Isononansäure ist die Bezeichnung für das technische Gemisch der verzweigten Strukturisomeren der Nonansäure, einer C9-Carbonsäure.
Gewinnung und Darstellung Technische Isononansäure entsteht bei der Oxidation von Isononanaldehyden, welche aus Diisobuten hergestellt werden. Dabei bildet sich ein Isomerengemisch, welches zu mehr als 90 % aus 3,5,5-Trimethylhexansäure besteht. Wird Diisobuten dagegen in einer Koch-Haaf-Synthese unmittelbar mit Kohlenstoffmonoxid umgesetzt (85%ige Schwefelsäure, 20 °C, 7 bar), so bildet sich vornehmlich 2,2,4,4-Tetramethylpentansäure. Daneben existiert auch noch die 7-Methyloctansäure, die eigentliche Isononansäure.
Strukturisomere
Strukturisomere Name 3,5,5-Trimethylhexansäure 2,2,4,4-Tetramethylpentansäure 7-Methyloctansäure Strukturformel 180px|Strukturformel von 3,5,5-Trimethylhexansäure 160px|Strukturformel von 2,2,4,4-Tetramethylpentansäure 230px|Strukturformel von 7-Methyloctansäure CAS-Nummer (Gemisch) Summenformel C9H18O2 Molare Masse 158,24 g·mol−1 EG-Nummer 221-975-0 248-092-3 (Gemisch) ECHA-Infocard (Gemisch) PubChem Wikidata Q15725607 Q53864639 Q27117040 Q53864465 (Gemisch) GHS-Kennzeichnung Gefahr Keine GHS-Einstufung verfügbar Keine GHS-Einstufung verfügbar H- und P-Sätze
Physikalische Eigenschaften Die physikalischen Eigenschaften technischer Isononansäure variieren je nach Zusammensetzung. Der Schmelzpunkt liegt zwischen −60 °C und −70 °C, der Siedepunkt zwischen 228 °C und 255 °C, die Dichte zwischen 0,895 und 0,902 g/cm3 und der Dampfdruck zwischen 0,1 und 0,01 hPa.
Verwendung Isononansäure wird bei der Herstellung von Alkydharzen und Sikkativen für Lacke und Ölfarben verwendet. Es ist eine Zwischenstufe bei der Herstellung von Isononanylperoxid und spielt bei der Herstellung von PVC-Polymerisaten eine Rolle. Außerdem ist es eine Vorstufe für Fungizide und ein Kosmetikgrundstoff.
Einzelnachweise
Kategorie:Alkansäure Kategorie:Stoffgemisch