Jakob Karol, auch Jacob Karol (* 18. Januar 1889 in Lemberg, Österreich-UngarnQuelle: Meldezettel im Bestand der Wiener Stadt- und Landesbibliothek.; † 12. Dezember 1932 in Prein an der Rax), war ein österreichischer Filmproduzent und Filmproduktionsleiter.

Leben und Wirken Über Karols Herkunft und Ausbildung ist derzeit nichts bekannt. Der Bruder von Wilhelm Karol soll rund ein Vierteljahrhundert lang in der Filmbranche gewirkt haben. Er war zunächst in Wien tätig, wo er im Juli 1918 die Karol Filmvertriebs-Gesellschaft m.b.H. gründete.Aus dem Handelsregister, in: Neue Kino-Rundschau, Nr. 101, Jg. 1919, S. 54 Im Januar 1921 gründete er in Berlin gemeinsam mit Louis von Sonnenberg die Filma Film-Vertriebs-Gesellschaft m.b.H.Handelsregister Berlin HRB Nr. 20018, im Februar mit Ernst Hugo Correll die Albertini Filmgesellschaft m.b.H.Handelsregister Berlin HRB Nr. 20239 und im September die Maciste Märkische Cinomatographische Theatergesellschaft m.b.H.Handelsregister Berlin HRB Nr. 21720 Zweck der letztgenannten Firma war laut Handelsregistereintrag die "Herstellung und der Vertrieb von Filmen und aller anderen für ein kinomatographisches Theater erforderlichen Betriebsmittel sowie der Erwerb von Filmtheatern und ihre Verpachtung".

Im Februar 1922 folgte die Gründung der Produktionsfirma Jacob Karol-Film GmbH.Handelsregister Berlin HRB Nr. 23449 Bei der Albertini Filmgesellschaft stieg er im März ausEintrag im Berliner Handelsregister am 8. Mai 1922, wurde aber in dem Jahr auch noch Geschäftsführer an der Seite seines Bruders bei der Rialto-Film-Compagnie GmbHHRB Nr. 19779, Eintrag im Berliner Handelsregister am 10. Juli 1922.

Als Produzent machte er sich vor allem einen Namen mit der Herstellung aller vier deutschen Maciste-Streifen (1922/23) mit dem italienischen Muskelmann Bartolomeo Pagano in der Titelrolle. Bereits 1928 stellte Karol seine Filmherstellung wieder ein und ließ sich von der Europa-Filiale der US-Filmgesellschaft Paramount anheuern. Für diesen Produktionsgiganten stellte Jakob Karol zu Beginn der Tonfilmära in Joinville bei Paris als Produktionsleiter eine Reihe von deutschsprachigen Versionen US-amerikanischer Filme her. Wenig später erkrankte er schwer, begab sich in ein Wiener Sanatorium und verstarb noch vor dem Jahresende 1932 in einem nahegelegenen österreichischen Dorf.

Filmografie bis 1928 als Produzent, danach als Produktionsleiter 1922: Maciste und der Sträfling Nr. 51 1922: Maciste und die Tochter des Silberkönigs 1922: Man soll es nicht für möglich halten oder Maciste und die Javanerin 1923: Maciste und die chinesische Truhe 1923: Der Tiger des Zirkus Farini 1925: Eine Minute vor Zwölf 1927: Grand Hotel …! 1927: Artisten 1928: Das letzte Souper 1931: Zum Goldenen Anker 1931: Die nackte Wahrheit 1931: Die Nächte von Port Said 1932: Marco, der Clown

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Einzelnachweise

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