mini|„Wegen des Coronavirus bis auf weiteres geschlossen! Bleibt gesund!“ Zettel am Goldenen Handschuh Die COVID-19-Pandemie tritt in Hamburg seit 2020 als Teil der weltweiten COVID-19-Pandemie und im Besonderen der COVID-19-Pandemie in Deutschland auf. Die Pandemie betrifft die neuartige Erkrankung COVID-19. Diese wird durch das Virus SARS-CoV-2 aus der Gruppe der Coronaviridae verursacht und gehört in die Gruppe der Atemwegserkrankungen.Lungenärzte im Netz: . Online unter www.lungenaerzte-im-netz.de. Abgerufen am 4. April 2020. Ab dem 11. März 2020 stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Ausbruchsgeschehen des neuartigen Coronavirus als weltweite Pandemie ein.Tagesschau: "Tief besorgt". WHO spricht von Corona-Pandemie. 11. März 2020. Online unter www.tagesschau.de. Abgerufen am 4. April 2020.
Verlauf In Hamburg wurde am 27. Februar 2020 ein Arzt der Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) als betroffen gemeldet. Er war zuvor im Trentino im Norden Italiens gewesen. (Deutsche Presse-Agentur) Bereits seit dem 27. Februar 2020 galten Teile von Norditalien laut Robert Koch-Institut als COVID-19-Risikogebiet.Robert Koch-Institut (Hrsg.): COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2): Risikogebiete, Stand: 27. Februar 2020. Veröffentlicht auf der Website des RKI. (Memento in archive.org) Es handelte sich um den ersten positiv getesteten Fall in Hamburg. Der Mann wohnte jedoch in Henstedt-Ulzburg in Schleswig-Holstein. Am 2. März wurde mit einer Reiserückkehrerin aus dem Iran, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls ein RKI-Risikogebiet, ein dritter COVID-19-Fall aus Hamburg gemeldet. Bis zum 5. März 2020 stieg in der Hansestadt Hamburg die Zahl der Coronavirus-Infektionen weiter an. Die Gesundheitsbehörde gab an, dass die neu gemeldeten Fälle nicht miteinander in Beziehung stünden, was die Rückverfolgung der Infektionsketten erschwere. Seit Mitte Mai 2020 wurden nur noch vereinzelt Neuinfektionen gemeldet. Seit Ende Juli stieg die Zahl wieder stärker an.
Am 1. August 2020 betrug die Zahl der positiv Getesteten 5400 Personen, von denen laut RKI 5.360 entweder genesen oder verstorben waren. Damit gab es in Hamburg weniger als 50 offene Infektionsfälle.
Am 21. August 2020 gab das RKI fast 6.000 Infektionen, 5.300 Genesene und 265 Verstorbene an. Die Zahl der offenen Fälle stieg damit auf fast 450 Fälle.
Am 31. August 2020 meldete das RKI aktuell 6.250 Infektionen, darunter 5.500 Genesene und damit 750 offene Fälle.
Am 4. September waren Corona-Tests von 250 Reise-Rückkehrern verschwunden.
Am 19. September meldeten Marylyn Addo und andere Professoren der UKE, dass in Sachen Corona „das Schlimmste“ überstanden sei.
Am 26. September gab es den höchsten Anstieg seit Monaten. Auslöser waren u. a. Infektionen in der Schanzenbar. In Hamburgs Krankenhäusern wurden 30 COVID-19-Patienten behandelt. Gemäß dem DIVI befanden sich 9 davon in Intensivbehandlung.
Am 5. Oktober 2020 befanden sich 11 Personen in Intensivstationen. 8 davon mussten beatmet werden. Bei aktuell 8.240 Infektionen und 6.800 Genesenen gab es 1.440 offene Fälle. Es gab mehrere Neuinfektionen in Alten- und Pflegeheimen.
Am 12. Oktober befanden sich 18 Personen in Intensivstationen. 7 davon mussten beatmet werden. Bei aktuell 8.960 Infektionen und 7.100 Genesenen gab es mit 1.860 offenen Fällen 400 mehr, als in der Vorwoche.
Am 13. Oktober 2020 meldete das RKI 8.000 Infektionen für Hamburg.
Am 20. Oktober 2020 wurden über 10.000 Infektionen für Hamburg gemeldet,
Am 16. November 2020 gab es über 20.000 Infektionen.
Am 16. Dezember 2020 gab es über 30.000 Infektionen.
Am 1. Januar 2021 wurde die Marke von 500 Toten überschritten.
Am 9. Januar gab es in Hamburg insgesamt über 40.000 bekannte Infektionen.
