Else Kündinger (oft als Else Kündiger geführt; * 5. Mai 1885 als Elisabeth Marie Kündinger in Mannheim;Stadtarchiv Mannheim, Geburtsregister Standesamt Mannheim, Nr. 737/1885 (online auf Ancestry.com, kostenpflichtig); vgl. auch Else Kündinger in den Akten der Reichsfilmkammer † 23. Dezember 1967 in MünchenSterberegister Standesamt München IV, Nr. 2912/1967, zitiert nach dem amtlichen Vermerk im Geburtsregister) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben und Wirken Die Tochter des Hofmusikus Kanut Kündinger und seiner Frau Marie, geb. Bundschu, trat bereits in jungen Jahren unter Max Reinhardt auf, etwa 1911 an der Seite Alexander Moissis in „König Oedipus“. Ihren Durchbruch an der Bühne erlangte sie in den letzten Jahren vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs an den Münchner Kammerspielen – einer Spielstätte, der sie auch nach 1918 unter der Leitung Otto Falckenbergs viele Jahre lang die Treue halten sollte. Ihre erste tragende Rolle spielte Kündinger dort im Februar 1912 in August Strindbergs Stück „Vater“.Eintrag in Erich Mühsams Tagebuch vom 26. Februar 1912 Am gleichen Ort wurde sie auch mit der Leitung des Kostümwesens betraut. In späteren Jahren band sich die Künstlerin nicht mehr fest an ein Haus. Nebenbei nahm Kündinger bereits zu Stummfilmzeiten die eine oder andere kleine Rolle vor der Kamera an. Vor allem im Dritten Reich war Else Kündinger beim Film recht gut beschäftigt, wo sie öfters als Honoratiorin eingesetzt wurde (Bürgermeister-Gattin in Spiel auf der Tenne, Baronin in Der arme Millionär, Leiterin eines Kinderheims in Tonelli). Sie stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Kündinger, Else. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 389f.

Nach dem Krieg war sie sowohl an der Bühne als auch vor der Kamera kaum mehr zu sehen.

Der Pianist Rudolf Kündinger war der Bruder ihres Vaters und somit ihr Onkel.

Filmografie 1916: Lebenswogen 1925: In den Sternen steht es geschrieben 1926: Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren 1929: Wenn der weiße Flieder wieder blüht 1932: Kreuzer Emden 1933: Mit dir durch dick und dünn 1937: Der Katzensteg 1937: Spiel auf der Tenne 1939: Der arme Millionär 1940: Das sündige Dorf 1940: Der Herr im Haus 1940: Das Fräulein von Barnhelm 1942: Peterle 1943: Der unendliche Weg 1943: Tonelli 1948: Frech und verliebt 1949: Die drei Dorfheiligen 1959: Eine Dummheit macht auch der Gescheiteste (Fernsehfilm)

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Einzelnachweise

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