mini|Preisträgerin 2024: Katerina Gordeeva, li: OB Dieter Reiter, re: Klaus Füreder (Börsenverein) mini|Standing Ovations für Katerina Gordeeva Der Geschwister-Scholl-Preis ist ein Literaturpreis, der 1980 vom Landesverband Bayern e. V. im Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Stadt München initiiert wurde. Ausgezeichnet wird jährlich ein Buch, „das von geistiger Unabhängigkeit zeugt und geeignet ist, bürgerliche Freiheit, moralischen, intellektuellen und ästhetischen Mut zu fördern und dem gegenwärtigen Verantwortungsbewusstsein wichtige Impulse zu geben.“

Der Preis ist zur Erinnerung an und zu Ehren von Sophie und Hans Scholl wegen ihres Engagements in der Weißen Rose im Widerstand gegen den Nationalsozialismus benannt. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wird bei einem Festakt – seit 1988Die Jahreszahl 1988 stammt aus der Begrüßungsrede des LMU-Vizepräsidenten Oliver Jahraus anlässlich des Geschwister-Scholl-Preises 2022, gehalten am 28. November 2022. in der Großen Aula der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität – überreicht.

Preisträger

mini|Geschwister-Scholl-Preis 2018 an Götz Aly mini|Geschwister-Scholl-Preis 2014 an Glenn Greenwald mini|Geschwister-Scholl-Preis 2010 an Joachim Gauck 1980: Rolf Hochhuth: Eine Liebe in Deutschland 1981: Reiner Kunze: Auf eigene Hoffnung 1982: Franz Fühmann: Der Sturz des Engels 1983: Walter Dirks: War ich ein linker Spinner? 1984: Anja Rosmus-Wenninger: Widerstand und Verfolgung 1985: Jürgen Habermas: Die neue Unübersichtlichkeit 1986: Cordelia Edvardson: Gebranntes Kind sucht das Feuer 1987: Christa Wolf: Störfall 1988: Grete Weil: Der Brautpreis 1989: Helmuth James Graf von Moltke: Briefe an Freya 1939–1945 (postume Verleihung) 1990: Lea Rosh/Eberhard Jäckel: Der Tod ist ein Meister aus Deutschland 1991: Georges-Arthur Goldschmidt: Die Absonderung 1992: Barbara Distel/Wolfgang Benz (Hrsg.): Dachauer Hefte Nr. 7 Solidarität und Widerstand 1993: Wolfgang Sofsky: Die Ordnung des Terrors – Das Konzentrationslager 1994: Heribert Prantl: Deutschland leicht entflammbar – Ermittlungen gegen die Bonner Politik 1995: Victor Klemperer: Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Tagebücher 1933–1945 (postume Verleihung) 1996: Hans Deichmann: Gegenstände 1997: Ernst Klee: Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer 1998: Saul Friedländer: Das Dritte Reich und die Juden 1999: Peter Gay: Meine deutsche Frage 2000: Helene Holzman: Dies Kind soll leben (postume Verleihung) 2001: Arno Gruen: Der Fremde in uns 2002: Raul Hilberg: Die Quellen des Holocaust 2003: Mark Roseman: In einem unbewachten Augenblick. Eine Frau überlebt im Untergrund 2004: Soazig Aaron: Klaras NEIN 2005: Necla Kelek: Die fremde Braut 2006: Mihail Sebastian: Voller Entsetzen, aber nicht verzweifelt (postum) 2007: Anna Politkowskaja: Russisches Tagebuch (postum) 2008: David Grossman: Die Kraft zur Korrektur 2009: Roberto Saviano: Das Gegenteil von Tod 2010: Joachim Gauck: Winter im Sommer – Frühling im Herbst: Erinnerungen 2011: Liao Yiwu: Für ein Lied und hundert Lieder. Ein Zeugenbericht aus chinesischen Gefängnissen 2012: Andreas Huckele (unter seinem Pseudonym Jürgen Dehmers) für Wie laut soll ich denn noch schreien? Die Odenwaldschule und der sexuelle Missbrauch 2013: Otto Dov Kulka für Landschaften der Metropole des Todes. Auschwitz und die Grenzen der Erinnerung und der Vorstellungskraft 2014: Glenn Greenwald für Die globale Überwachung. Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen 2015: Achille Mbembe für Kritik der schwarzen Vernunft 2016: Garance Le Caisne für Codename Caesar. Im Herzen der syrischen Todesmaschinerie 2017: Hisham Matar für Die Rückkehr. Auf der Suche nach meinem verlorenen Vater 2018: Götz Aly für Europa gegen die Juden 1880–1945 2019: Ahmet Altan für Ich werde die Welt nie wiedersehen. Texte aus dem Gefängnis 2020: Dina Nayeri für Der undankbare Flüchtling 2021: Joe Sacco für Wir gehören dem LandComic-Journalismus: Sacco dokumentiert, boersenblatt.net, veröffentlicht und abgerufen am 8. Oktober 2021. 2022: Andrej Kurkow für Tagebuch einer InvasionPressemitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern vom 13. Oktober 2022. 2023: David Van Reybrouck für Revolusi. Indonesien und die Entstehung der modernen Welthttps://www.boersenverein-bayern.de/boersenverein/aktuelles/detailseite/david-van-reybrouck-erhaelt-den-geschwister-scholl-preis-2023-fuer-sein-buch-revolusi/ 2024: Katerina Gordeeva für Nimm meinen Schmerz. Geschichten aus dem Krieghttps://ru.muenchen.de/2024/190/Katerina-Gordeeva-erhaelt-den-Geschwister-Scholl-Preis-2024-114962. 2025: Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey für Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus

Literatur Börsenverein des Deutschen Buchhandels (Hrsg.): 25 Jahre Geschwister-Scholl-Preis. München 2004.

Weblinks

Geschwister-Scholl-Preis Über die Auszeichnung (Stadt München)

Einzelnachweise

Kategorie:Literaturpreis (Bayern) Kategorie:Auszeichnung (München) Kategorie:Weiße Rose Preis Kategorie:Erstverleihung 1980