Das Gebiet Kohltal ist ein mit Verordnung vom 8. Oktober 2004 durch die Körperschaftsforstdirektion Tübingen ausgewiesener Bannwald (Schutzgebiet-Nummer 100027) bei Langenenslingen im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg.
Lage Das Schutzgebiet befindet sich nordöstlich von Dürrenwaldstetten (Ortsteil von Langenenslingen). Es liegt im Staatswald Zwiefalten in den Distrikten XV (Abteilungen 1 und 2) und XXII (Abteilungen 14 und Teile von 13, 15 und 16). Er umfasst das Flurstück Nr. 1022 auf Gemarkung Dürrenwaldstetten, Gemeinde Langenenslingen und einen Teil des Flurstücks Nr. 729 auf Gemarkung Upflamör, Gemeinde Zwiefalten.wnsinfo.fva-bw.de
Der südliche Teil des Bannwalds liegt im Naturschutzgebiet Tannenhalde und er ist Teil des FFH-Gebiets Glastal, Großer Buchwald und Tautschbuch.
Im Schutzgebiet liegen fünfzehn Biotope: BW „Kohltal“- Wiese Kohltal NO Ohnhülben mit der Biotopnummer 277224265937, BW „Kohltal“- Felsen Kohltal O Ohnhülben mit der Biotopnummer 277224267602, BW „Kohltal“ - Buchen-Altholz NO Ohnhülben mit der Biotopnummer 277224265942, BW „Kohltal“- Felsen im Kohltal NO Ohnhülben mit der Biotopnummer 277224260446, Pflanzenstandort im Kohltal O Ohnhülben mit der Biotopnummer 277224260462, BW „Kohltal“- Schluchtwälder O Ohnhülben mit der Biotopnummer 277224150654, BW „Kohltal“ Felsen Kohltal / Waldstetter Tal mit der Biotopnummer 277224157601, BW „Kohltal“- Buchenwald NO Ohnhülben mit der Biotopnummer 277224150454, Felsen und Blockhalden O Ohnhülben mit der Biotopnummer 277224267603, BW „Kohltal“- Höhlen Osthang O Ohnhülben mit der Biotopnummer 277224267672, BW „Kohltal“- Höhle im Seitental O Ohnhülben mit der Biotopnummer 277224157673, BW „Kohltal“ Blockhalden mit der Biotopnummer 277224157605, BW „Kohltal“ Seggen-Buchen-Wald SO Ohnhülben mit der Biotopnummer 277224150461, Blockhalden Ohnhülbertal NO Dürrenwaldstetten mit der Biotopnummer 277224260653, BW „Kohltal“- Felsband SO Ohnhülben mit der Biotopnummer 277224265939, Wald im Ohnhülber Tal SO Ohnhülben mit der Biotopnummer 277224260652.
Geologie Der Untergrund besteht aus einem Weißjura-Steilhang.
Vegetation Im Bannwald kommen laut Waldbiotopkartierung die folgenden Arten vor: Kriechender Günsel, Frauenmantel, Wald-Engelwurz, Wiesen-Kerbel, Kohldistel, Sumpf-Kratzdistel, Rasen-Schmiele, Gewöhnlicher Rot-Schwingel, Weißes Labkraut, Bach-Nelkenwurz, Acker-Witwenblume, Spitzwegerich, Breitwegerich, Mittlerer Wegerich, Scharfer Hahnenfuß, Kriechender Hahnenfuß, Wiesen-Sauerampfer, Gewöhnlicher Löwenzahn, Wiesenklee, Große Brennnessel, Gamander-Ehrenpreis, Spitzahorn, Berg-Ahorn, Wolfs-Eisenhut, Ähriges Christophskraut, Gewöhnliche Haselwurz, Mauerraute, Braunstieliger Streifenfarn, Rundblättrige Glockenblume, Nesselblättrige Glockenblume, Blaugrüne Segge, Berg-Segge, Gemeine Hasel, Zerbrechlicher Blasenfarn, Drahtschmiele, Echter Wurmfarn, Berg-Weidenröschen, Rotbuche, Gemeine Esche, Gewöhnliche Goldnessel, Waldmeister, Wald-Labkraut, Ruprechtskraut, Stinkende Nieswurz, Wald-Habichtskraut, Waldgerste, Gefleckte