GHK-Cu (auch Kupfer-Tripeptid-1) ist ein natürlich vorkommender Kupfer-Peptid-Komplex aus dem Tripeptid Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin (GHK), das ein zweiwertiges Kupferion (Cu²⁺) bindet. Der Komplex wurde erstmals in den 1970er-Jahren beschrieben und kommt im menschlichen Körper unter anderem im Blutplasma, Speichel und Urin vor. GHK-Cu wird insbesondere im Zusammenhang mit Wundheilung, Hautregeneration und entzündungsmodulierenden Prozessen untersucht.

Chemische Eigenschaften GHK-Cu ist ein niedermolekularer Peptid-Metall-Komplex. Das GHK-Tripeptid besitzt eine hohe Affinität zu Kupfer(II)-Ionen, wodurch ein stabiler Chelat-Komplex entsteht. Die Kupferbindung gilt als zentral für die biologischen Effekte des Moleküls.

Vorkommen im Körper GHK entsteht im menschlichen Organismus durch den Abbau größerer Proteine, insbesondere von Albumin. Die Konzentration von GHK-Cu nimmt mit zunehmendem Alter ab, was als möglicher Faktor für altersbedingte Veränderungen der Haut und der Regenerationsfähigkeit diskutiert wird.

Biologische Wirkung In experimentellen Studien wurden GHK-Cu verschiedene biologische Aktivitäten zugeschrieben:

Förderung der Wundheilung, unter anderem durch Stimulation von Fibroblasten Beeinflussung der Kollagen- und Elastinsynthese Modulation von Entzündungsprozessen Unterstützung der Angiogenese (Neubildung von Blutgefäßen) Antioxidative Eigenschaften, unter anderem durch kupferabhängige Enzyme

Zudem zeigen in-vitro-Untersuchungen, dass GHK-Cu die Genexpression zahlreicher Gene beeinflussen kann, die mit Gewebereparatur und Zellwachstum assoziiert sind.

Anwendung und Forschung GHK-Cu wird vor allem in der kosmetischen Forschung sowie in der dermatologischen Grundlagenforschung untersucht. In kosmetischen Produkten wird es häufig in Anti-Aging-Formulierungen, Seren oder Cremes eingesetzt.

In der medizinischen Forschung wird GHK-Cu unter anderem im Zusammenhang mit Hautalterung Narbenbildung Haarwachstum Regenerativer Medizin untersucht. Eine allgemein anerkannte therapeutische Anwendung als Arzneimittel besteht derzeit nicht.

Sicherheit und regulatorischer Status GHK-Cu gilt bei äußerlicher Anwendung in kosmetischen Produkten als gut verträglich. Für systemische Anwendungen liegen bislang keine ausreichenden klinischen Daten vor, um eine medizinische Zulassung zu begründen. Entsprechend ist GHK-Cu in den meisten Ländern nicht als Arzneimittel zugelassen, sondern wird ausschließlich in der Forschung oder in kosmetischen Produkten verwendet.

Abgrenzung zu ähnlichen Substanzen GHK (ohne Kupfer) zeigt geringere biologische Aktivität Andere Kupferpeptide unterscheiden sich in Struktur, Stabilität und Wirkung TB-500 / BPC-157, Peptide mit anderen Wirkmechanismen und Anwendungsfeldern

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Peptid Kategorie:Kupferverbindung Kategorie:Imidazol Kategorie:Amin