mini|Nadège Rochat und Florian Noack, Auftritt im Château d’Orion (2011) Nadège Rochat (geb. 1991 in Genf) ist eine französisch-schweizerische Cellistin und Hochschullehrerin; sie lehrt seit 2018 an der Royal Academy of Music in London.
Familie und Ausbildung Nadège Rochat entstammt einer musikalischen Familie; die Mutter ist Geigerin und der Vater Bratschist. Sie erhielt mit vier Jahren ihren ersten Cellounterricht bei ihrer Tante sowie ab 2001 bei Daniel Haefliger am Konservatorium Genf. Von 2006 bis 2013 studierte sie bei Maria Kliegel an der Hochschule für Musik und Tanz Köln (Bachelor) und von 2013 bis 2015 bei Robert Cohen an der Royal Academy of Music in London (Master). Zusätzliche Meisterkurse absolvierte sie u. a. bei Anner Bijlsma und Heinrich Schiff. Ihre Ausbildung wurde gefördert von der Mozartgesellschaft Dortmund, der Dr. Werner Richard Carl Dörken-Stiftung und der Studienstiftung des Deutschen Volkes.
Musikalischer und beruflicher Werdegang Rochat hat als Solistin mit Orchestern wie der Staatskapelle Weimar, den Dortmunder Philharmonikern, dem NDR-Sinfonieorchester, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, dem Royal Scottish National Orchestra oder dem Amadeus Chamber Orchestra des polnischen Rundfunks zusammengearbeitet und ist in großen Konzertsälen wie dem Konzerthaus Berlin, dem Wiener Musikverein, der Tonhalle Zürich, der Victoria Hall Genf, dem Münchener Gasteig, dem Mariinski-Theater St. Petersburg, der Beethovenhalle Bonn, dem Konzerthaus Dortmund sowie der Carnegie Hall New York aufgetreten. Hervorzuheben ist auch die musikalische Zusammenarbeit mit dem spanischen Gitarristen Raphael Aguirre, mit dem sie spanisches und lateinamerikanisches Repertoire auf der CD „La Vida Breve“ einspielte. Das Duo hat 2022 auch das ihnen gewidmete Doppelkonzert für Cello und Gitarre „Fulgores“ von Lorenzo Palomo uraufgeführt.Nadège Rochat im Interview mit Florian Schär, Classicpoint.net vom 27. Oktober 2021, abgerufen am 21. Januar 2026.
Mit weiteren Einspielungen ist Rochat mit den Cellokonzerten von Lalo, Milhaud, Walton und Elgar und Dvořák zu hören, außerdem führte sie als erste die „Elegie“ von Ina Boyle auf.
Ab 2016 wirkte sie als Assistentin von Maria Kliegel an der Musikhochschule Köln; 2018 wurde Rochat als Professorin für Cello an die Royal Academy of Music, London, berufen.International Journal of Music, Nadège Rochat’s Highlights, ijm.education vom 1. September 2021, abgerufen am 21. Januar 2026.
Nadège Rochat spielt das „Ex-Vatikan“-Violoncello von Nicola Amati aus dem Jahr 1620.
Aufnahmen (Auswahl) Nadège Rochat, Ola Rudner, Württembergische Philharmonie Reutlingen: Lalo · Milhaud, Ars Produktion (2012), ARS 38119. Nadège Rochat, Rafael Aguire: La Vida Breve, Ars Produktion (2015), ARS 38159. Nadège Rochat, Paul Meyer, Staatskapelle Weimar: Cello Abbey: Walton, Boyle, Elgar, Ars Produktion (2017), ARS 38221. Nadège Rochat, Ronald Corp, BBC Concert Orchestra: Ina Boyle, Psalm for Cello and Orchestra (u. a.), Dutton Epoch (2018), CDLX 7352. Nadège Rochat, Benjamin Levy, Royal Scottish National Orchestra: Antonín Dvořák, André Caplet, Ars Produktion (2021), ARS 38301.
Auszeichnungen 2006: 1. Preis beim Schweizer Musikwettbewerb für Jugendliche, Preis der Credit Suisse sowie Preis der Fondation SUISA für die herausragende Interpretation zeitgenössischer schweizerischer Kompositionen. 2007 und 2009: 1. Preis bei „Jugend musiziert“, Kategorie Violoncello solo 2009: Klassikpreis des WDR 2013: 2. Preis beim Wettbewerb “Ton und Erklärung” (Musikpreis des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft), 2013: 1. Jury- und 1. Publikumspreis beim 1. Pro-Cello-Wettbewerb der Musikhochschule Köln. 2015: May Muckle-Preis der Royal Academy of Music, London.
Weblinks Persönliche Homepage Kurzportrait bei Tonali Josefine Schemionek, Clemens Böcking, MDR-Klassik-Porträt: Cellistin Nadège Rochat: "Die klassische Musik spricht für sich selbst" auf youtube.com, 17. August 2021
Einzelnachweise
Kategorie:Klassischer Cellist Kategorie:Franzose Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1991 Kategorie:Frau