Die Bahnstrecke Simeria–Hunedoara ist eine elektrifizierte Normalspurstrecke in der historischen Region Siebenbürgen (Transsilvanien) in Rumänien. Sie führt von Simeria nach Hunedoara (deutsch Eisenmarkt). Heute ist nur noch der Abschnitt Simeria–Peștiș für den Güterverkehr in Betrieb.
mini|1953 eingeweihtes Empfangsgebäude des damals verlegten Bahnhofs Hunedoara, 2009
Streckenbeschreibung Die Strecke fädelt nach Südwesten aus dem Bahnhof Simeria aus und verläuft entlang des Flusses Cerna nach Hunedoara. Der Abschnitt zwischen Simeria und Bârcea Mică wurde später um einen zweiten, zunächst etwas weiter westlich und ab Bârcea Mare parallel verlaufenden Streckenast ergänzt.
Geschichte Die Strecke zwischen Simeria () und Hunedoara (ungarisch Vajdahunyad) wurde am 1. Juni 1884 – zu dieser Zeit noch im Königreich Ungarn befindlich – nach zweijähriger Bauzeit eröffnet, um Hunedoara mit dem aufkommenden Hüttenwesen an das Eisenbahnnetz anzubinden. Da das Stahlwerk in der Folgezeit immer weiter ausgebaut wurde, wurde die Strecke sowie der Endbahnhof in Hunedoara Anfang der 1950er Jahre verlegt; das 1953 eingeweihte markante Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz. 1984 erfolgte die Elektrifizierung der Strecke.
Ab 1989, nach dem Ende des Sozialismus in Rumänien, wurden mehrere Betriebsteile des Stahlwerkes geschlossen und die Reisendenzahlen gingen drastisch zurück. Ab 2012 betrieb das Unternehmen Regiotrans den Personenverkehr auf der Strecke. Nachdem Regiotrans ab März 2015 zeitweise der Betrieb untersagt worden war, übernahm im November 2015 wieder CFR Călători den Verkehr. Am 1. März 2018 wurde der Personenverkehr zwischen Simeria und Hunedoara gänzlich eingestellt, obwohl die Stadt trotz des starken Bevölkerungsrückgangs seit den 1990er Jahren noch immer etwa 50.000 Einwohner zählt. Auf dem westlichen Streckenast wird bis zum Güterbahnhof Peștiș weiterhin Güterverkehr betrieben.
Weblinks Bilder der Betriebsstellen auf vasutallomasok.hu
Einzelnachweise
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