Taubnessel, Frühlings-Platterbse, Rote Heckenkirsche, Nickendes Perlgras, Wald-Bingelkraut, Mauerlattich, Wald-Sauerklee, Gemeine Fichte, Hain-Rispengras, Quirlblättrige Weißwurz, Alpen-Johannisbeere, Stachelbeere, Himbeere, Schwarzer Holunder, Sommerlinde, Bergulme, Laubmoose, Giersch, Gemeine Hainbuche, Roter Hartriegel, Echter Seidelbast, Gewöhnlicher Spindelstrauch, Kletten-Labkraut, Alpen-Heckenkirsche, Dunkles Lungenkraut, Echte Mehlbeere, Wald-Ziest, Wolliger Schneeball, Gemeine Stinkmorchel, Feldahorn, Stieleiche, Wald-Veilchen, Blauer Eisenhut, Aronstab, Hirschzungenfarn, Zwiebel-Zahnwurz, Gold-Kälberkropf, Wechselblättriges Milzkraut, Maiglöckchen, Breitblättriger Dornfarn, Wald-Erdbeere, Kleines Schneeglöckchen, Blutroter Storchschnabel, Echte Nelkenwurz, Ruprechtsfarn, Gemeiner Efeu, Behaartes Johanniskraut, Großes Springkraut, Wald-Witwenblume, Frühlingsknotenblume, Wald-Flattergras, Einbeere, Ährige Teufelskralle, Vielblütige Weißwurz, Hundsrosen, Roter Holunder, Knotige Braunwurz, Fuchssches Greiskraut, Alpen-Ziest, Zaun-Wicke, Weiße Segge, Behaarter Kälberkropf, Habichtskräuter, Gemeiner Wacholder, Türkenbund, Weißliche Hainsimse, Flatterulme, Wunder-Veilchen, Schwarzspecht, Rauhaarige Gänsekresse, Gewöhnliche Berberitze, Finger-Segge, Zweigriffeliger Weißdorn, Braunrote Stendelwurz, Echtes Salomonssiegel, Rispen-Steinbrech, Kalk-Blaugras, Weiße Schwalbenwurz, Ausdauerndes Silberblatt, Grünstieliger Streifenfarn, Berg-Flockenblume, Schöllkraut, Eichenfarn, Schmalblättriges Wiesen-Rispengras, Gewöhnlicher Tüpfelfarn, Gemeine Akelei, Zypressen-Wolfsmilch, Gelbes Sonnenröschen, Oregano, Sand-Thymian, Echte Betonie, Fieder-Zwenke, Echtes Johanniskraut, Pyramiden-Schillergras, Wiesen-Wachtelweizen, Lanzen-Schildfarn, Feld-Rose, Brombeeren, Gewöhnlicher Dornfarn, Dreiblättriger Baldrian, Mehlige Königskerze.
Schutzzweck Der Schutzzweck des Bannwalds ist gemäß Schutzgebietsverordnung die unbeeinflusste Entwicklung der jeweiligen Waldökosysteme mit ihren Tier- und Pflanzenarten zu sichern sowie die wissenschaftliche Beobachtung der Entwicklung zu gewährleisten. dies beinhaltet den Schutz der Lebensräume und -gemeinschaften, die sich in dem Gebieten befinden, sich im Verlauf der eigendynamischen Entwicklung innerhalb der Schutzgebiete ändern oder durch die eigendynamische Entwicklung im Laufe der Zeit entstehen. die natürliche Entwicklung von Bergwald- und Buchenwaldgesellschaften im Hangbereich und auf der Weißjura-Hochfläche zu sichern sowie die langfristige Beobachtung unbeeinflusster Sukzessionsabläufe auf nicht naturnah bestockten Teilflächen zu ermöglichen.
Betreuung Wissenschaftlich betreut wird der Bannwald durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (BVA).
Siehe auch Liste der Bannwälder in Baden-Württemberg
Weblinks mit Verordnung, Datenauswertebogen und Karte schwaebische.de
Einzelnachweise
Kategorie:Waldschutzgebiet im Landkreis Biberach Kategorie:Schutzgebiet in Zwiefalten Kategorie:Schutzgebiet in Langenenslingen Kategorie:Schutzgebietsgründung 2004