mini|Verbreitungsgebiet des Gelbbindenvireos

Der Gelbbindenvireo (Vireo carmioli) ist eine Vogelart aus der Familie der Vireos (Vireonidae).Gelbbindenvireo, in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank. Abgerufen am 25. Januar 2026.P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF

Der Vogel ist endemisch in Costa Rica und Westpanama.

Der Lebensraum umfasst kühle feuchte Bergwälder, Waldränder, den Wipfelbereich, Lichtungen mit hohen Bäumen und Gärten im Hochland und der Cordillera de Talamanca oberhalb von 900 bis 1800 m bis zur Baumgrenze.R. Garrigues, R. Dean: The Birds of Costa Rica. Ithaca: 2007. ISBN 978-0-8014-7373-9G. R. Angehr, R. Dean: The Birds of Panama. Ithaca: 2010 ISBN 978-0-8014-7674-7D. Brewer: Yellow-winged Vireo (Vireo carmioli), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Vireo carmioli

Der Artzusatz bezieht sich auf Julián Carmiol (geboren als Christian Friedrich Julius Carnigohl) (1817–1895).J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. S. 91, 1991. ISBN 0-19-854634-3.

Merkmale Die Art ist 11–12 cm groß und wiegt 12–16 g. Charakteristisch ist die Kombination von gelben Flügelbinden mit gelber ungezeichneter Unterseite. Der Scheitel ist graugrün, Augenring und ein Fleck oberhalb der Zügel ist weißlich bis gelbbraun mit „brillenartigem“ Aussehen, Nacken und Oberseite sind matt grünlich, die Hand- und Armschwingen sind schwärzlich grau mit breiten gelbgrünen Rändern. Die großen und mittleren Flügeldecken sind dunkel grünlich grau mit breiten weißlichen bis blassgelben Spitzen und formen die beiden Flügelbinden. Die Steuerfedern sind schwärzlich grau an den Außenfahnen grünlich gelb. Die Kehle ist gelblich weiß, Brust und Unterseite gelb, an den Flanken matter gelblich grün, der Steiß ist gelb. Die Iris ist braun, der Oberschnabel schwärzlich, der Unterschnabel blass grau, die Beine sind grau oder bläulich grau. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Jungvögel haben eher ockerfarbene Flügelbinden, sind am Rücken brauner, die Brust leicht gelbbraun überhaucht, die Überaugenregion bräunlich weiß.

Der ähnliche Zitronentyrann (Capsiempis flaveola) hat einen dünneren Schnabel, der nicht im Verbreitungsgebot vorkommende Goldwaldsänger (Setophaga petechia) hat eine undeutliche gelbe Flügelbinde, aber keine dunklen Zügel.

Geografische Variation Die Art ist monotypisch.IOC World Bird List Shrikes, vireos, shrike-babblersAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025

Stimme Die Lautäußerungen werden als entspannte Folge von 2 oder 3 summenden Tönen mit Pausen von 2–4 Sekunden beschrieben, häufig auf dem letzten Laut betont wie „cheeyah, cheeyah, chipcheewee“. Teilweise erinnert der Gesang an den des Weißaugenvireos (Vireo griseus). Hinzu kommen Rufe „net“ und „chwick“.

Lebensweise Die Art ist ein Standvogel, einige ziehen sich nach der Brutzeit während der Hauptregenzeit in etwas niedrigere Lagen zurück. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten und Spinnentieren, aber auch Früchten, die auf allen Ebenen, auch in größeren Höhen gesucht werden. Der Vogel ist oft in gemischten Jagdgemeinschaften zu finden. Die Brutzeit liegt zwischen März und Juni vor Beginn der Regenzeit. Beide Elternteile legen das Nest aus grünen Blättern, Moos und Flechten an, das in 3 bis 20 m Höhe an eine Astgabel gehängt wird. Das Gelege besteht aus 2 weißen Eiern mit dunklen Flecken. Beide Elternvögel brüten.

Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur S. F. Baird: Vireo carmioli. In: Review of American birds, in the museum of the Smithsonian Institution, Band 1, S. 356, 1866, Biodiversity Library

Weblinks

Macaulay Library

Einzelnachweise

Kategorie:Vireos