mini|Radfeld, Landschaft mit Kirchturm Radfeld ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Kufstein, Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Rattenberg.

Geographie Radfeld liegt im Unterinntal und grenzt westlich direkt an die Stadt Rattenberg an. Die Siedlung hat den Charakter eines langgestreckten Reihendorfes.

Das Gemeindegebiet wird im Norden vom Inn begrenzt und umfasst im Wesentlichen das Einzugsgebietes des Maukenbaches. Vom Inntal in rund 500 Meter über dem Meer steigt das Land nach Süden bewaldet bis auf etwa 1500 Meter an. Die Fläche beträgt rund vierzehn Quadratkilometer. Davon ist die Hälfte bewaldet und ein Drittel wird landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung

Nachbargemeinden

Geschichte Erstmals erscheint Radfeld 788 unter dem Namen Ratefelden und 790 als Ratfeld, und zwar als Eigenkirche des Erzstifts Salzburg. Der Name des Ortes geht auf ‚Feld des Ratboto‘ zurück, der ein altbayrischer Adliger entweder aus dem Geschlecht der Rapotonen oder der Aribonen war. Im Gebiet um Radfeld spielte die Landwirtschaft immer schon eine große Rolle und war lange Zeit die Haupteinnahmequelle für die Bevölkerung. So wurden die ersten Gasthäuser erst um 1850 erwähnt, 1925 wurde die erste Fremdenpension eröffnet. Die ersten Handwerker erscheinen nach 1911.

Einwohnerentwicklung Die Bevölkerungszahl nimmt stark zu, da sowohl Geburtenbilanz als auch Wanderungsbilanz positiv sind.

mini|hochkant|Filialkirche hl. Briccius mini|hochkant|Schützenkapelle in der Au / Herz-Jesu-Kapelle

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kath. Filialkirche Hl. Briccius Schützenkapelle in der Au / Herz-Jesu-Kapelle Auflegerkapelle Stadtbergkapelle/Schlossbergkapelle Pestsäule Bildstock Hl. Johannes Nepomuk Kundler Tor und Reste der Stadtmauer der Nachbargemeinde Rattenberg

Wirtschaft und Infrastruktur In letzter Zeit unterlag Radfeld einem großen Bevölkerungswachstum und reger Bautätigkeit.

Wirtschaftssektoren Von den 26 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 18 im Haupt-, sechs im Nebenerwerb und zwei von juristischen Personen geführt. Diese zwei bewirtschafteten 59 Prozent der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten 517 Erwerbstätige im Bereich Warenherstellung, sechzig in der Bauwirtschaft und zwölf im Bereich Wasserver- und Abfallentsorgung. Die größten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die Bereiche Verkehr (344), soziale und öffentliche Dienste (58) und Handel (56 Erwerbstätige). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)26352724Produktion3128589638Dienstleistung10176556800 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln Durch die Neuansiedlung mehrerer Betriebe ist Radfeld zu einer Einpendlergemeinde geworden. Von den 1134 Erwerbstätigen, die 2011 in Radfeld wohnten, arbeiteten 225 in der Gemeinde, achtzig Prozent pendelten aus. Aus den umliegenden Gemeinden kamen 947 Menschen zur Arbeit nach Radfeld.

Infrastruktureinrichtungen Bedingt durch die Beengtheit der bebaubaren Fläche der Nachbargemeinde Rattenberg, deren Siedlungsfläche nur etwa zur Hälfte innerhalb der Gemeindegrenze liegt, befinden sich mehrere Infrastruktureinrichtungen auf Radfelder Gemeindegebiet. Dies sind u. a. Kindergarten, Feuerwehr, Friedhof, Sportplatz, Bahnhaltestelle und mehrere Parkplätze, aber auch das „Kundler Tor“ und Reste der Stadtmauer.

Verkehr Verkehrsmäßig ist Radfeld über die Ausfahrt Kramsach der Inntalautobahn und die Haltestelle Rattenberg-Kramsach der Unterinntalbahn angeschlossen. Die Tiroler Straße führt südlich des Dorfes durch das Gemeindegebiet.

Politik Gemeinderat In den Gemeinderat werden 15 Mandatare gewählt: Partei202220162010%Mandate%Mandate%MandateZukunft für Radfeld (ZFR)63,481059,41945,987Allgemeine Radfelder Liste (ARL)29,46431,26538,986Parteiunabhängige Radfelder-innen – Liste für ein modernes Radfeld (RADFELDA)7,061Radfelder Gemeinschaftsliste9,33115,042

Bürgermeister

19??–1992 Johann Gasteiger 1992–2010 Erich Laiminger 2010–2026 Josef Auer seit 2026 Simon Schneider

Wappen Folgendes Wappen wurde der Gemeinde 1947 verliehen: In einem silbernen geteilten Schild unten auf grünem Feld ein gesplittertes Radstück mit drei Speichen, oben der golden gekrönte rote Adler mit grünem Kranze.

Das Wappen symbolisiert als redendes Wappen den Gemeindenamen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde Johann Georg Leitner (1888–1969), Landwirt und Politiker (ÖVP), Abgeordneter zum Tiroler Landtag 1945–1949

Weblinks

Website der Gemeinde

Einzelnachweise

Kategorie:Ort am Inn Kategorie:Kitzbüheler Alpen Kategorie:Ersterwähnung 788