mini|Friedhofskirche Mariä Himmelfahrt Die Friedhofskirche Mariä Himmelfahrt () ist eine Kirche in Horní Maršov (Marschendorf) im Okres Trutnov in Tschechien.

Beschreibung Laut dem Trautenauer Urbar von 1544 war der Ortsrichter der einzige Bewohner des Dorfes. Das Wachstum des Ortes muss kräftig gewesen sein, denn 1568 wurde von den protestantischen Bewohnern eine Holzkirche errichtet. Nach der Schlacht am Weißen Berg 1620 wurde die Kirche römisch-katholisch und zu Ehren der Mariä Himmelfahrt geweiht. Der steinerne Taufbrunnen von 1572 mit dem Zinnenkranz von 1611 wurde der Kirche von Michael Walser v. Tirschfeld geschenkt. Die Holzkirche wurde 1608 durch eine Renaissancekirche des italienischen Baumeisters Carlo Valmadi ersetzt. Der Turm wurde 1699 erbaut, 1797 wurde der Bau restauriert und mit Kupferblech eingedeckt. 1851 wurde eine neue Orgel eingebaut, 1852 der Friedhof erneuert und der Kreuzweg angelegt, 1853 wurde das Oratorium gebaut, Hochaltar, Kanzel und Orgel neu ausgestattet und 1861 der Turm gedeckt. Die Gruft der Grafen Aichelburg wurde 1865 angelegt. 1867 wurde der Friedhof erweitert und am 3. Juni 1868 brannte der Turm nach einem Blitzeinschlag; von den Glocken blieb nur die kleinste unversehrt. Noch 1868 wurde der Schaden repariert und drei neue Glocken, Maria-, Theodora- und Elisabeth-Glocke, angeschafft. Vor 1918 wurde der Ortsteil, in dem die Kirche liegt, als Marschendorf III bezeichnet. Wegen Schäden am Bau wurde von der Baukommission ein Neubau empfohlen, der in Marschendorf IV errichtet wurde und heute die Hauptkirche des Ortes ist.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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