Die Gmina Luzino bzw. Gmina Lëzëno ist eine zweisprachige Landgemeinde im Powiat Wejherowski in der polnischen Woiwodschaft Pommern. Sie hat eine Fläche von fast 112 km², auf der Menschen leben (). Ihr Sitz ist das Dorf Luzino (kaschubisch Lëzëno; Lusin).
Geographie mini|links|Karte der Landgemeinde Die Landgemeinde liegt in Kaschubien, etwa zehn Kilometer südwestlich von Wejherowo (Neustadt in Westpreußen), dem Sitz des Powiats. 49 % der Fläche sind Ackerland, 42 % ist bewaldet. Luzino liegt an der 31 Kilometer langen Bolszewka (auch Luzińska struga; Bohlschau).
Geschichte Von 1772 bis 1920 gehörten die Orte der heutigen Landgemeinde Luzino zur preußischen Provinz Westpreußen. Nach dem Ersten Weltkrieg musste das Gebiet 1920 an Polen abgetreten werden, es gehörte zum Polnischen Korridor. Einige Orte der Landgemeinde lagen an der Grenze zum Deutschen Reich, so gehörte Sellnow zum Kreis Lauenburg i. Pom. Nach dem Überfall auf Polen erfolgten 1942 und 1943 zahlreiche Umbenennungen von Ortsnamen. 1945 fiel das Gebiet wieder an Polen.
Die Gmina Luzino gehörte von 1975 bis 1998 zur Woiwodschaft Gdańsk. In Dąbrówka war von 1963 bis 2011 die 25. Raketendivision (25 dr OP) stationiert.
Gemeindepartnerschaft Die Gmina Luzino unterhält eine Partnerschaft mit der Stadt Stolzenau in Niedersachsen.
Gemeindegliederung Schulzenämter Zur Landgemeinde Luzino gehören zwölf Dörfer mit jeweils einem Schulzenamt.
polnischer Name kaschubischer Name deutscher Name (bis 1920),(1942 / 1943ff) Einw.(2000) Lage BildBarłomino Barłomino BarlominBärwalde / Barmeln 575 60px|Kreuz in BarłominoDąbrówka Dąbrówka Damerkau (Dombrowka) 341 100px|Museum GRYF in DąbrówkaKębłowo Kãbłowò Kamlau 2500 Kochanowo Kòchanowò Platenrode 361 100px|Schloss Platen (Kochanowo)Luzino Lëzëno LusinFreienau / Lintzau 7560 60px|Kriegerdenkmal in LuzinoMilwino Milwino MellwinMellwen 452 100px|Feuerwache in MilwinoRobakowo Robôkòwò RobbakauRebbekau 889 Sychowo Sychòwò Schwichow 358 100px|Kirche in SychowoTępcz Tãpcz Tempsch, 1874: Hedille 319 100px|Storchennest in TępczWyszecino Wëszecëno WyschetzinFünflinden 481 100px|Landschaft bei WyszecinoZelewo Zélewò Seelau 371 60px|Heiligenhäuschen in ZelewoZielnowo Zélnowò SellnowSilnau 64
Weitere Ortschaften Bożejewo, Charwatynia (Schloss Platen), Dąbrówka Młyn (Damerkauermühle), Kębłowska Tama, Kębłowski Młyn (Kamlauer Mühle), Ludwikówko, Milwińska Huta, Nowe Kębłowo (Neu Kamlau), Rzepecka, Wielki Las (Wielkilas) und Wyszecka Huta (Eichwalde).
Sehenswürdigkeiten Denkmalgeschützte, katholische Kirche in Luzino (1733–1740, Turm erneuert) Ehemalige evangelische Kirche in Luzino (1895), seit 1977 Gemeindebibliothek Denkmal für die Todesmärsche des KZ Stutthof in Luzino Arboretum des Forstbezirks Strzebielino in Luzino Militärtechnisches Museum (Muzeum Techniki Wojskowej GRYF) in Dąbrówka
Weblinks
Website der Gmina Luzino (polnisch)
Einzelnachweise