ganz frei. Dieser Neubau ist das Herderzentrum.Herderzentrum auf weimar-evangelisch.de Der östliche Teil des Eisfeldes wurde 1811 Behrensgasse genannt.Rainer Wagner, Gitta Günther: Weimar – Straßennamen, Rhino-Verlag, Ilmenau 2012, S. 55. Den Kern bildet ein zweigeschossiger Renaissancebau von 1594/95 laut dendrochronologischer Untersuchung. Er bestand ursprünglich aus einem steinernen, teilweise unterkellertem Erdgeschoss und einem platzseitig leicht vorkragendem Obergeschoss aus Fachwerk. Im 19. Jahrhundert wurde das Haus an der Platzseite bei Erhaltung der originalen Dachkonstruktion um ein Geschoss erhöht und 1891 neu verputzt. Im Jahr 1903 wurde das südliche Seitengebäude hinzugefügt und 1909 der hofseitig aufgeständerte Laubengang geschlossen. Der Hauseingang wurde von der Platzfront an die nördliche Giebelseite verlegt. Zugleich wurden in den Südgiebel Fenster eingebrochen und am Hofzugang ein Holztor nach dem Vorbild des von Clemens Wenzeslaus Coudray entworfenen Gartentor von Goethes Gartenhaus angebracht. Durch den erwähnten südseitigen Neubau sind die eingebrochenen Fenster am Südgiebel nicht mehr sichtbar. Von dem Renaissancehaus blieben außer dem konstruktiven Gefüge auch Baudetails wie das hofseitige Portal erhalten. Die Ausstattung wie Treppe mit Stabgeländer, Feldertüren geht im Wesentlichen auf die Umbauten des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts zurück.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile. E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 393.

Einzelnachweise

Kategorie:Wohngebäude in Weimar Kategorie:Kulturdenkmal in Weimar