miniatur|hochkant=1.20|Luftbild von Winterrieden Winterrieden ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Babenhausen.

Geografie mini|hochkant=1.20|Winterrieden – Ortsmitte Das Pfarrdorf Winterrieden liegt circa 15 Kilometer nördlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben. Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Winterrieden. Außer Winterrieden gibt es keine weiteren Gemeindeteile.

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Winterrieden gehörte seit dem 12. Jahrhundert bis zum Reichsdeputationshauptschluss zum Reichsstift Ochsenhausen und wurde darin als gefürstetes Burggrafentum an die Grafen von Sinzendorf gegeben. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Verwaltungszugehörigkeit 1972 erfolgte die Eingliederung in den Landkreis Unterallgäu und 1978 die Aufnahme in die Verwaltungsgemeinschaft Babenhausen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1970 1987 1991 1995 2000 2005 Einwohner 668 706 782 847 874 908 Jahr 2010 2015 2020 2024 2025 Einwohner 891 928 964 933 936 Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 715 auf 943 um 228 Einwohner bzw. um 31,9 %.

Politik

Bürgermeister Bürgermeister ist seit 26. November 2012 Hans Peter Mayer (CSU/Unabhängige Wählergruppe); er wurde am 15. März 2020 mit 97,8 % der Stimmen für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt. Sein Vorgänger war der am 10. August 2012 verstorbene Gerhard Brosch (Freie Wähler). Dieser wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Eugen Nägele (CSU/Unabhängige Wählergruppe).

Gemeinderat Sowohl 2014 wie bei der Wahl am 15. März 2020 lag nur der gemeinsame Wahlvorschlag von CSU/Unabhängiger Wählergruppe vor, die jeweils alle acht Sitze erhielten.

Wappen

Flagge Die Flagge ist rot-weiß (1:1) gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Baudenkmäler

Eine Sehenswürdigkeit ist die zwischen 1752 und 1755 erbaute Pfarrkirche St. Martin.

Bodendenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft 2018 gab es in der Gemeinde 111 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze; von der Wohnbevölkerung hatten 464 Personen eine versicherungspflichtige Tätigkeit. Damit lag die Zahl der Auspendler um 353 höher. Die 25 landwirtschaftlichen Betriebe bewirtschafteten eine Fläche von 789 Hektar (Stand 2016).

Verkehr Winterrieden lag an der Bahnstrecke Kellmünz–Babenhausen. Diese Strecke ist stillgelegt und abgebaut.

Bildung Die Kindertagesstätte hat 39 Plätze und war am 1. März 2019 von 40 Kindern belegt.

Sonstiges Die Einwohner Winterriedens werden auch gerne scherzhaft „Wasamolle“ genannt. Dieser Spitzname wurde den Einwohnern gegeben, weil im Bereich der unteren Bahnhofstraße eine Fabrik für Torfziegel stand und im Moorgebiet Torf gestochen wurde. Weitere „Wasamolle“ sind die Illerberger und weitere Dörfer, in denen Torf gestochen wurde.

Weblinks

Gemeinde Winterrieden (PDF-Datei; 1 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Unterallgäu Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)

Kategorie:Ort am Jakobsweg (Bayerisch-Schwäbischer Jakobusweg)