Imaan Zainab Mazari () ist eine pakistanische Menschenrechtsanwältin, die durch ihre offene Kritik an der Rolle des Militärs sowie ihren Einsatz für Bürgerrechte nationale Bekanntheit erlangte. Im Januar 2026 wurden sie und ihr Ehemann, der Anwalt Hadi Ali Chattha, in Islamabad wegen Beiträgen in den sozialen Medien verurteilt; das Gericht verhängte nach einem Gesetz zur Verhütung von Cyberkriminalität mehrere Einzelstrafen von fünf, zehn und zwei Jahren, die gleichzeitig zu verbüßen sind (faktisch zehn Jahre).

Leben Mazari wurde als Imaan Zainab Mazari-Hazir geboren und ist die Tochter der Politikerin und früheren Menschenrechtsministerin Shireen Mazari; ihr Vater war der Kinderarzt Tabish Hazir. Sie studierte Rechtswissenschaft an der University of Edinburgh. Sie ist mit dem Anwalt Hadi Ali Chattha verheiratet.

Wirken Als Menschenrechtsanwältin arbeitete Mazari zu Fällen des Verschwindenlassens, zu Minderheitenrechten und zur Meinungsfreiheit und kritisierte wiederholt Übergriffe von Sicherheitsbehörden. Am 18. August 2023 sprach sie bei einer Kundgebung des Pashtun Tahafuz Movement, der Bewegung für die Rechte der Paschtunen, in Islamabad und übte scharfe Kritik am Militär; kurz darauf wurde sie festgenommen. Am 28. August 2023 wurde sie nach gewährter Kaution vor dem Gefängnis Adiala in Rawalpindi erneut festgenommen. Internationale Organisationen – darunter Amnesty International – kritisierten die Verfahren gegen sie als politisch motivierte Nutzung von Anti-Terror- und Cybergesetzen zur Unterdrückung von Dissens. Im Januar 2026 verhängte ein Gericht in Islamabad gegen Mazari und Chattha Haftstrafen nach einem Gesetz zur Verhütung von Cyberkriminalität, wobei der Fall im Zusammenhang zu einer insgesamt enger werdenden Öffentlichkeit und einer wachsenden Einflussnahme des Militärs steht.

Einzelnachweise

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