mini|Altes Zollhaus in Senden, 2026 Das Alte Zollhaus Senden ist ein Fachwerkhaus in Senden (Westfalen). Das in Teilen im 16. Jahrhundert errichtete Gebäude wurde in napoleonischer Zeit als Zollhaus an der Grenze zwischen dem Kaiserreich Frankreich und dem Großherzogtum Berg genutzt, worauf der heutige Name zurückgeht. Seit 2022 wird es für kulturelle Zwecke genutzt.

Geschichte Das ursprünglich als Vierständerhaus mit landwirtschaftlicher Nutzung errichtete Gebäude geht auf das Jahr 1587 zurück, nachdem der Vorgängerbau in diesem Jahr von spanischen Truppen niedergebrannt wurde. Bis 1813 verlief durch Senden die Grenze zwischen Frankreich und dem Großherzogturm Berg entlang der Flüsse Dümmer und Stever, das Gebäude wurde demnach zwischen 1811 und 1813 als Zollhaus genutzt. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde es dann zu einem stattlichen Bürgerhaus umgebaut und war 150 Jahre lang im Besitzt der Familie Palz, sodass es bis heute auch unter dem Namen Haus Palz bekannt ist.

Nach längerem Leerstand wurde das Gebäude zwischen 2019 und 2021, auch unter Einsatz von etlichen Arbeitsstunden durch den Heimatverein Senden, saniert. Die Sanierungskosten beliefen sich auf etwa 3,3 Millionen Euro, ein Großteil der Kosten wurde durch das Investitionspaket „Soziale Integration im Quartier NRW 2018“ getragen.

Heute steht das Haus für kulturelle Veranstaltungen offen und wird vom Heimatverein Senden genutzt; ebenso kann hier auch geheiratet werden.

Einzelnachweise

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