Das Castello di Roccadaspide, auch Castello Feudale Filomarino, ist eine Burg aus dem 13. Jahrhundert in Roccadaspide in der italienischen Region Kampanien. Sie liegt an der Piazza XX Settembre im Zentrum des Hauptortes auf einer Höhe über dem Flusstal des Calore Lucano.

Geschichte Die Errichtung der Burg begann vermutlich im Jahre 1245 auf Basis einer bereits vorhandenen, kleineren Burg. Man glaubt, dass Kaiser Friedrich II. das ursprüngliche Gebäude in der Folge der Ereignisse um die Verschwörung von Capaccio weiter befestigen wollte, um in diesem Bereich ein Bollwerk zum besseren Schutz des Flusstales zu schaffen. Die erhaltene, geschichtliche Dokumentation zeigt, dass es spätestens ab dem 10. Jahrhundert in Roccadaspide eine kleine Burg oder einen Turm gegeben haben muss, wogegen andere Dokumente darauf hinweisen, dass es ab 1270 – und somit bald nach den Ereignissen von 1245 – eine richtige Burg gegeben hat. Andererseits ist es sicher, dass Friedrich II. in derselben Zeit, als die Burg in Roccadaspide errichtet wurde, wegen der damaligen Kämpfe zwischen dem Kaiserreich und dem Papsttum zahlreiche Festungen zum Schutz des Tales des Calore Lucano bauen ließ.

Nach ihrem Bau beherbergte die Burg die verschiedenen Adelsfamilien, denen die Herrschaft über die Universitas von Roccadaspide gewährt wurde. Heute ist die Burg in Privatbesitz.

Beschreibung miniatur|links|Castello Feudale Filomarino von der Piazza XX Settembre aus Das Herrenhaus, das über die Jahrhunderte etlichen An- und Umbauten unterzogen wurde, zeigt sich heute in hervorragendem Erhaltungszustand; es hat einen Umfang von 400 Metern und besteht aus 33 Räumen und sieben Türmen, von den zwei einen rechteckigen und fünf einen kreisrunden Grundriss haben. Im Inneren der Mauern gibt es Räume, die einst als Gefängniszellen und Folterkammern dienten, ebenso wie Hofgärten.

Darüber hinaus ist es gesichert, dass in der Zeit des Lehenswesens um die Burg verschiedene Gebäude, die charakteristisch für das Mittelalter waren, errichtet wurden, wie z. B. ein Mauerring, Aussichtstürme, eine hölzerne Zugbrücke, eine Zisterne, zwei künstliche Tore, durch die man in das Ortszentrum gelangte, das Schlachthaus des Hofes, Läger, Schuppen, Tiergehege, der Weinkeller des Hofes und zahlreiche weitere Einrichtungen, von denen heute nur noch wenige Spuren erhalten sind.

Weblinks und Quellen

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