Am 17. März 2021 ist die 7-Tage-Insidenz über die 100er-Grenze gestiegen. Auf 100.000 Einwohner kamen binnen 7 Tagen 100,9 Neuinfektionen.
Am 28. April 2021 fiel die 7-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut unter die 100er-Grenze. Bereits seit dem 16. April hatte Hamburg die zweitniedrigste 7-Tage-Inzidenz bundesweit.
Am 25. Januar 2022 betrug die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen 226.074, von denen laut RKI 143.000 als genesen angesehen werden. Die Inzidenz war auf dem Höchstwert von 2051,3. Insgesamt waren bis zu dem Zeitpunkt 2085 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.6.559 neue Corona-Fälle in Hamburg - Inzidenz über 2.000 bei ndr.de vom 26. Januar 2022
Statistik Infektionsfälle Bestätigte Infektionen (kumuliert) in HamburgHier sind Fälle aufgelistet, die dem RKI über den Meldeweg oder offizielle Quellen mitgeteilt wurden. Da es sich um eine sehr dynamische Situation handelt, kann es zu Abweichungen oder Verzögerungen zwischen den RKI-Fällen und Angaben anderer Stellen, etwa der betroffenen Bundesländer oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO), kommen.Zu dem Anstieg am 12. Mai 2020 heißt es beim RKI: „Die Daten aus Hamburg wurden erneut validiert, sodass im Vergleich zu gestern 180 Fälle mehr gezählt werden, die jedoch auch schon länger zurückliegende Meldedaten haben.“Am 25. März und am 22. April 2020 wurden aus technischen Gründen keine Daten aus Hamburg übermittelt.Für den 14. Juni 2020 teilt das RKI mit: Am 6. und 8. Sept. wurden keine Daten aus Hamburg übermittelt.(nach Daten des RKI aus COVID-19-Pandemie in Deutschland)
Bestätigte Infektionen (neue Fälle) in Hamburg(nach Daten des RKI aus COVID-19-Pandemie in Deutschland)
7-Tage Inzidenz in Hamburg / 100.000 Einwohner
Hinweis: Anzahl der neu bekannten Infektionen der letzten 7 Tage bezogen auf 100.000 Einwohner.
Todesfälle Bestätigte Todesfälle (kumuliert) in Hamburg(nach Daten des RKI aus COVID-19-Pandemie in Deutschland)
Bestätigte Todesfälle (täglich) in Hamburg(nach Daten des RKI aus COVID-19-Pandemie in Deutschland)
Anmerkungen
Stadtteile Am 7. April 2021 veröffentlichte das Hamburg Journal des Norddeutschen Rundfunks eine statistische Auswertung von Daten der Sozialbehörde und dem Statistikamt Nord für die Hamburger Stadtteile. Demnach lag die durchschnittliche Inzidenz in einigen Stadtteilen zwischen Februar und 23. März 2021 bei mehr als 250, in anderen Stadtteilen bei unter 50. Die Gründe seien unklar und seien bislang nicht analysiert worden. Auffällig seien jedoch die höheren Zahlen in sozial benachteiligten Stadtteilen.Corona-Zahlen: Erhebliche Unterschiede in Hamburgs Stadtteilen, ndr.de, 7. April 2021, abgerufen am 15. April 2021 Am 9. April erklärte der Senat, etwa mit Aufklärungskampagnen gegensteuern und die Stadtteilzahlen künftig untersuchen zu wollen.Corona: Rot-Grün will Stadtteil-Unterschiede untersuchen, ndr.de, 9. April 2021, abgerufen am 15. April 2021 Am 10. April legte mit dem Bezirk Harburg der erste Bezirk Pläne für auf die Lage abgestimmte Maßnahmen vor. Unter anderem sollen neben bereits existierenden Netzwerken wie Elternlotsen auch die Imame von Moschee-Gemeinden mit involviert werden.Hohe Corona-Zahlen: Erster Hamburger Bezirk legt Pläne vor, ndr.de, 10. April 2021, abgerufen am 15. April 2021
Reaktionen und Maßnahmen Maßnahmen 2020 Alle Kultureinrichtungen im Gebiet von Hamburg stellten ihren Betrieb am 14. März 2020 aufgrund einer Verfügung ein. Am 15. März 2020 verfügte Hamburg die Schließung aller Vergnügungs-, Bildungs-, Sport, und Freizeitstätten, der Betrieb von Speisegaststätten war unter strengen Maßgaben weiter erlaubt, außerdem stellte der Hamburger Fischmarkt erstmals in seiner Geschichte den Betrieb ein. Am 16. März wurde zudem bekannt, dass der Hafengeburtstag, der vom 8. bis 10. Mai 2020 hätte stattfinden sollen, abgesagt ist.Corona: Hamburger Hafengeburtstag abgesagt, ndr.de, abgerufen am 6. April 2020 Im Juli wurde der Hamburg-Marathon abgesagt.
