Robert Westerby (* 3. Juli 1909 in London, England; † 16. November 1968 in Los Angeles County, Kalifornien) war ein britischer Schriftsteller und Drehbuchautor. Bekannt wurde er vor allem durch seine Arbeiten für Filme der 1940er, 1950er und 1960er Jahre wie Der Meisterdieb von Paris, Abenteuer in Algier, Krieg und Frieden, Die schwarzen Teufel von El Alamein oder Donegal, König der Rebellen.Biografie von Robert Westerby
Leben und Werk Robert Westerby wurde 1909 im Londoner Stadtteil Hackney geboren. In seiner Jugendzeit kämpfte er als Amateurboxer und verfasste zahlreiche frühe Zeitschriftenartikel und Geschichten über diesen Sport. Westerbys Roman Wide Boys Never Work aus dem Jahr 1937, eine Geschichte über die kriminelle Unterwelt vor dem Zweiten Weltkrieg, war eine seiner ersten Veröffentlichungen, 1956 wurde das Buch unter dem Titel Soho Incident für das Kino verfilmt. Seit 1937 folgten über ein Dutzend weitere Romanveröffentlichungen von Westerby.
Nach dem Krieg, zwischen den Jahren 1947 und 1966, war er überwiegend als Drehbuchautor für Film und Fernsehen aktiv. Von 1961 bis zu seinem Tod im Jahr 1968 arbeitete er als Drehbuchautor für Disneys Burbank Studios.
1947 sammelte Robert Westerby erste Drehbucherfahrungen im britischen Kino als Co-Autor neben Kollegen wie Moie Charles und A.R. Rawlinson bei der Filmproduktion von Bernard Knowles Filmdrama Symbol des Glücks mit Margaret Lockwood und Joan Greenwood in den Hauptrollen. Im Jahr 1949 verfasste er für den Regisseur Robert Hamer das Drehbuch zu dessen Kriminalfilm Der Meisterdieb von Paris mit Eric Portman, Guy Rolfe und Nadia Gray. Im Jahr 1953 schrieb er das Drehbuch zu Jack Lees Abenteuerfilm Abenteuer in Algier mit Schauspieler Van Heflin in der Hauptrolle. 1956 war er einer von mehreren Drehbuchautoren zum aufwendigen und mehrfach Oscar-nominierten Historien-Epos Krieg und Frieden von Regisseur King Vidor in der Besetzung Audrey Hepburn, Henry Fonda und Mel Ferrer.
In den Jahren 1957 bis 1964 schrieb Robert Westerby auch verschiedene Drehbücher für Episoden namhafter britischer Fernsehserien wie Der Maler von Florenz (1957–58), Der Unsichtbare (1959), Disney-Land (1963–66), oder Alfred Hitchcock präsentiert (1964).
Mit seiner ersten Frau hatte er zwei Töchter. Seine zweite Frau, Elizabeth, arbeitete als Assistentin bei der Mickey-Mouse-Show.
Bibliografie (Auswahl) Romane 1937: Wide Boys Never Work 1937: Only Pain is Real 1938: In These Quiet Streets 1938: French for Funny, and Other Stories 1940: Polish Gold 1940: The Small Voice 1940: Tomorrow Started Yesterday 1941: Hunger Allows No Choice 1945: Mad in Pursuit 1946: A Magnum for my Mother 1947: Champagne for Mother 1950: An Awful Lot of Coffee Deutsch: Der Amazonas spielt nicht mit. Übersetzt von Georg Elert. Universitas-Verlag, Berlin, 1951 1952: Five-Day Crossing 1952: In the Money
Filmografie (Auswahl) 1947: Symbol des Glücks (The White Unicorn) 1947: Night Beat 1947: Abenteuer in Brasilien (The End of the River) 1948: Notlandung (Broken Journey) 1948: My Sister and I 1948: Der Frauenfeind (Woman Hater) 1948: Die Stimme des Gewissens (The Small Voice) 1949: Don't Ever Leave Me 1949: Der Meisterdieb von Paris (The Spider and the Fly) 1950: Das Wunder von San Marino (Prelude to Fame) 1950: Achtung! Kairo... Opiumschmuggler (Cairo Road) 1951: The Adventurers 1953: Appointment in London 1953: Abenteuer in Algier (South of Algiers) 1953: Jim, der letzte Sieger (The Square Ring) 1954: They Who Dare 1954: Feuer über Afrika (Malaga) 1954: Geld macht nicht glücklich (Beautiful Stranger) 1955: Spionagenetz Hamburg (Break in the Circle) 1955: Before I Wake 1956: Keiner ging an ihr vorbei (Wicked as They Come) 1956: Krieg und Frieden (War and Peace) 1957: Eine Stadt steht vor Gericht (Town on Trial) 1957: The Surgeon's Knife 1957–1958: Der Maler von Florenz (Fernsehserie, 5 Episoden) 1958: Die schwarzen Teufel von El Alamein (Sea of Sand) 1959: Dicke Luft und heiße Liebe (SOS Pacific) 1959: Der Unsichtbare (Fernsehserie, 1 Episode) 1960: Zone des Schweigens (Cone of Silence) 1961: Greyfriars Bobby: The True Story of a Dog 1962: Im Namen des Teufels (The Devil's Agent) 1963: Die drei Leben des Thomasina (The Three Lives of Thomasina) 1963: Dr. Syn – Das Narbengesicht (The Scarecrow of Romney Marsh) 1963–1966: Disney-Land (Fernsehserie, 12 Episoden) 1964: Alfred Hitchcock präsentiert (Fernsehserie, 1 Episode) 1965: The Legend of Young Dick Turpin 1966: Donegal, König der Rebellen (The Fighting Prince of Donegal)
Weblinks
Roberrt Westerby bei Filmdienst
Einzelnachweise
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