mini|Raupenbagger mit Firmenlogo Die Hermann Kirchner GmbH & Co. KG, Bauunternehmung war eine Bauunternehmung vorrangig im Tief- und Straßenbau.Hermann Kirchner GmbH & Co. KG, Bauunternehmung. auf bizdb.de. Sie baute jedoch auch Brücken und Gebäude.
Geschichte Hermann Kirchner (* 5. Juli 1899 in Kassel; 25. August 1994 in Bad Hersfeld) war ein deutscher Bauingenieur und Unternehmer in Weimar und Bad Hersfeld. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er einer der Pioniere der nordhessischen Bauwirtschaft.
Anfang 1924 errichtete Hermann Kirchner im Auftrag der Basalt AG Linz in Weimar die Mitteldeutsche Wegegesellschaft mit der Zweigniederlassung Weimar, welche 1925 als Tochtergesellschaft ihren Hauptsitz nach Weimar in die Ettersburger Straße 29/31 verlegte. Diese Firma war es, die mit 12 Kilometer Ausbau der Straße Weimar-Erfurt den ersten bituminösen Belag in Thüringen aufbrachte, der zu einer guten Auftragslage und zu guter Entwicklung der Firma führte.
Hermann Kirchner gründete am 1. April 1926 seine eigene Tief- und Straßenbaufirma mit Sitz in der Watzdorfstraße, der heutigen Carl-von Ossetzky-Straße 57, mit der er ab 1935 mit Großgeräten am Autobahnbau im Bereich Hermsdorfer Kreuz beteiligt war. Seine Firma war zugleich auch für die Reichsautobahn für die Strecke Salzburg-Wien tätig.Hermann Kirchner GmbH & Co. KG, Bauunternehmung auf albert-gieseler.de. Hier sind weitere Großprojekte der 1960er und 70er Jahre, die von Kirchner realisiert wurden, genannt. Hermann Kirchners Erfolg zeigt sich nicht zuletzt daran, dass er sich in der Rainer-Maria-Rilke-Straße 29 auf einem stattlich großem Grundstück 1935/36 eine Villa errichten lassen konnte, die von Paul Bräunlich entworfen wurde.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile. E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 792. Doch 1945 wurde Kirchners Firma in Weimar sequestriert und enteignet. Kirchner verließ 1948 Weimar in Richtung Westen, wo er zunächst in Kassel, später in Bad Hersfeld ansässig war.Trauerrede Helmut Kirchner. (PDF) auf bauindustrie-mitte.de. Am 1. April 1956 beging die Firma Hermann Kirchner, Tief- und Straßenbau, Baggerbetrieb in Bad Hersfeld das 30-jährige Bestehen.Bauwirtschaft, 1956, S. 319. Die Firma hatte zahlreiche Niederlassungen.
Während des Zweiten Weltkrieges hatte er seit Januar 1941 im deutsch besetzten polnischen Kalisch eine Zweigniederlassung seiner Tiefbauunternehmung betrieben.Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger vom 24. Januar 1941, S. 10.
Seit dem 1. Juli 1966 sind sein Sohn Helmut und sein Schwiegersohn Jürgen Hentschel gleichberechtigte Partner, die 1990 wieder nach Weimar zurückgekehrt sind. (Helmut Kirchner ist inzwischen verstorben.) Diese wiederum realisierten die grundhafte Erneuerung der Belvederer Allee.Baugewerbe, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 28 f. Hier S. 29. Der Firmensitz in Bad Hersfeld wurde aber nicht aufgegeben. Eines der größten Tiefbauprojekte mit Beteiligung der Firma Kirchner war der Citytunnel Leipzig. Die Bauunternehmung Kirchner war einer der Auftraggeber.City-Tunnel Leipzig. auf ehs-ingenieure.de. Die Marke Kirchner gibt es heute mit der STRABAG als Mehrheitseigner nicht mehr. Am 19. August 2008 verschmolz die Hermann Kirchner Bauunternehmung GMBH mit der Autohof Ostheim Verwaltungs - und Beteiligungs GmbH & Co. KG und dem Ausasphaltmischwerk Elxleben GmbH im Rahmen des Verschmelzungsvertrages.Vertragstext. auf northdata.de. Im Jahr 2007 erwirtschaftete das 1926 gegründete Unternehmen mit 1500 Mitarbeitern eine Bauleistung von € 373,4 Mio.Kirchner bleibt Kirchner. auf osthessen-news.de. Im Jahr 2013 wurde Kirchner für den Bauma Innovationspreis nominiert.KIRCHNER mit Forschungsprojekt PAST für|bauma Innovationspreis 2013 nominiert. auf strabag.de. Sie ist 2015 gänzlich in der STRABAG aufgegangen.Kirchner heißt bald STRABAG. auf hna.de, Stand: 21. Juli 2014, 17:36 Uhr Seitdem ist das große Logo „K“ auf den Baustellen nicht mehr zu sehen.
Im Jahr 2002 wurde ein Einstreumischanhänger zum Einbringen von Streugut in eine Asphaltschicht zum Patent angemeldet.
Bauwerke (Auswahl) Flügelwegbrücke 1930 Hohe Wart-Tunnel 1985 Geratalbrücke Bischleben 2005 Tunnel Leutenbach 2009 Oelzetalbrücke 2011 Citytunnel Leipzig, 2013
Ehrungen Nach dem Firmengründer Hermann Kirchner wurde die Hermann-Kirchner-Straße in Bad Hersfeld benannt.
Literatur Wolfgang Eckardt: Neuanfang in Hessen. Die Gründung und Entwicklung von Flüchtlingsbetrieben im nordhessischen Raum 1945–1965. 1993, S. 92.
Weblinks
Grabstätte auf dem Friedhof in Bad Hersfeld
Einzelnachweise
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