Am 13. März verfügte Hamburg eine landesweite Schulschließung ab dem 16. März. Eine Notbetreuung wurde in der Folge für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten, eingerichtet.
Am 17. März 2020 wurden 40 Personen, die in Hamburg eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen, vorsorglich entlassen, um Platz für an COVID-19 erkrankte Insassen zu schaffen. Dieses Vorgehen löste Kontroversen wegen möglicher Datenschutzverletzungen aus. Am 22. März 2020 verkündete Hamburg die Allgemeinverfügung, die das Kontaktverbot und die Schließung aller Gaststätten für den Publikumsverkehr umfasste.
Wohl weltweit einzigartig wurden in Hamburg von April bis Dezember 2020 alle Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Auftrag der für Gesundheit zuständigen Behörde durch das Institut für Rechtsmedizin des UKE überwiegend durch Obduktionen untersucht. Mit Stand 9. Mai 2020 wurden über 100 Obduktionen an Todesopfern mit Covid-19-Erkrankung durchgeführt. „Das Durchschnittsalter lag demnach über 80 Jahren, alle, ausnahmslos alle obduzierten Corona-Toten sollen Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Organschäden aufgewiesen haben.“ Von 452 Toten Stand 21. Dezember 2020 starben nur vier Männer und drei Frauen im Alter unter 50 Jahren. Nach dem laut dem Senat planmäßigen Abschluss der Auswertung werden die Werte der Todesfälle ab 1. Januar 2021 vom Robert Koch-Institut übernommen, das als Anzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus die Zahl der insgesamt verstorbenen Personen, bei denen auch eine SARS-CoV2-Infektion vorlag, erhebt und am 1. Januar 2021 insgesamt 653 Todesfälle meldete.
Im April 2020 führte Hamburg eine Maskenpflicht ein. Die Maskenpflicht galt für alle Personen, die älter als sieben Jahre alt waren. Geschäftsinhabern, die die Maskenpflicht nicht durchsetzten, drohte ein Bußgeld von 500 bis 1000 Euro. Mitte Mai 2020 kam es zu ersten Lockerungen. Der Besuch von Gaststätten wurde unter einigen Restriktionen wieder erlaubt. Im Juni verstieß der Hamburger Innensenator Andy Grote mit einer privaten Corona-Party gegen die geltende Corona-Eindämmungsverordnung.
Am 26. August 2020 durften trotz wieder gestiegener Zahlen die Saunen und Thermen wieder öffnen.
Am 12. Oktober 2020 wurde die Maskenpflicht auf 14 ausgewählte öffentliche Straßen und Plätze wie Ballindamm, Reeperbahn, St. Pauli-Landungsbrücken, Schulterblatt und Mühlenkamp ausgeweitet, an denen zu bestimmten Uhrzeiten ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss, In: hamburg.de seit dem 2. November auf insgesamt 29 Orte wie weiter den Bahnhof Altona, den Hachmannplatz vor dem Hamburg Hauptbahnhof und Teile der Mönckebergstraße,Hamburgisches Gesetz- und Verordnungsblatt I 2020, S. 547, 549 hiervon wurden mit Wirkung vom 23. November Mühlenkamp und Landungsbrücken wieder ausgenommen.Hamburgisches Gesetz- und Verordnungsblatt I 2020, S. 581 Seit dem 19. Oktober 2020 gilt für Schüler und Lehrer von Berufsschulen und in den Oberstufen der allgemeinbildenden Schulen eine Maskenpflicht auch im Unterricht, seit dem 2. November ab Klasse 5.Corona Maskenpflicht im Unterricht ab Klasse 5 ab Montag, 2. November 2020 (hamburg.de)
Im November/Dezember 2020 schloss sich Hamburg dem erneuten, bundesweiten Lockdown an, in dem nur Geschäfte mit Waren des täglichen Bedarfs und u. a. Weihnachtsbaumverkaufsstellen geöffnet waren, Abholservice und die kontaktlose Abholung von Bestellungen § 4c HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO sind möglich. Von der Öffnung ausgeschlossen waren Buchhandlungen und Friseure. Auch die Hochschulen befinden sich im Lockdown, an der Universität Hamburg sind Präsenzveranstaltungen ausgeschlossen § 22 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO. Von hier gegen gerichteten Initiativen distanzierte sich der AStA und bezeichnete die Initiativen als „Coronaleugner*innen, Querdenken und vergleichbare(n) Gruppen“. Präsenzveranstaltungen der Hamburger Volkshochschule wurden bis zum 16. Dezember 2020 durchgeführt.