Hugo Julius Herzfeld (geboren 22. Dezember 1869 in Bleicherode; gestorben 3. März 1922 in Dresden) war ein deutscher Bankier.
Leben Hugo Herzfeld machte eine Banklehre in Osnabrück und wurde Bankangestellter im Berliner Bankhaus Mendelssohn & Co. Er gründete eine eigene Bank, mit der er die Aktienmehrheit der Bremer Dampfschiffahrtsgesellschaft Argo AG aufkaufte, die dann an den Norddeutschen Lloyd ging. Er selbst trat an der Börse nicht in Erscheinung, sondern beauftragte Börsenmakler. Im Jahr 1920 erwarb er die Aktienmehrheit des Bochumer Vereins für Bergbau und Gußstahlfabrikation und veräußerte sie mit Riesengewinn an Hugo Stinnes, der damit seine Rheinelbe-Union abrundete. Herzfelds nächste große Finanzoperation war die Umwandlung der Mansfelder Kupferschieferbauenden Gewerkschaft, mit circa 30.000 Beschäftigten eines der größten Unternehmen Deutschlands, in eine Aktiengesellschaft. Weiters schuf er den Konzern Vereinigte Kali-Werke Salzdetfurth.
Er war mit Mascha Michelsohn (1871–1931) verheiratet. Seine Stieftochter Vera Gutmann-Herzfeld (1894–1937) war Aufsichtsratsmitglied der Mansfelder Gesellschaft.
Literatur Hugo J. Herzfeld, in: Felix Pinner: Deutsche Wirtschaftsführer. Charlottenburg: Weltbühne, 1924, S. 191–196
Herzfeld, Hugo, in: Deutsche Biographische Enzyklopädie, Band 4, 2006, S. 774
Kategorie:Bankier Kategorie:Preuße Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1869 Kategorie:Gestorben 1922 Kategorie:Mann