mini|Matcha Phorn-in (2017) Matcha Phorn-in (; * 1979 oder 1980 in Isan) ist eine thailändische Menschenrechtlerin und Gründerin der Organisation Sangsan Anakot Yawachon, die marginalisierte Jugendliche – darunter indigene Bevölkerungsgruppen – unterstützt. Sie setzt sich für die Rechte von LGBTIQ+-Personen ein und plädiert für rechtliche Gleichstellung durch Öffnung der Ehe statt separater Partnerschaftsgesetze.

Leben Phorn-in lebt mit ihrer Partnerin und ihrer Tochter in der Provinz Chiang Mai; nach mehreren Brandstiftungen in der Nachbarschaft 2016, die sie homophober Motivation zuschrieb und die von der Polizei trotz Meldung nicht weiterverfolgt wurden, zog die Familie aus Sicherheitsgründen in die Innenstadt. Ihre Familie beschreibt sie als „zwei Mütter und eine Tochter“.

Wirken Phorn-in leitet die von ihr gegründete Organisation Sangsan Anakot Yawachon, die mit Jugendlichen aus marginalisierten Bevölkerungsgruppen arbeitet und während der COVID-19-Pandemie einen deutlichen Anstieg von Fällen häuslicher und sexualisierter Gewalt in den betreuten Familien registrierte. Sie kritisierte 2021 Pläne in der vom Tourismus geprägten Provinz Phuket zur vorzeitigen Impfung Beschäftigter der Branche gegen COVID-19, und forderte die prioritäre Berücksichtigung vulnerabler Gruppen wie Migranten, Staatenlose und ethnische Minderheiten; bereits 2020 hatte sie dazu eine Petition im Parlament eingereicht.

2018 sprach sie sich gegen ein separates Partnerschaftsgesetz aus und plädierte für eine Änderung des Zivilgesetzbuchs, damit jede Person unabhängig vom Geschlecht heiraten kann. In Chiang Mai tritt sie als Sprecherin und Organisatorin der Pride-Bewegung auf und verweist auf die doppelte Diskriminierung lesbischer Frauen in Thailand.

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