Hermann Ludwig von Wedell, zumeist Hermann von Wedel, (geb. 25. November 1808 in Kremzow; gest. 7. Mai 1885 in Stargard) war ein preußischer Landrat und Mitglied des Preußischen Herrenhauses. mini|Geburtshaus und Heimatgut Schloss Kremzow, Hinterpommern. Herkunft Hermann Ludwig von Wedell war Angehöriger des Adelsgeschlechts Wedel(l), Familienlinie Kremzow (Cremzow). Er war ein Sohn von Lupold von Wedell (1771–1839), und dessen Ehefrau Henriette Friederike (1787–1847), geb. von Vormann. Hermann Ludwig von Wedell hatte mehrere Geschwister. Der Vater besaß mehrere Rittergüter, die als Erbe teils auf die Söhne aufgeteilt wurden, das eigentliche Stammgut Cremzow wurde ihm zugeschrieben.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. (Uradel). 1901. Jahrgang 2, Justus Perthes, Gotha November 1900, S. 885.

Leben Von Wedell absolvierte ein juristisches Studium. Im Zeitraum von 1838 bis 1840 amtierte er in der Nachfolge von Albert Borsche als Landrat des Kreises Soldin. Von 1849 bis 1850 war er Mitglied des Preußischen Landtags. Am 1. Februar 1856 gründete er die von Wedell' sche Familienstiftung.Alfred von Eberstein / Botho von Eberstein: Handbuch für den Deutschen Adel. In zwei Bänden (Abteilungen), Band (Abtheilung) II: Handbuch und Adressbuch der Geschlechtsverbände. Verzeichnis der bekannt gewordenen Geschlechtsverbände, Hrsg. Emil von Maltitz, Mitscher & Röstell, Berlin 1892, S. 63.Die Familien-Stiftungen Deutschlands und Deutsch-Oesterreichs. IV. Theil, Verlag von Eduard Pohl, München 1898, S. 145. Nr. 1243.Wolf Christian von Wedel Parlow: Ostelbischer Adel im Nationalsozialismus. Familienerinnerungen am Beispiel der Wedel. Auflage-Online-Ressource, V & R Unipress, Göttingen 2017, ISBN 978-3-8470-0758-6, S. 154. Angang 1. Von 1866 bis 1885 war er Mitglied des Preußischen Herrenhauses.

Persönliches und Familie Von Wedell war Besitzer des Ritterguts Kremzow, sowie Herr auf Schönwalde, Jakobsdorf, Bernsdorf und Kümken. Er war mit Ida Johanna (1815–1878), geb. von Strantz, verheiratet.

1870 fand er als Ehrenritter Aufnahme in den Johanniterorden, 1885 erfolgte der Rechtsritterschlag.Geh. Hofrath C. herrlich: Wochenblatt der Johanniter-Ordens-Balley Brandenburg. Jahrgang 27, Nr. 19, Julius Sittenfeld-Carl Heymanns Verlag, Berlin, den 13. Mai 1885, S. 111.Vgl.

Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1901. Jahrgang 2, Justus Perthes, Gotha 15. November 1900, S. 885 f. Hermann Crüger: Chronik der Preussischen Herrenhauses. Ein Gedenkbuch zur Erinnerung an das dreißigjährige Bestehen des Herrenhauses. Selbstverlag, Berlin 1885, S. 215. Moritz Maria von Weitenhiller: Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter. 1878. Jahrgang 3, Buschak & Irrgang, Brünn/Wien November 1877, S. 822 f. Stenographische Berichte. Herrenhaus, Anlagen No. 38- II.-1. (Hermann Ludwig von Wedel), Berlin 1867, S. 232. Sammlung sämmtlicher Drucksachen des Herrenhauses 1866. Sitzungsperiode von 1866. II. Session. Band II. Von Nr. 67 bis 161, Bericht der Matrikel-Kommission. Nr. II. 1), Julius Sittenfeld. Berlin 1867, S. 2.

Weblinks BBAW (Hrsg.) Acta Borussica:

Sonnenburger Johanniter-Wappentafel m. Angabe des Geburtsmonats November. Nachruf/Korrespendenz Johanniter-Orden

Einzelnachweise

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