Die Liste der Wegekreuze und Bildstöcke in Stolberg listet die Flur- und Wegekreuze sowie die Bildstöcke in Stolberg in der Städteregion Aachen mit ihren jeweiligen persönlichen Geschichten – soweit bekannt – und ohne Anspruch auf Vollständigkeit auf.
Liste Standort Stadt-/Ortsteil Datierung Beschreibung/Inschrift Bild Ecke Waldfriede / Rüst() Stolberg Mitte 19. Jh. Gedenkstein für den 24-jährigen Carl Josef Wilden aus Büsbach, der an jener Stelle tödlich verunglückte. Schmales Kreuz aus Blaustein mit hohem, zweigliedrigem Sockel und metallenem Korpus.
Inschrift: „In Gedenken christlicher Liebe des hier verstorbenen Jünglings Carl Joseph Wilden von Büsbach. Geb. den 18. Ockt. 1826, welcher am 20. Juni 1851 von seiner Karre den Todt fand. Betet für seine Seele.“ 100px|zentriert Hammerberg() Stolberg 1954 Moderne bildstockartige Stele aus Stahlbeton und drei Elementen von Karl Gerhards, eingeweiht am 5. September 1954. Zwei sich mittig kreuzende, senkrechte Wandflächen mit einer nach allen Seiten offenen Rundbogennische im oberen Abschnitt, in der die Marienfigur aufgestellt ist. Aufschriften auf den Randleisten der Stellwände sowie zahlreiche Verzierungen und Applikationen.
Inschrift linker Altar-Flügel: „Maria, breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus. Lass uns darunter sicher stehn, bis alle Stürm vorübergehn.“ Inschrift rechter Altar-Flügel: „Patronin voller Güte, uns alle Zeit behüte.“ 100px|zentriert weitere Bilder Katzhecke() Stolberg 1809 Pestkreuz aus Blaustein, errichtet 1809 auf Initiative des Kapuzinerpaters Stanislaus unter Verwendung von Teilen eines alten, barocken Friedhofskreuzes aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, das damals auf dem alten Kirchfriedhof gestanden hatte. Mehrfach gestufter und geschwungener, hoher Sockel mit aufgesetztem Kruzifix, im Schnittpunkt der Kreuzbalken eine gemeißelte Kreuzigungsgruppe, darunter ein Totenkopf. Der obere Teil der Säule wird vorderseitig betont durch eine Muschelnische, darunter eine gesimsartige Konsole mit Stellfläche, und rückseitig markiert durch eine reliefartige Pietà.Pestkreuz, Porträt auf stolberger-geschichtsverein.de
Inschrift (Kruzifix, teilweise unleserlich): „MGM 16…Exe Homo“ Inschrift (Rückseite): „18..“ 100px|zentriert Luciaweg() Stolberg 1896 Missionskreuz errichtet für die Mission von Juni 1896, auffälliges rotbraunes Holzkreuz mit breiterem, hohem Sockel, der mit einem Dreiecksgiebel abschließt, darüber das Kruzifix mit einem hellen, großen Korpus. Kreuzanlage wird geschützt durch ein rechteckiges, weit vorkragendes, schieferbedecktes Pultdach.
Inschrift: „Mission Juni 1896“ 100px|zentriert weitere Bilder Ecke Am Roten Kreuz – Igelweg() Stolberg-Atsch19. Jh. Altes, schlichtes, teils verwittertes Holzkreuz mit metallenem Korpus unter „INRI“-Plakette und angehängter Blumenvase am Senkrechtbalken unter dem Korpus. 100px|zentriert Ecke Würselener Straße – Steinbachstraße() Stolberg-Atsch 20. Jh. Breiter Altartisch aus regelmäßig, geschliffenen Bruchsteinen, abgedeckt mit einer glatten Steinplatte. Darauf auf mehrteiligem Sockel ein Steinkruzifix in quadratischem Format. Darauf mittig ein Medaillon mit reliefartigem Christuskopf. Vor dem Sockel aufgestellt noch eine Marienfigur mit Jesuskind, flankiert von zwei Grableuchten.Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. Aachen 1994, ISBN 3-87448-172-7. 100px|zentriert Sebastianusstraße() Stolberg-Atsch1988 Hohes, schmuckloses, helles Holzkreuz an Stelle eines früheren Kreuzes und einer alten Kapelle, die 1474 erstmals erwähnt und 1813 abgerissen wurde. 100px|zentriert Steinbachshochwald() Stolberg-Atsch Wegekreuz mit Korpus an einem Baum; kleines dunkles Holzkreuz mit rautenförmiger geschwungener Rückwand und mit Giebeldach mit Vorderleiste. 100px|zentriertWürselener Straße – Gut Schwarzenbruch()Stolberg-Atsch2019Drei kleine Unfallkreuze für die dort infolge eines PKW-Unfalls am 22. Dezember 2018 tödlich verunglückten Milena Hermanns und Luca Sahlmann, der drei Tage später am 25. Dezember verstarb, sowie für die 44-jährige Mutter Anja und ihre 17 und 16 Jahre alten Kinder Kevin und Gina. Mehrere Engelfiguren, Grablichter, Pflanzengestecke und Erinnerungsbilder schmücken die Gedenkstätte.Horror-Unfall in Stolberg mit 5 Tote, Pressemitteilung auf ostbelgiendirekt.be vom 6. Januar 2019
