In der Leichtathletik bezeichnet Wind die Luftbewegung, die bei bestimmten Disziplinen gemessen und dokumentiert werden muss. Rückenwind unterstützt die Geschwindigkeit der Athleten und kann zu besseren Leistungen führen, während Gegenwind eine hemmende Wirkung hat. Die strengen Windregeln sollen faire und vergleichbare Bedingungen für Rekorde gewährleisten. Die Windgeschwindigkeit wird in Metern pro Sekunde (m/s) angegeben, wobei Rückenwind mit einem Pluszeichen (+) und Gegenwind mit einem Minuszeichen (−) gekennzeichnet wird.

Windmessung Die Windgeschwindigkeit wird bei folgenden Disziplinen gemessen:

Laufdisziplinen: 100 m, 200 m, 110/100 m Hürden und kürzere Strecken Sprungdisziplinen: Weitsprung und Dreisprung

Das Windmessgerät wird in einer Höhe von 1,22 m aufgestellt. Bei Läufen steht es 50 m vor der Ziellinie, bei Sprüngen 20 m vor der Absprunglinie.

Die Messdauer beträgt:

100 m: 10 Sekunden (ab Startschuss) 110/100 m Hürden: 13 Sekunden (ab Startschuss) 200 m: 10 Sekunden (ab Einbiegen in die Zielgerade) Weit-/Dreisprung: 5 Sekunden (ab markierter Stelle oder Anlaufbeginn)

Rekordbestimmungen Für die Anerkennung von Rekorden gilt eine maximale Rückenwindgeschwindigkeit von +2,0 m/s. Bei stärkerem Rückenwind werden die Leistungen nicht in die offiziellen Rekordlisten aufgenommen, bleiben aber innerhalb des jeweiligen Wettkampfs gültig.

Einzelnachweise

Kategorie:Leichtathletik Kategorie:Fachbegriff (Sport)