Zaborowice (deutsch Saborwitz) ist ein zur Gmina Bojanowo (Landgemeinde Bojanowo) gehörender Ort im Powiat Rawicki (Kreis Rawitsch) in der polnischen Woiwodschaft Großpolen.

Geographie Zaborowice liegt im Südwesten der Woiwodschaft Großpolen unweit der Grenze zur Woiwodschaft Niederschlesien und ist Teil der geographischen Region Schlesien.

Die Entfernung zur ehemaligen Kreisstadt, dem niederschlesischen Góra (Guhrau), liegt bei 10 Kilometer. Die jetzige Kreisstadt Rawicz (Rawitsch) ist knapp 15 Kilometer entfernt. Bojanowo ist 5 Kilometer entfernt.

Name Der Ortsname ist polnischen Ursprungs und leitet sich von den Wörtern za und bór ab, was so viel wie „hinter dem Nadelwald“ bedeutet.Damrot, Konstanty (1896). Die älteren Ortsnamen Schlesiens, ihre Entstehung und Bedeutung. Mit einem Anhange über die schlesisch-polnischen Personennamen. Beiträge zur schlesischen Geschichte und Volkskunde. Verlag von Felix Kasprzyk. S. 138.

Geschichte Nach der Eroberung im Ersten Schlesischen Krieg kam das Dorf Saborwitz als Teil des ehemaligen Fürstentums Wohlau, im Jahr 1742 an das Königreich Preußen und wurde dem neu geschaffenen Kreis Wohlau zugeteiltRoland Gehrke: . Böhlau Verlag, Köln 2009, ISBN 978-3-412-20413-6, S. 45. Mit der Kreisreform vom 1. Januar 1818 wechselte Saborwitz mit den umliegenden Dörfern zum Kreis Guhrau.Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Breslau 1817, Nr. XLV. Neue Eintheilung und Abgränzung der Kreise im Breslauer Regierungs-Departement vom 31. Oktober 1817. Breslau, S. 476 ff.

Mit der Schaffung der preußischen Amtsbezirke 1874 wurde Saborwitz dem Amtsbezirk Triebusch zugeteilt. Nachdem die Landgemeinde Triebusch 1920 gemäß dem Versailler Vertrag an Polen gekommen war, wurde der Sitz des Amtsbezirks nach Saborwitz verlegt, das weiterhin beim schlesischen Kreis Guhrau verblieb.Territoriale Veränderungen in Deutschland Saborwitz wurde Teil der Provinz Niederschlesien und lag in der Zwischenkriegszeit unmittelbar an der Grenze zu Polen. Am 1. Oktober 1929 vergrößerte sich die Landgemeinde Saborwitz um die Landgemeinde Porlewitz. Im Zuge der Germanisierungspolitik wurde Saborwitz, wie auch viele andere Orte mit einem "fremdklingenden Namen" in Schlesien und in anderen Teilen des Deutschen Reichs umbenannt, 1936 erfolgte daher die Umbenennung in Waffendorf.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Ort im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt. Infolge des Potsdamer Abkommens, und später des Zwei-plus-Vier-Vertrags kam der Ort an Polen und wurde in Zaborowice umbenannt.

Einwohnerzahlen +JahrEinwohner1842245gminabojanowo.pl: Zaborowice (polnisch, abgerufen am 21. Januar 2026)19102031925445Landkreis Guhrau Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 21. Januar 2026193347519394572011575 Główny Urząd Statystyczny, Ludność - struktura według ekonomicznych grup wieku Stand vom 31. März 2011, abgerufen am 11. Dezember 2025 2021516

Religion Saborwitz/Waffendorf war vor 1945 fast ausschließlich evangelischer Konfession. Im Jahr 1842 waren von den 245 Einwohnern des Ortes, 242 evangelischen Glaubens und 3 davon katholischen Glaubens. Die Kirchengemeinde des Ortes gehörte zur altpreußischen Kirchenprovinz Schlesien.

Persönlichkeiten

Ottomar Saladin Iscador Islami de Zadora Paszkowski-Plomienczek (1811–1869), sächsischer Generalmajor

Einzelnachweise

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