miniatur|Christoph Spiegel, Illustrirtes Wiener Extrablatt vom 10. Februar 1876 Christoph Spiegel, auch Christoph Graf von Spiegel zum Diesenberg (* 8. August 1823 in Kassel, Kurfürstentum Hessen (ab 1868 Provinz Hessen-Nassau, Preußen; heute Hessen); † 8. Februar 1876 in WienMatricula Online – Wien 01., St. Augustin, Sterbebuch, 1863–1886, Seite 139, 1. Zeile) war Großgrundbesitzer und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.Spiegel, Christoph Graf zum Diesenberg, Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments, abgerufen am 28. Januar 2026.
Leben Christoph Spiegel war Sohn des Gesandten und Herrschaftsbesitzers Kaspar Graf Spiegel zum Diesenberg († 1837). Er wurde Offizier beim k.u.k. Ulanenregiment „Erzherzog Carl“ Nr. 3, 1841 Unterleutnant, 1846 Oberleutnant, 1847 Rittmeister und nahm bei den Feldzügen von 1848 in Ungarn und in Italien teil. Er wurde 1851 außer Dienst gestellt. Ab 1857 war er Besitzer des Guts Tribuswinkel (heute in der Gemeinde Traiskirchen gelegen). Von 1870 bis 1876 war er Präsident der Union-Bank in Wien und Administrator der Wechselseitigen Brandschaden-Versicherungs-Anstalt in Wien.
Er war Ehrenritter des souveränen Johanniter-Ordens und k.k. wirklicher Kämmerer.
Er starb am 8. Februar 1876 im Alter von 52 Jahren laut Sterbebuch an „rheumatischer Entzündung der Gehirnhäute“. Laut Zeitungsmeldung starb er an „Kopftyphus“.
Er war römisch-katholisch und blieb zeit seines Lebens ledig.
Christoph Spiegel war von 1868 bis 1870 Mitglied im Niederösterreichischen Landtag (II. Wahlperiode), als Abgeordneter des Großgrundbesitzes.
Politische Funktionen Christoph Spiegel war vom 17. Oktober 1868 bis zum 21. Mai 1870 und vom 7. November 1874 bis zum 8. Februar 1876 Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (II. und V. Legislaturperiode) und war dort für die Kurie Niederösterreich, Großgrundbesitz zuständig. Sowohl in der II. als auch in der V. Legislaturperiode war sein Vorgänger der zurückgetretene Karl Freiherr von Geusau.
Klubmitgliedschaften Christoph Spiegel war ab dem 27. Oktober 1868 Mitglied im Klub der Linken und ab 1869 im Klub der neuen Linken (verfassungstreuer Großgrundbesitz).
Literatur Biographisches Handbuch Des NÖ Landtages 1861–1921, S. 193
Spiegel von Diesemberg Christof, Graf. In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0004, IV. Session, S. 634 (online bei ANNO). Spiegel von Diesemberg Christof, Graf. In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0005, V. Session, S. 210 (online bei ANNO). Spiegel Christoph, Graf. In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0008, VIII. Session, S. 378–379 (online bei ANNO).
Weblinks
Spiegel, Christoph Graf zum Diesenberg, Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments
Einzelnachweise
Kategorie:Rittmeister (Kaisertum Österreich) Kategorie:Kämmerer Kategorie:Ehrenritter (Johanniterorden) Kategorie:Familienmitglied des westfälischen Adelsgeschlechts Spiegel Kategorie:Abgeordneter zum Abgeordnetenhaus (Österreich) Kategorie:Politiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Landtagsabgeordneter (Niederösterreich, Kaisertum Österreich) Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Person (Österreich-Ungarn) Kategorie:Person (Niederösterreich) Kategorie:Geboren 1823 Kategorie:Gestorben 1876 Kategorie:Mann