miniatur|Maria Krestowskaja Marija Wsewolodovna Krestowskaja (; * in St. Petersburg, Russisches Kaiserreich; † in Metsäkylä, Großfürstentum Finnland, Russisches Kaiserreich) war eine russische Schriftstellerin.
Leben Maria war eine Tochter des Schriftstellers Wsewolod Krestowski. Ihr Halbbruder Wassili Krestowski wurde Maler, ihr Halbbruder Igor Krestowski Bildhauer. Sie besuchte zwei Höhere Töchterschulen und ein Mädchengymnasium in St. Petersburg. Danach trat sie als Schauspielerin in mehreren Moskauer Theatern auf, darunter in dem berühmten Korsch-Theater. Агапкина Т. П., Крестовская Мария Всеволодовна, in Русские писатели 1800—1917. Биографический словарь, гл. ред. П. А. Николаев. Москва, 1994. Т. 3. С. 145–146, mit einigen biographischen Details Seit etwa 1882 lebte Maria Krestowskaja wieder in St. Petersburg. Dort veröffentlichte sie seit 1885 einige Erzählungen. Sie war mit dem bekannten Sänger Fjodor Schaljapin und weiteren Künstlern und Schriftstellern gut bekannt. Die Maler Ilja Repin und Iwan Kramskoi schufen Porträts von ihr. Die Schriftstellerin Tatjana Schtschepkina-Kupernik lebte einige Zeit in ihrem Haus bei St. Petersburg.
Maria Krestowskaja starb 1910 im Alter von 47 Jahren. Ihr Mann Jewgeni Kartawzew benannte den Ort Metsäkylä bei St. Petersburg, in dem sie lebten, in Marioki um, er ließ eine Gedenkskulptur von dem Bildhauer Wsewolod Lischew über ihrem Grab errichten und eine Kapelle Aller Trauernden Freude von dem Architekten Iwan Fomin erbauen.Григорьева Н., Хозяйка Мариоки, in Нева, 2003. N 6. С. 239–242 Auch in mindestens zwei deutschen Literaturzeitschriften erschienen kurze Nachrufe auf sie.Das literarische Echo, vom 1. September 1910, Sp. 1718, mit kurzem Nachruf Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel vom 19. Juli 1910, S. 8380, mit einem Nachruf. Auch die Novelle "Der Sohn" und der Roman "Ein Frauenleben" (...) sind Werke, in denen das Talent der Krestowskaja sich glänzend bekundete. Die russisch-polnische Schriftstellerin Aleksandra Brusztein erwähnte sie in ihrem Roman Der Weg führt in die Ferne (Дорога уходит вдаль).
Werke Maria Krestowskaja veröffentlichte einige Erzählungen in verschiedenen Zeitschriften (wie Russki Westnik, Westnik Jewropy und Sewernyj Westnik). Ihr größter Erfolg wurde der Roman Артистка (Die Schauspielerin, 1891, 1904²), in dem sie kritisch ihre Erfahrungen im Theater verarbeitete. Zwei Erzählungen erschienen in deutscher Übersetzung.
Der Sohn, in Die Romanwelt, 1898, 1, dann als Buch im Verlag Vita. Die Romanwelt, Berlin 1899 (kurzer Auszug), als M. Krestowski, übersetzt von Adolf Garbell Die Kinder, in Westermanns Monatshefte, 1898, 98, S. 250ff. Digitalisat, übersetzt von Hermann Röhl
Rezeption Der Anthroposoph Rudolf Steiner empfahl 1899 die Novelle Der Sohn , die in fesselnder Weise, mit seltener Seelendarstellungsgabe geschrieben sei.
Meyers Konversationslexikon lobte 1891, Maria Krestowskaja entfaltete in mehreren Romanen (...) eine frische, junge Begabung für Schilderung weiblicher Charaktere.Meyers Konversationslexikon, Band 18, 1890/1891, S. 793 (Mitte), Artikel Russische Literatur (1885–90)
Der Literaturkritiker J. P. Charpentier fand 1893
Literatur Григорьева Н.: Хозяйка Мариоки. In: Нева. 2003. N 6. С. 239–242 Агапкина Т. П.: Крестовская Мария Всеволодовна. In: Русские писатели, 1800–1917. Биографический словарь, гл. ред. П. А. Николаев. Москва: Большая российская энциклопедия, 1994. Т. 3 К—М. С. 145–146. ISBN 5-85270-112-2
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