Madvi Hidma (; * 1981 in Sukma, Chhattisgarh; † 18. November 2025 in Andhra Pradesh) war ein indischer Guerillakämpfer der Communist Party of India (Maoist) (CPI(M)) und langjähriger Kommandeur des Bataillon Nr. 1 der People’s Liberation Guerrilla Army (PLGA) im Bastar-Gebiet von Chhattisgarh. Er galt als einer der meistgesuchten Aufständischen Indiens und wurde von Sicherheitsbehörden mit mehreren spektakulären Anschlägen in Verbindung gebracht, darunter das Massaker von Dantewada 2010 sowie der Angriff im Darbha-Tal 2013. Am 18. November 2025 wurde Hidma zusammen mit seiner Ehefrau Raje alias Rajakka und vier weiteren CPI(M)-Kadern in den Wäldern des Bezirks Alluri Sitarama Raju (Andhra Pradesh) bei einem Gefecht mit Sicherheitskräften getötet. Beobachter werteten seinen Tod als Einschnitt im jahrzehntelangen maoistischen Aufstand in Indien.
Leben Hidma stammte aus einer indigenen Familie der Gond im Distrikt Sukma von Bastar. Er wuchs im Dorf Puvarti auf. Als Jugendlicher schloss er sich der CPI(M) an und stieg binnen weniger Jahre in Führungspositionen auf. Später gehörte er dem Zentralkomitee an und diente als Sekretär des Dandakaranya Special Zonal Committee. Wegen seiner Unauffindbarkeit in den dichten Wäldern wurde er in Medienberichten als „Geist von Bastar“ bezeichnet. Am 20. November 2025 wurde er zusammen mit seiner Frau im Heimatdorf beigesetzt. Behörden gaben sein Alter zum Todeszeitpunkt mit 51 Jahren an.
Wirken Als Kommandeur des PLGA-Bataillon Nr. 1 leitete Hidma über Jahre Operationen im Dandakaranya-Gebiet und galt als wichtigster militärischer Stratege der CPI(M) in Bastar. Sicherheitsbehörden schreiben ihm zentrale Rollen bei mehreren Großangriffen zu, darunter dem Angriff im Darbha-/Jhiram-Tal 2013 auf eine Kongress-Karawane sowie dem Massaker von Dantewada 2010; zudem wird er mit späteren Hinterhalten in Sukma und Bijapur in Verbindung gebracht. Auf ihn war ein Kopfgeld in Millionenhöhe (INR) ausgesetzt; zusammengenommen beliefen sich staatliche Prämien nach Behördenangaben auf über 10 Millionen Indische Rupien. Im Frühjahr 2025 schwächten die Sicherheitskräfte die maoistische Führung mit der Operation Black Forest, bei der nach offiziellen Angaben 31 Kämpfer in den Karregutta-Hügeln getötet wurden. Zeitgleich wurde Black Forest von Behörden als „historischer Durchbruch“ bezeichnet, welcher die Schlagkraft der Aufständischen weiter schwächte. Datenjournalistische Auswertungen und Regierungszahlen zeigen seit Jahren einen deutlichen Rückgang der maoistischen Gewalt und eine räumliche Schrumpfung der betroffenen Bezirke. Nach Hidmas Tod wurden die Sicherheitsmaßnahmen in Andhra Pradesh und an der Grenze zu Chhattisgarh weiter verstärkt und großangelegte Fahndungen fortgesetzt. Zugleich forderten Oppositionsparteien eine unabhängige Untersuchung der Umstände seiner Tötung.
Einzelnachweise
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