mini|hochkant|Wappen derer von Schrieck im Wappenbuch des Westfälischen Adels Schrieck (auch Schriecke, Schriek, Schrick o. ä.) ist der Name eines erloschenen rheinländisch-westfälischen Adelsgeschlechts.
Die Familie ist zu unterscheiden von dem nicht verwandten Aachener Patriziergeschlecht Schrick.
Geschichte Das Geschlecht war ansässig in Bocholt und zu Lüttike Essingholt, heute gehörig zu Rhede-Büngern, beides im Kreis Borken.Spießen (1901–1903), S. 115. Außerdem waren sie 1651–1686 in Besitz des Lehnguts Vorburg zu Aspel in Rees-Haldern im Kreis Kleve, die Wilhelm Hermann Engelbert von Schrieck (erscheint 1690 als †) 1686 samt Landbesitz an Generalleutnant Friedrich Wilhelm von Wittenhorst-Sonsfeld verkaufte.Ledebur (1856), S. 406.Kneschke (1868), S. 342 f. Zuvor hatte sich derselbe Wilhelm Hermann Engelbert von Schrieck 1682 noch die lehnherrliche Genehmigung eingeholt, zur Reparatur das Steinhauß und hoffstadt samt zugehörendem Garten in der Vorburg zu Aspel mit 500 Reichstalern auf zwölf Jahre belasten zu dürfen.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0054 / Kleve, Lehen, Generalia AA 0054, Nr. 12, abgerufen am 30. Januar 2026.
Wylhem von Schrieck war 1557 Schöffe der Stadt Rees.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0472 / Rees, Stift, Urkunden AA 0472, Nr. 1112, Nr. 1113, abgerufen am 30. Januar 2026. 1584 erscheint Engelbert van Schrieck, Schöffe der Stadt Rees, Sohn des verstorbenen Evert van Schriek und verheiratet mit Mechtild Herdinck, Witwe des Bocholter Bürgermeisters Johann Mumme, in einem Zivilprozess. Derselbe erscheint noch verschiedene weitere Mal, auch zusammen mit seinem Bruder Arndt van Schrieck. 1589 war Johann von Schrieck ebenfalls Schöffe zu Rees.Stadtarchiv Bocholt, Stadt Bocholt 1 (- 1813) Nr. 808, Nr. 905, Nr. 993, Nr. 1498, Nr. 1515, abgerufen am 30. Januar 2026.
Von 1621 bis 1665 tritt Gerhard von Schrieck als fürstlich-münsterischer Richter der Stadt und des Amts Bocholt auf.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, W 151u / Sammlung Westfälische Familien (z.T. Dep.) / Urkunden, Nr. 1254, abgerufen am 30. Januar 2025.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, B 001 / Fürstbistum Münster, Landesarchiv / Akten, Nr. 604, Nr. 606, Nr. 607, Nr. 608, abgerufen am 30. Januar 2026.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, B 001 / Fürstbistum Münster, Landesarchiv / Akten, Nr. 629, Nr. 634, Nr. 639, abgerufen am 30. Januar 2026.Stadtarchiv Bocholt, Stadt Bocholt 1 (- 1813) Nr. 1628, abgerufen am 30. Januar 2026.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, U 132 / Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.) / Akten, Nr. 17736, abgerufen am 30. Januar 2026.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0395 / Marienfrede, Urkunden AA 0395, Nr. 463, abgerufen am 30. Januar 2026.
Everhard von Schrieck wurde 1646 zusammen mit Franz von Hemmert mit dem Werdensche Hobs-, Behandigung- und Pachtgut Klein-Essingholt im Kirchspiel Rhede, Bauerschaft Crommert, belehnt.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0546 / Werden, Akten AA 0546, Nr. 9 - b 8 - Band: XVIII, abgerufen am 30. Januar 2026. Durch die Ehe der Erbtochter Mechtild Hermine von Schrieck mit Heinrich Engelbert von Woldenburg fiel Klein-Essingholt an die Herren von Woldenburg. 1683 war Mechtild Hermine von Schrieck verstorben und Witwer Heinrich Engelbert von und zur Woldenburg verkaufte zusammen mit Peter Wilhelm von Schrieck, Onkel und Vormund der unmündigen Kinder von Woldenburg, das Gut Klein-Essingholt.Stadtarchiv Bocholt, Amtsbücher Ältere Zeit Nr. 750, abgerufen am 30. Januar 2026.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0544 / Werden, Urkunden AA 0544, Nr. 3506, abgerufen am 30. Januar 2026.
In derselben Bauerschaft Crommert besaß die Familie mit Enging, auch Enckhoff genannt, ein weiteres Werdenschens Hobs-, Behandigungs- und Pachtgut. Johann von Schrieck wurde 1646 zusammen mit Caspar von Steinbergen mit diesem Gut belehnt. 1681 wurde es von dem oben bereits erwähnten Peter Wilhelm von Schrieck ebenfalls verkauft.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0546 / Werden, Akten AA 0546, Nr. 9 - b 8 - Band: XVI, abgerufen am 30. Januar 2026.
Laut Max von Spießen existierte die Familie noch 1775.
Wappen Blasonierung: In Silber fünf blaue rechtsschräge Balken. Der Helm mit blau-silbernen Helmdecken. Die Helmzier ist nicht überliefert.
Literatur Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 8: Saackhen, Wailckhl v. Saackhen – Steinhauer zu Bulgarn. Leipzig 1868, S. 342 f. (Google Bücher). Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2: L–S, Berlin 1856, S. 406 (digitale-sammlungen.de). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 115 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 289 (hhu.de).
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