Gustav Anton Weiss (auch Weiß; * 14. Mai 1886 in München; † 24. Februar 1961 ebenda) war ein deutscher Kameramann beim Spiel- und Dokumentarfilm.

Leben und Wirken Über Gustav Weissens frühe Jahre ist nur wenig bekannt. Der Sohn eines gleichnamigen SpenglersStadtarchiv München, Geburtsregister Standesamt München, Nr. 3497/1886 (online; PDF; 121 MB). machte nach dem Besuch der Volksschule zunächst eine Ausbildung zum Fotografen. Ab 1915 zum Frontdienst eingezogen,Bundesarchiv, Akten der Reichsfilmkammer, Personalakte Gustav Weiß, R 9361-V/117428 (vgl. Eintrag im Archivportal-D). wurde er kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs von der Emelka als Chefkameramann übernommen und nach seinem Debüt 1919 in den ersten Jahren erfahreneren Kollegen wie Franz Planer, Franz Koch und Karl Attenberger zur Seite gestellt. Mitte der 1920er Jahre ist er als Bildgestalter bei einigen Kultur- bzw. Dokumentarfilmen der Emelka nachzuweisen.

In den 1930er Jahren drehte Weiss überwiegend Kurzspielfilme, darunter den Komödienklassiker Im Photoatelier mit Karl Valentin. Bemerkenswert ist aus dieser Zeit seine Kameraarbeit zu dem ungewöhnlichen Science-Fiction-Kurzfilm Weltraumschiff I startet (1940) unter der Regie von Anton Kutter, mit dem Weiss in seiner Karriere recht häufig zusammenarbeiten sollte. 1940 fotografierte er als Juniorpartner Willy Wintersteins den abendfüllenden NS-Propagandafilm Achtung! Feind hört mit!.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lichtete Gustav Weiss nur noch zwei in den österreichischen Alpen spielende Leinwanddramen ab, darunter Kutters Kassenschlager Das Lied von Kaprun mit dem Kollegen Josef Kirzeder. Anschließend setzte sich der zuletzt in Grünwald ansässige Kameramann zur Ruhe. Er starb 1961 im Klinikum rechts der Isar in München.Stadtarchiv München, Sterbebuch Standesamt München II, Nr. 544/1961 (vgl. Namensverzeichnis zum Sterbebuch 1961; PDF; 49 MB).

Gustav Weiss war von 1909 bis zu seinem Tod mit Margareta „Meta“ Rupp verheiratet. Der gemeinsame Sohn Gustav Arnold „Gustl Arno“ Weiss (1910–1944) war ab 1928 als Kamera-Assistent tätigBundesarchiv, Akten der Reichsfilmkammer, Personalakte Gustl Arnold Weiß, R 9361-V/113682 (vgl. Eintrag im Archivportal-D). und kam im Zweiten Weltkrieg als Kriegsberichterstatter auf dem Gebiet der heutigen Ukraine ums Leben.Landesarchiv Berlin, Sterbebuch Standesamt Berlin-Wilmersdorf, Nr. 1454/1944 (online bei Ancestry, kostenpflichtig).Bundesarchiv, Kartei der Verlust- und Grabmeldungen gefallener deutscher Soldaten 1939–1945 (online bei Ancestry, kostenpflichtig).

Filmografie

Weblinks (hier fälschliche Zuordnung der Filme seines Sohnes Gustl Arno Weiss) (hier fälschliche Zuordnung der Filme seines Sohnes Gustl Arno Weiss)

Einzelnachweise

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