Inschriften: „Milena Hermann * 10.11.1997 † 22.12.2018“; „Luca Sahlmann * 12.09.1996 † 25.12.2018“; „Für immer bei uns Anja – Kevin – Gina † 22.12.2018“zentriert|140px Würselener Wald() Stolberg-Atsch 20. Jh. Sühnekreuz im Würselener Wald zwischen Verlautenheide und Stolberg für die Witwe Anna Gertrud Mommertz. Sie verdiente sich mit dem Tragen von „Mittchen“ (Wärmebehälter für Speisen) für Arbeiter aus Eilendorf in Stolberger Betrieben ein bescheidenes Einkommen. Am 30. April 1909 ging sie allein durch den Wald, weil ihre Freundin Maria Kaußen nicht am gewohnten Treffpunkt war. Dieser war am selben Tage gegen 11.30 Uhr nahe der Mordstelle ein verdächtiger Mann aufgefallen, den sie möglicherweise bei der Vollendung einer Vergewaltigung gestört hatte. Sie selbst machte vorsichtshalber einen großen Umweg, da sie in der Weihnachtszeit des Vorjahres schon einmal von einem Mann unsittlich belästigt worden war, und verpasste dadurch Anna Gertrud Mommertz, die dann wohl selbst zum Opfer wurde.
Inschrift: „Zum Gedenken an die hier am 30. April 1909 ermordete Ww. Anna Gertrud Mommertz aus Verlautenheide. Gestiftet vom Heimatverein Eilendorf 1983 e. V.“ 100px|zentriert weitere Bilder Alt Breinig 2() Stolberg-Breinig 2022 Neueres Gedenkkreuz für die Opfer der Flutkatastrophe 2021. Großes, massives Steinkreuz mit zahlreichen symbolischen Verzierungen auf kleinem, querrechteckigem Sockel.
Inschrift Vorderseite: „Mein Jesus Barmherzigkeit“ Inschrift Sockel: „Wer die Zukunft sieht, hat die Last der Vergangenheit vergessen. Wer die Zukunft als Last sieht, lebt in der Vergangenheit. A. Hennecken.“ Inschrift Rückseite: „Hochwasser Zweifall, Vicht, Stolberg 5.7.2022“ 100px|zentriert Alt Breinig 26() Stolberg-Breinig 2014 25px Neu errichtetes Wegekreuz für die Pilger auf dem Jakobsweg. Dabei wurde ein älteres, schlichtes Holzkreuz restauriert und in einen hohen Sockel eingelassen, der auf der einen Seite den Apostel Jakobus zeigt und auf der anderen Seite ein altes, eingraviertes Pilgergebet. Im oberen Bereich des Sockels wurde ein eigenes Holzkästchen für den Pilgerstempel angebracht.Der Jakobsweg in Breinig¸ Mitteilung auf pfarrei-barbara-breinig.bistumac.de
Inschrift (Sockel Rückseite): „Heiliger Jakobus, Licht Europas, strahlender Stern, führe uns auf dem Weg der Wahrheit. Heiliger Jakobus, du, der alles hinter sich gelassen hat, um dem Herrn zu folgen, löse die Fesseln die uns fernhalten von seinen Wegen. Heiliger Jakobus, glühender Missionar, bekehre Deine Pilger und schütze sie vor den Gefahren des Weges. Heiliger Jakobus, erster Apostel und Märtyrer, gib uns Mut und Kraft um immer weiter fortzuschreiten um zu bekunden, dass Jesus lebt.“ 100px|zentriert Alt Breinig 36() Stolberg-Breinig19. Jh.Massives Steinkreuz mit zweiteiligem, hohem Sockel, darauf Kruzifix mit metallenem Korpus unter „INRI“-Plakette.
Inschrift (Vorderseite): „Wie nah ist Gott“; Inschrift (Rückseite): „Liebe das Leben.“100px|zentriert Alt Breinig 70() Stolberg-Breinig um 1900 30px|rechts Schlichtes Holzkreuz auf verziertem Bruchsteinsockel und metallenem Korpus, neu geschaffen anlässlich der Restaurierung im Jahr 1977
Inschrift Sockel: „Mein Jesus Barmherzigkeit“ Inschrift Plakette: „Stationskreuz Alt Breinig 70, gestiftet um 1900 Familie Conrads, restauriert 1977 und 2023“ 100px|zentriert Alt Breinig 147() Stolberg-Breinig 19. Jh. Hohes massives Steinkreuz mit dreiteiligem Sockel auf Bodenplatte, darauf das schmucklose Kruzifix mit gezackten Balkenenden und ohne Korpus. 100px|zentriert Alt Breinig – Friedhof() Stolberg-Breinig 19. Jh. 30px|rechts Großes, massives Friedhofshochkreuz vierteiliger Sockel mit hohem Postamentsegment, am oberen Gesims des Sockels vorderseitig steinerner, halbrunder, muschelartiger Vorbau für Grablicht oder Blumenschmuck. Auf dem Sockel das hohe Kruzifix mit steinernem Korpus.
