Krępa (deutsch Krampf) ist ein Ort in der Landgemeinde Przemków im Powiat Polkowicki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.
Geographie Krępa liegt im Przemkowski Park Krajobrazowy (Landschaftspark Przemków), fünf Kilometer nordöstlich von Przemków. Die Umgebung besteht aus Bruchwäldern und trockengelegtem sumpfigen Wiesenland, nördlich schließt sich das heutige Krampfer Bruch bis zum Flusskanal Szprotawa an. Ursprünglich ging das Krampfer Bruch über den Kanal hinaus. Der Sprottekanal entstand durch Melioration des Spottebruchs.
Geschichte Krampf gehörte zum böhmischen Fürstentum Glogau. Ein frühes historisches Ereignis zeugt von den Widrigkeiten der Natur nördlich des Ortes. Der Kaiser Heinrich II. marschierte am 1. September 1050 mit seiner Hauptstreitmacht vom 4. Polenfeldzug kommend auf Knüppeldämmen durch die Sümpfe. Die Nachhut des Heeres unter der Führung des Erzbischofs Gero von Magdeburg, des Lausitzer Markgrafen Gero II. und des Pfalzgrafen Burchard, auch Burchard I. von Goseck genannt, geriet in den Sümpfen in einen polnischen Hinterhalt und wurde aufgerieben. Markgraf Gero II., Graf Folkmar und 198 Ritter fielen im Kampf. Erzbischof Gero und der verwundete Pfalzgraf konnten entkommen und ihrem Kaiser die Niederlage melden. Dieser sendete den Meißner Bischof Eido I. zurück auf den Kampfplatz, um die Gefallenen zu bestatten und um die Herausgabe der Leiche des Markgrafen durch die Polen zu erbitten. Am 13. September 1407 wurde dann Crampff in einer Lehnanwartschaftsurkunde erwähnt. 1692 hat Georg Christoph Graf von Pruskow (Proskau) Krampf in seinen Lehnbesitz. 1835 kaufte der Herzog von Schleswig-Holstein, Christan August von Schleswig-Holstein-Sonderburg- Augustenburg das Dorf Krampf, bevor er 1852 Rittergutsbesitzer von Schloss Primkenau wurde. 1875 begann die Eingliederung des Ortes Krampf in den Amtsbezirk Primkenau, 1910 gehörte es gänzlich zum Gutsbezirk Primkenau. 1885 betrug die Gemeindefläche 545 ha, davon waren 341 ha Ackerland, 118 ha Wiese und 42 ha Holzungen. Bis 1945 verwaltete die Stadt Sprottau den Ort, er gehörte zum Amtsbezirk Primkenau. Eine Fund historischer Kriegsgeräte aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, in Form von Gewehrläufen, Messern, Hufen grub man 1892 am Werda-Berg einer vormaligen Vorwache eines Heerlagers des 17. Jahrhunderts aus. In Ortsnähe hatte sich der Flurname Wache-Berg nach der Hauptwache des ehemaligen militärischen Großlagers genannt erhalten.mini|Sprottekanal bei Krępa Ab 1930 wurde der Sprottebruch nördlich von Krampf intensiv entwässert. Der Reichsarbeitsdienst kasernierte in Krampf zwei RAD Abteilungen, es waren die Abtl. 4/105 und 7/102. Sie waren nur ein Teil der Entwässerungs-Arbeitersmänner des Bruchs, 1941 gab noch sieben andere Abteilungen im Umkreis von Primkenau. Im Februar 1945 eroberte die Rote Armee den Primkenauer Raum, es setzte die Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung ein. Infolge des Zweiten Weltkrieges wurde das Dorf Teil Polens und in Krępa umbenannt.
Bevölkerungsentwicklung 1840 524 Einwohner 1900 429 Einwohner 1905 359 Einwohner 1908 32 Einwohner auf dem Gutsbezirk 1929 340 Einwohner 1933 550 Einwohner, letzter deutscher Bürgermeister Hugo Glätzer 2011 211 Einwohner Główny Urząd Statystyczny, Ludność - struktura według ekonomicznych grup wieku Stand vom 31. März 2011, abgerufen am 11. Dezember 2025
Sehenswürdigkeiten Denkmal für Gefallene des 1. Weltkrieges Bürgermeisterhaus gegenüber des ehemaligen Schloßplatzes Landschaftspark und geographische Lage
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Niederschlesien Kategorie:Gmina Przemków Kategorie:Gegründet im 14. Jahrhundert