mini|270px|Pfarrkirche St. Jakopbus der Ältere
Herrnsdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Frensdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Herrnsdorf hat eine Fläche von 16,346 km². Sie ist in 2273 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7191,42 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Ellersdorf, Lonnershof, Schlüsselau und Wingersdorf.
Geografie Das Pfarrdorf liegt auf freier Flur am linken Ufer der Reichen Ebrach. Im Nordosten ist der Mainberg (), eine bewaldete Erhebung des Steigerwaldes. Die Staatsstraße 2254 führt nach Frensdorf (3,1 km nördlich) bzw. zu einer Anschlussstelle der Bundesstraße 22 und darüber hinaus nach Zentbechhofen (3,6 km südlich). Die Staatsstraße 2260 führt an Lonnershof vorbei nach Wingersdorf (1,8 km südwestlich) und nach Röbersdorf (3 km östlich).
Geschichte Der Ort wurde um das Jahr 1127 als „Hernstorff“ erstmals urkundlich genannt. 1271 wurde der Ort „Herensdorf“ genannt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Herin, ein Grundherr des Ortes. Seit 1329 war Herrnsdorf Sitz einer Pfarrei.P. Schneider: Steigerwald, S. 210f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Herrnsdorf aus 38 Anwesen. Das Hochgericht hatte das bambergische Centamt Bechhofen im begrenzten Umfang, es hatte ggf. an das Domkapitel Bamberg auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte der Obleiherr des Domkapitel Bambergs. Grundherren waren die Oblei Herrnsberg: 4 Huben, 6 Halbhuben, 1 Dreiviertelhof, 1 Halbhof, 1 Viertelhof, 3 Güter, 8 Sölden, 5 Häuser, 1 Wirtshaus, 1 Mühle; die Pfarrei Herrnsdorf: Pfarrhaus, Schulhaus, Gemeindehaus, 4 Güter.H. Weiß: Bamberg, S. 129. Der Getreide- wie auch der Obstanbau und Wieswachs war so stark, dass man in Herrnsdorf Überschüsse hatte, die man in Bamberg verkaufte.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 632.
Im Jahre 1802 kam Herrnsdorf an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde im Jahr 1811 der Steuerdistrikt Herrnsdorf gebildet, zu dem Lonnershof gehörte. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Herrnsdorf mit den Orten Ellersdorf, Lonnershof, Schlüsselau und Wingersdorf gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Bamberg II zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Bamberg II (1919 in Finanzamt Bamberg-Land umbenannt, ab 1945 Finanzamt Bamberg-Land, ab 1945 Finanzamt Bamberg). Ab 1862 war das Bezirksamt Bamberg II (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für Herrnsdorf zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Bamberg II (1880 Amtsgericht Bamberg II umbenannt, seit 1903 Amtsgericht Bamberg).H. Weiß: Bamberg, S. 246f. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 16,342 km².
Am 1. Mai 1978 wurde Herrnsdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Frensdorf eingemeindet.
Baudenkmäler In Herrnsdorf gibt es neun Baudenkmäler: Am Seeberg 1: Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere Am Seeberg 3: Pfarrhaus mit Hofeinfahrt und Stadel An der Brennerei 1: Bauernhaus An der Brennerei 6: Bauernhaus Dorfstraße 11: Grenzstein Zentbechhofener Straße 11: Bauernhaus Zur Mühle 9: Ehemalige Mühle Bildstock Statue des Heiligen Nepomuk
Einwohnerentwicklung Gemeinde Herrnsdorf Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 561 660 661 633 621 606 646 673 751 723 669 646 626 632 673 668 648 644 601 810 877 870 730 714HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 126 123 122 121 118 116 121 128 Quelle
Ort Herrnsdorf Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2024Einwohner 241 254 277 320 282 280 356 331 346 356 418Häuser 60 59 56 54 56 61 87 Quelle
Religion Herrnsdorf ist römisch-katholisch geprägt und Sitz der Pfarrei St. Jakobus der Ältere.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Frensdorf) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Ersterwähnung 1127 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Ort an der Reichen Ebrach Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg