alternativtext=Logo der Stiftung Würth mit roter Bildmarke und schwarzer Schrift der Wortmarke|mini|Logo der Stiftung Würth Die Stiftung Würth gehört zu den gemeinnützigen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland. Als Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Künzelsau, deren Gründung 1987 auf den Unternehmer Reinhold Würth und seiner Frau Carmen zurückgeht, verfolgt sie gemeinnützige und mildtätige Zwecke. Die Stiftung Würth fördert vielseitige Projekte in den Bereichen Bildung & Wissenschaft, Soziales & Integration sowie Kunst & Kultur. Sie konzentriert sich bei ihrer Arbeit vorrangig auf ihre eigenen Einrichtungen und langjährigen Projekte. Der Aktivitätenschwerpunkt der Stiftung Würth liegt in der Region Hohenlohe. Sie möchte Menschen ermutigen, eine Zukunft zu gestalten, an der alle teilhaben.

Förderbereiche Reinhold und Carmen Würth gründeten die Stiftung Würth im Jahr 1987, um das kulturelle und soziale Engagement der Würth-Gruppe zu bündeln und dessen kontinuierliche Fortsetzung zu gewährleisten. Seit Gründung der Stiftung hat sich der Förderbereich mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen kontinuierlich ausgeweitet. Neben ihren eigenen Aktivitäten trägt sie zur Umsetzung von Projekten anderer Organisationen mit Schwerpunkt auf der Region Hohenlohe bei, die im Einklang mit den Stiftungszwecken stehen.

Bildung & Wissenschaft In der Arbeit der Stiftung Würth steht der Einsatz für gute Bildung an erster Stelle. Bildung und Wissenschaft sind das Fundament für eine erfolgreiche und zukunftsfähige Gesellschaft. Sie fördern individuelle Entwicklung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Stiftung Würth begleitet Menschen auf ihrem Bildungsweg und eröffnet neue Perspektiven.

Die Freien Schulen Anne-Sophie in Künzelsau und Berlin, deren Trägerin die Stiftung Würth ist, stehen im Zentrum des vielfältigen Bildungsengagements. „Jedes Kind soll die Schule als Gewinner verlassen“ – das ist die Leitlinie, die Bettina Würth als Mitglied des Aufsichtsrats der Stiftung Würth und als Initiatorin der Schulen vorgegeben hat. Beide sind staatlich anerkannte Schulen mit Ganztagsbetreuung für alle Bildungsgänge – von der Grundschule bis zum Abitur. Die Schulen arbeiten nach einem eigenen pädagogischen Konzept.

Mit der Gründung des Kompetenzzentrums Ökonomische Bildung im Jahr 2005 hat die Stiftung Würth sich zum Ziel gesetzt, wirtschaftliche Themen stärker im Schulunterricht zu verankern und die berufliche Orientierung von Jugendlichen in Baden-Württemberg zu fördern. Das Kompetenzzentrum vergibt jährlich den Würth Bildungspreis für weiterführende allgemeinbildende Schulen und den Landespreis der Werkrealschule, organisiert die „Handwerkstatt“ als Maßnahme zur beruflichen Orientierung für Schüler und die Fortbildung „Wirtschaftspraxisprogramm für Lehrkräfte“ sowie ein Führungskräftesymposium.

Darüber hinaus ist die Stiftung Würth seit 2005 Trägerin der Stiftung zur Förderung der Reinhold-Würth-Hochschule des Campus Künzelsau der Hochschule Heilbronn. Ihr Zweck ist die Unterstützung von Wissenschaft, Forschung und Lehre durch die Förderung von Projekten. Im Jahr 2019 investierte die Stiftung Würth einen zweistelligen Millionenbetrag in die Erweiterung der Reinhold-Würth-Hochschule am Campus Künzelsau mit einem Vorlesungs- und Hörsaalgebäude mit Büroräumen sowie einem Institutsgebäude mit entsprechender Ausstattung. Auch der Campus Schwäbisch Hall der Hochschule Heilbronn wird unterstützt.

An der Eberhard Karls Universität Tübingen unterstützt die Stiftung die Tübinger Poetik-Dozentur, ein Projekt am Deutschen Seminar, das Studenten, Dozenten und der breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit gibt, mit bekannten Autoren ins Gespräch zu kommen.

Soziales & Integration Der Mensch steht im Mittelpunkt des Handelns der Stiftung Würth, unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht und kognitiven Fähigkeiten. Ihr Ziel ist es, Barrieren zwischen Menschen abzubauen und sie am besten ganz zu beseitigen.

