Antonio José (eigentlich Antonio José Martínez Palacios, * 12. Dezember 1902 in Burgos; † 8. Oktober 1936 in Estépar) war ein spanischer Komponist und Dirigent.

Leben Antonio José wurde in Burgos (Region Kastilien und Léon) geboren und studierte zunächst dort. Als Achtzehnjähriger erhielt er ein Stipendium für den vierjährigen Besuch des Madrider Konservatoriums. Nach einer Station als Musiklehrer in Málaga kehrte er 1929 nach Burgos zurück. Hier leitete er den Chor Orféon Burgalés. Für seine Sammlung von Volksliedern der Region erhielt er 1932 den Nationalen Musikpreis.

Burgos war von Beginn des Spanischen Bürgerkrieges im Juli 1936 an in der Hand der Putschisten. Die in Burgos aktiven Falangisten verhafteten Antonio José als „republikanischen Spion, jüdischen Sympathisanten und Aufrührer“. Er wurde am 8. Oktober 1936 im Alter von 33 Jahren in Estépar erschossen.

Werk Yolanda Acker verzeichnet vier Bühnenstücke (darunter die unvollendete Oper El mozo de mulas), sechs Orchesterstücke (darin eine Sinfonie, Sinfonía castellana), 28 teils mehrteilige Gesangsstücke und 30 Kammermusikstücke und Kompositionen für einzelne Instrumente.

Viele Stücke sind von Volksliedern der Gegend um Burgos geprägt, so die Danzas Burgalesas, Cinco coros castellanos oder Cuatro canciones populares burgalesas.

Rezeption Josés Leben wurde 2018 in einer Dokumentation von Gregorio Méndez und Sergi Gras unter dem Titel Pavana Triste. La vida y la música del compositor Antonio José Martínez Palacios verfilmt.

Literatur

Weblinks

Kurzbiographie und Porträtphoto, aeolus-music.com Eintrag im WikiBurgos (spanisch), wikiburgos.es

Einzelnachweise

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