Das Gebiet Burgbrünnele ist ein mit Verordnung vom 3. Mai 2004 durch die Körperschaftsforstdirektion Freiburg ausgewiesener Bannwald (Schutzgebiet-Nummer 100631) bei Illingen im Enzkreis in Baden-Württemberg.
Lage Der Bannwald liegt im Staatswald Maulbronn rund ein Kilometer südlich von Illingen-Schützingen und zwei Kilometer nordöstlich von Mühlacker-Lienzingen. Er umfasst die Abteilungen 3 und 4 sowie Teile der Abteilung 5 des Staatswald-Distriktes VII „Metterbach“. Er wird im Norden vom Gemeindewald Illingen, im Osten von der K 4510 und im Süden vom Weinberg „Neue Weinberge“, vom Gemeindewald Illingen und dem Schonwald „Burgberg“ begrenzt. Aus kulturhistorischen Gründen wurden die keltischen Grabhügel und Schanzen im Westen der Abteilung 5 nicht in den Bannwald einbezogen.https://wnsinfo.fva-bw.de/waldschutzgebiete/801631/ Im Südosten grenzt der Bannwald an den Schonwald Burgberg. Im Norden grenzt der Bannwald an das Landschaftsschutzgebiet Eselsburger Tal mit Buigen und angrenzenden Geländeteilen Der Bannwald liegt im Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Er ist Teil des FFH-Gebiets Stromberg (FFH-Gebiet) und des Vogelschutzgebiets Stromberg. Der Bräuningsbach entspringt im Bannwald.
Im Schutzgebiet liegen fünf Biotope: Traubeneichen-Hainbuchenwald SW "Burgberg" 2 mit der Biotopnummer 270192365691, Strukturreicher Waldbestand am Burgberg mit der Biotopnummer 270192364218, Quellbereich am Burgberg SW Schützingen mit der Biotopnummer 270192365563, Bäche im Lienzinger Hau SW Schützingen mit der Biotopnummer 270192366634 und Hohlweg NO Neue Weinberge mit der Biotopnummer 270192364225.
Geologie Der Untergrund besteht mehrheitlich aus einem Rutschhang. Eine geringere Rolle beim Untergrund spielen kalkreiche Keuper-Mischböden.
Vegetation Im Bannwald kommen laut Waldbiotopkartierung die folgenden Arten vor: Feldahorn, Gewöhnliche Rosskastanie, Knoblauchsrauke, Bärlauch, Gemeine Akelei, Bärenschote, Wald-Frauenfarn, Schwarze Tollkirsche, Pfirsichblättrige Glockenblume, Nesselblättrige Glockenblume, Spring-Schaumkraut, Blaugrüne Segge, Sparrige Segge, Winkel-Segge, Gemeine Hainbuche, Großes Hexenkraut, Gemeiner Wirbeldost, Maiglöckchen, Eingriffeliger Weißdorn, Wald-Knäuelgras, Rasen-Schmiele, Drahtschmiele, Großblütiger Fingerhut, Echter Wurmfarn, Zypressen-Wolfsmilch, Rotbuche, Verschiedenblättriger Schwingel, Gemeine Esche, Gemeiner Hohlzahn, Wald-Labkraut, Ruprechtskraut, Echte Nelkenwurz, Gemeiner Efeu, Stinkende Nieswurz, Wald-Habichtskraut, Kleines Springkraut, Gemeiner Rainkohl, Schwärzende Platterbse, Gewöhnlicher Liguster, Weißliche Hainsimse, Wiesen-Wachtelweizen, Wald-Bingelkraut, Wald-Flattergras, Mauerlattich, Waldkiefer, Wald-Rispengras, Hain-Rispengras, Erdbeer-Fingerkraut, Vogelkirsche, Schlehdorn, Traubeneiche, Stieleiche, Gewöhnliche Robinie, Feld-Rose, Filz-Brombeere, Knäuel-Ampfer, Wald-Sanikel, Knotige Braunwurz, Speierling, Elsbeere, Wald-Ziest, Große Sternmiere, Straußblütige Wucherblume, Salbei-Gamander, Winterlinde, Bergulme, Große Brennnessel, Gamander-Ehrenpreis, Weiße Schwalbenwurz, Schönes Widertonmoos, Aronstab, Wald-Trespe, Rapunzel-Glockenblume, Berg-Segge, Wald-Segge, Gewöhnliches Knäuelgras, Gewöhnlicher Spindelstrauch, Ährige Teufelskralle, Vielblütige Weißwurz, Hohe Schlüsselblume, Wildbirne, Zweiblättriger Blaustern, Sommerlinde, Gewöhnlicher Klettenkerbel, Berg-Ahorn, Bitteres Schaumkraut, Wiesen-Schaumkraut, Gewöhnlicher Wasserdost, Kriechender Hahnenfuß, Schwarzer Holunder, Geflügelte Braunwurz, Bittersüßer Nachtschatten, Bachbunge, Palustriella commutata, Welliges Sternmoos, Schwarz-Erle, Brombeeren, Wald-Zwenke, Sichelblättriges Hasenohr, Acker-Glockenblume, Weißes Waldvöglein, Roter Hartriegel, Zweigriffeliger Weißdorn, Breitblättrige Stendelwurz, Flachblättriger Rot-Schwingel, Savoyer Habichtskraut, Blasses Knabenkraut, Gewöhnlicher Tüpfelfarn, Nickendes Leimkraut.
Schutzzweck Der Schutzzweck des Bannwalds ist gemäß Schutzgebietsverordnung die unbeeinflusste Entwicklung eines Buchen-Mischwaldökosystems, das repräsentativ für den Stromberg ist, mit seinen Tier- und Pflanzenarten zu sichern sowie die wissenschaftliche Beobachtung der Entwicklung zu gewährleisten. Dies beinhaltet den Schutz der Lebensräume und -gemeinschaften, die sich im Gebiet befinden, sich im Verlauf der eigendynamischen Entwicklung des Waldbestandes ändern oder entstehen.
Betreuung Wissenschaftlich betreut wird der Bannwald durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (BVA).
Siehe auch Liste der Bannwälder in Baden-Württemberg
Weblinks
mit Verordnung, Datenauswertebogen und Karte https://www.alltrails.com/de/route/germany/baden-wurttemberg/weinwanderung-schutzingen
Einzelnachweise
Kategorie:Waldschutzgebiet im Enzkreis Kategorie:Geographie (Illingen, Württemberg) Kategorie:Schutzgebietsgründung 2004