Carmen Würth, die gemeinsam mit ihrem Mann die Stiftung Würth gründete, setzt sich für die Belange derer ein, die in unserer Gesellschaft benachteiligt oder ausgegrenzt werden. Die Stiftung Würth folgt mit ihren Projekten im Bereich Integration dem Vorbild ihrer Stiftungsgründerin. Sie fördert soziale Integration, etwa durch die Veranstaltung eines Musikfests für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Auch die Mitfinanzierung der Markus Würth Stiftungsprofessur für Kinderneuroorthopädie und Cerebralparese an der Technischen Universität München (TUM) zur Förderung der Grundlagenforschung zum Wohle von Menschen mit Behinderung ist seit 2012 Teil ihres umfassenden Engagements.

Die Stiftung engagiert sich unter anderem seit 2009 für das Kinderzentrum Ümüt-Nadjeschda für körperbehinderte und entwicklungsverzögerte Kinder in Bischkek, Kirgisistan. Außerdem unterstützt sie die Andreas-Fröhlich-Schule Krautheim, ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Seit 2013 gibt es das Musikfest der Stiftung Würth – Das Festival der besonderen Art, bei dem Musikgruppen mit Förderbedarf auftreten. Auf Initiative von Carmen Würth unterstützt die Stiftung Würth die Gemeinschaft „Estia Agios Nikolaos“ (St.-Nikolaus-Heim), ein integratives Dorf in Galaxidi, Griechenland, in dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigung ab 18 Jahren zusammen in Familiengemeinschaften leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen.

Weiter fördert die Stiftung Würth den gemeinnützigen Verein iThemba Labantu mit Sitz in München, der es sich in erster Linie zur Aufgabe gemacht hat, die Lebenssituation der Menschen in den Townships von Südafrika zu verbessern. Unter anderem hat die Stiftung 2020 eine Patenschaft für eine Schulklasse und unterstützte finanziell den Philipp Lahm Sportsground. Die Stiftung unterstützt zudem den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

Kunst & Kultur Die Stiftung Würth fördert Kunst, Literatur und Musik – Bereiche, die den Stiftungsgründern Carmen und Reinhold Würth seit jeher wichtig sind. In diesen drei Bereichen fördert die Stiftung Würth Autoren, Künstler und Musiker durch die Vergabe von Preisen. Die Preisverleihungen sind öffentlich und ohne Eintritt zugänglich, alle Kunst-, Musik- und Literaturbegeisterten sind herzlich eingeladen.

Seit 1991 vergeben die Jeunesses Musicales Deutschland und die Stiftung Würth den Würth-Preis der Jeunesses Musicales Deutschland. Für zeitgenössische bildende Künstler lobt die Stiftung Würth seit 1993 den Robert-Jacobsen-Preis aus, der an den dänischen Bildhauer Robert Jacobsen erinnert. Der Würth-Preis für Europäische Literatur wird seit 1997 alle zwei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, die im Schnittpunkt unterschiedlicher Kulturen arbeiten, die sich mit europäischen Kulturtraditionen auseinandersetzen oder sich Problemen widmen, die in ihrem Land erst durch europäische Einflüsse entstanden sind.

Die Stiftung unterstützt regelmäßig besonders bedeutsame Projekte anderer Veranstalter, darunter den Hohenloher Kultursommer sowie der dort alle zwei Jahre stattfindende Internationale Violinwettbewerb der Kulturstiftung Hohenlohe, der sich an hochbegabte junge Künstler aller Nationen unter 21 Jahren wendet. und die Junge Oper Schloss Weikersheim.

Organisation Die Stiftung Würth ist eine rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts. Sie verfolgt ausschließlich gemeinnützige und mildtätige Zwecke. Unterstützt werden die Aktivitäten der Stiftung Würth durch die Gesellschaften der Würth-Gruppe in Deutschland, insbesondere durch die Adolf Würth GmbH & Co. KG. Stiftung und Unternehmen arbeiten inhaltlich unabhängig voneinander, was eine klare Trennung zwischen ökonomischen und philanthropischen Gesichtspunkten bedeutet. Sitz der Stiftung ist Künzelsau.

Die Stiftungsorgane sind der Vorstand und der Aufsichtsrat. Der Vorstand führt die Geschäfte der Stiftung. Nach dem Willen der Stifter gehören dem Aufsichtsrat Mitglieder der Familie und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens an, der Aufsichtsrat berät und kontrolliert den Vorstand. Vorsitzender des Vorstands ist derzeit Johannes Schmalzl und stellvertretender Vorsitzender des Vorstands ist Ulrich Roth. Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Reinhold Würth.

Weblinks Website der Stiftung Würth Markus Würth Stiftungsprofessur für Kinderneuroorthopädie und Cerebralparese

Einzelnachweise

Wurth Kategorie:Organisation (Künzelsau) Kategorie:Reinhold Würth Kategorie:Erstverleihung 1998 Kategorie:Würth-Gruppe Wurth