Inschrift Postament: „Der Tod ist das Tor zum Leben“ 100px|zentriert Stockemer Straße 39() Stolberg-Breinig1903 Von Privat errichtetes Steinkreuz vor der Grundstücksmauer der Hofanlage Gut Stockem. Auf Bruchsteinpodest aufgestellter zweiteiliger, verzierter Sockel, darauf das Kruzifix mit einem metallenen Korpus. Nach Beschädigung im Jahr 1978 wiederaufgestellt und 2001 restauriert durch den Eifel- und Heimatverein Breinig.
Inschrift Postament: „1903 errichtet von den Eheleuten Christian Daum und A. Mar. Kessel.“ Inschrift Sockel: „Mein Jesus Barmherzigkeit.“ Inschrift Plakette: „Restaurierung dieses Wegekreuzes im Jahre 2001 durch Eifel- und Heimatverein Breinig.“ 100px|zentriert Trappegasse() Stolberg-Breinig 1741 Verziertes, schmales Metallkreuz, eingelassen in einem kurzen Steinblock. Das Kreuz stand einst über dem Chor auf dem Dach der Vorgängerkapelle der heutigen Pfarrkirche St. Barbara. Beim Abbruch der Kapelle und dem Neubau der Kirche Mitte der 1850er-Jahre wurde das Kreuz gerettet und als Wegekreuz umgestaltet.
Inschrift Plakette: „Kreuz auf dem Chor der ersten Breiniger Kapelle 1741; Eifel- und Heimatverein Breinig“ 100px|zentriert Schomet() Stolberg-Breinig 19. Jh. Drei Meter hohes Blausteinkreuz, kräftiger Sockel im Stil eines Kreuzdachbildstocks, darauf hohes Kruzifix mit verzierten Balken und ohne Korpus. 100px|zentriert Schlangenberg() Stolberg-Breinigerberg unbekannt Schlichtes, weißes Holzkreuz mit einer aufgesetzten symbolischen Weltkugel im Achsenmittelpunkt. Anlass unbekannt. 100px|zentriert weitere Bilder Ecke Bischofsstraße – Auf der Höhe() Stolberg-Büsbach 1840 / 1849 Sockel Stationskreuz, errichtet 1840 als Steinkreuz ohne den Sockel, der erst 1849 nachträglich anlässlich des Besuchs des Kölner Erzbischofs Johannes von Geissel untergesetzt wurde. Anschließend diente das Kreuz als Station für die Fronleichnamsprozession. Später musste es mehrmals wegen Veränderungen in der Straßenführung versetzt werden, zuletzt 1986 an seinen heutigen Standort.Toni Dörflinger: Das Kreuz in der Büsbacher Ortsmitte, in: Aachener Zeitung vom 4. Juni 2021 Die Anlage besteht aus einem kräftigen Steinkreuz mit kleinem, dunklem Korpus. Dieses ist aufgesetzt auf dem nachträglich errichteten, mehrfach gegliederten, quadratischen Sockel, dem ein steinerner Blumenkübel vorgesetzt ist.
Inschrift: „Gott zeige uns den rechten Weg“ 100px|zentriert Ecke Aachener Straße – Büsbacher Berg() Stolberg-Büsbach vor 1849 Flaches, einfaches Metallkreuz auf querrechteckigem Sockel, großer weißer Korpus. Das Kreuz wurde vor 1849 anlässlich des Besuchs des Kölner Erzbischofs Johannes von Geissel aufgestellt, der vom Zentrum Stolbergs kommend an dieser Wegekreuzung nach Büsbach abbiegen musste, wo er in der Pfarrkirche St. Hubertus eine Firmung abhalten wollte. Im Jahr 2014 wurde infolge der Neuanlagen der Straßentrassen die Kreuzanlage vorübergehend entfernt und bei der anschließenden Wiederaufstellung bergauf in Richtung Büsbach ausgerichtet. Nach Protest der Anwohner erhielt das Kreuz wenige Monate später wieder seine ursprüngliche Ausrichtung talwärts in Richtung Stolberg-Zentrum.Wegekreuz gedreht: Christus blickt wieder nach Osten, in: Aachener Zeitung vom 10. Dezember 2014
Inschrift: „Mein Jesus Barmherzigkeit“ 100px|zentriert Ecke Höhenkreuzweg – Hostetstraße() Stolberg-Büsbach 1876 30px|rechts Massives Blausteinkreuz am Rande eines Privatgrundstücks. Hoher dreiteiliger Sockel, im unteren Bereich auf einer Basisstufe ein hochrechteckiges Postament, darüber ein Block mit kurzen Dreiecksgiebel zu allen vier Seiten und Dreiecksnische auf der Vorderseite. Darüber das Kruzifix mit großem, weißem Korpus.