Dalborn ist eine der 19 Ortschaften der lippischen Stadt Blomberg in Nordrhein-Westfalen in Deutschland.
Geographie Die Ortschaft liegt auf einer Höhe von 120 bis , rund zehn Kilometer nordwestlich der Blomberger Stadtmitte und zählt 87 Einwohner auf einer Fläche von 284,34 Hektar.
Geschichte Gründung Dalborn wurde im 12. Jahrhundert als Waldhufendorf gegründet, eine im Mittelalter weit verbreitete Siedlungsform in Deutschland. Hierbei handelt es sich um ein Reihendorf, bei dem der Landbesitz meist doppelzeilig an die Hoflage anschließt.
Ersterwähnung / Ortsname 1256 wurde Dalborn als Dalberne erstmals schriftlich erwähnt.Im Laufe der Jahrhunderte sind folgende Versionen ebenfalls als Ortsnamen belegt: Dalbern (1269), Dalberen (1278), Dalherne (1281), Dalberne (1402; 1460, im Urbar Möllenbeck), Dalbernen (1474 bis 1480, im Güterverzeichnis Möllenbeck), Dalberen (1497, im Landschatzregister), Dalbernn (1507, im Landschatzregister), Dalbrun (1528), Dalberenn (1535), Dalborne (1618, im Landschatzregister), Dalbern (1620, im Salbuch), Dalberen (1721) sowie Dalbern (1806, in einer Karte von Karl Ludwig von Le Coq).Birgit Meineke: Die Ortsnamen des Kreises Lippe. (= Westfälisches Ortsnamenbuch Band 2). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-89534-842-6, S. 115f. ()
19. Jahrhundert Etwa im Jahr 1880 wurde die ehemalige Gemeinde Donop aufgelöst und auf die neuen Gemeinden Altendonop, Dalborn und Kirchdonop aufgeteilt. Auch das Rittergut Altendonop wurde selbständig und somit einer Gemeinde gleichgestellt. Etwa im Jahr 1890 wurde die Gemeinde Kirchdonop in Donop umbenannt.
20. Jahrhundert Die zuvor selbständige Gemeinde wurde im Rahmen der Kommunalreform am 1. Januar 1970 zu Blomberg eingemeindet. Der Kreis Detmold ging mit Dalborn bzw. Blomberg am 1. Januar 1973 im Zuge der nordrhein-westfälischen Kreisreform im Rahmen des Bielefeld-Gesetzes durch Vereinigung mit dem Kreis Lemgo im heutigen Kreis Lippe auf.
Politik 2010 übernahm Wilhelm Sigges das Amt des Ortsvorstehers von Otto Beermann, der das Amt 40 Jahre ausübte.Wo das halbe Dorf mitzieht, auf lz.de
Seit 2020 ist Stefanie Beermann Ortsvorsteherin des Dorfes und löst den langjährigen Ortsvorsteher Wilhelm Sigges ab.Ortsvorsteher der Stadt Blomberg Stand 29. April 2021, auf blomberg-lippe.netStefanie Beermann, Ortsvorsteherin in Dalborn: "Jeder hat seinen eigenen Wohlfühlort", auf lz.de
Kultur und Sehenswürdigkeiten Zur Kirche gehen die Dorfbewohner im benachbarten Cappel, während die Kinder die Grundschule in Großenmarpe besuchen.
Sehenswürdigkeiten In Dalborn gibt es eine Anzahl sehenswerter Fachwerkhäuser mit verzierten Torbögen und Inschriften, sowie die ehemalige Drostenmühle (auch als Dalborner Mühle bezeichnet), die allerdings außer Betrieb ist.
Literatur Jörg Armin Kranzhoff: Dalborn – Chronik eines lippischen Dorfes. Lippe Verlag, Lage 2018, ISBN 978-3-89918-062-6.
Weblinks
Homepage von Dalborn Dalborn Hausinschriften
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Blomberg Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Lippe) Kategorie:Gemeindegründung 1880 Kategorie:Gemeindeauflösung 1970 Kategorie:Gegründet im 12. Jahrhundert