mini|hochkant|M. Staser Holcomb M. Staser Holcomb (* 18. Januar 1932 in Detroit, Wayne County, Michigan; † 8. September 2021 in Seattle, King County, Washington) war ein Vizeadmiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der Siebten Flotte (United States Seventh Fleet).
Er war ein Sohn von Maurice Staser Holcomb und dessen Frau Uva Spratt und besuchte die öffentlichen Schulen in Seattle, wohin seine Eltern sechs Monate nach seiner Geburt gezogen waren. In den Jahren 1949 bis 1953 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Vizeadmiral.
Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte er verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörten unter anderem eine Ausbildung zum Marineflieger und die Naval Postgraduate School in Monterey in Kalifornien. Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. In den 1950er und frühen 1960er Jahren war er als Pilot auf verschiedenen Flugzeugträgern im Pazifik eingesetzt. Ab 1964 nahm er auch Aufgaben als Stabsoffizier auf dem Festland wahr. Dazu gehörten Tätigkeiten im Verteidigungsministerium und beim Chief of Naval Operations (CNO).
In der Folge kommandierte er eine Flugstaffel (carrier squadron). Anfang der 1970er Jahre war er Erster Offizier auf dem Flugzeugträger USS Saratoga. Danach übernahm er das Kommando über den Hubschrauberträger USS Guam. Im Jahr 1974 erreichte er als damals jüngster Marineoffizier die Admiralsränge. In der Folge nahm er zunächst weitere Aufgaben im Verteidigungsministerium wahr. Danach erhielt er das Kommando über die 1. Trägergruppe (Carrier Group ONE).
Nach einer neuerlichen Tätigkeit im Pentagon erhielt Staser Holcomd am 15. September 1981 als Nachfolger von Carlisle Trost das Kommando über die in Japan stationierte Siebte amerikanische Flotte. Dieses Amt bekleidete er bis zum 9. Mai 1983, als er von James R. Hogg abgelöst wurde. Danach wurde er stellvertretender Kommandeur der United States Naval Forces Europe und Kommandeur der amerikanischen Streitkräfte im Ostatlantik (US Commander Eastern Atlantic). Sein Hauptquartier befand sich in London, während der Kommandeur der US Naval Forces Europe sein Hauptquartier in Neapel hatte. Holcomb behielt diese Ämter bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1985.
In der Folge war er in unterschiedlichen Funktionen als Privatperson tätig. Unter anderem war er Vorstandsmitglied der United Services Automobile Association mit Sitz in San Antonio in Texas. Dort unterstütze er auch die lokale Abteilung der Pfadfinderbewegung (San Antonio Council of the Boy Scouts). Zwischenzeitlich war er auch im Bankgewerbe tätig. Zudem gehörte er einigen Vereinigungen ehemaliger Marineangehöriger an, wobei er die für San Antonio zuständige Abteilung der Navy League leitete (President of the San Antonio chapter of the Navy League).
Im Jahr 2001 kehrte er als Zivilist in das Verteidigungsministerium zurück. Zum Zeitpunkt des Terroranschlags auf das Pentagon am 11. September 2001 hielt er sich dort auf, blieb aber unverletzt. In den folgenden sechs Jahren gehörte er zu den Beratern der Verteidigungsminister Donald Rumsfeld bzw. Robert Gates. Holcomb verbrachte seinen Lebensabend in Seattle, wo er sich am gesellschaftlichen Leben beteiligte. Er starb am 8. September 2021.
Weblinks
Nachruf in der Seattle Times (zuletzt abgerufen am 30. Januar 2026) Kurzbiografie bei Shoreline.Edu (zuletzt abgerufen am 30. Januar 2026)
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