mini|hochkant=1.20|Woringen – Ortsmitte mini|hochkant=1.20|Woringer Wälder – Bauernhof Woringen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Grönenbach.
Geographie Lage Woringen liegt in der Region Donau-Iller in Oberschwaben und grenzt an die Stadt Memmingen.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Woringen.
Woringen hat 11 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Geologie Durch Woringen fließt von Süden nach Norden der Zeller Bach, der bei Sommersberg entspringt und in Memmingen in die Memminger Ach mündet. Der Zeller Bach wurde im Zuge der Dorferneuerung wieder geöffnet und ist nun auf weiten Teilen wieder innerhalb Woringens zu sehen.
Geschichte Bis zum 19. Jahrhundert Im Jahre 948 wurde der Ort in einer Urkunde über die Schenkung an das Kloster in Kempten erstmals erwähnt. Die Ravensburger Bürgerfamilie Möttelin, genannt von Rappenstein, erwarb 1417 die Herrschaft in Woringen. Die Burg und das Dorf kamen 1516 an die Freie Reichsstadt Memmingen. Woringen wurde so evangelisch, nur die stiftkemptischen Untertanen im Dorf blieben katholisch. Im Jahre 1547 verkaufte Memmingen das Dorf an die Unterhospitalstiftung. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. 1806 wurde die Woringer Martinskirche abgebrochen; der dazugehörige Woringer Friedhof ist noch erhalten. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die heutige politische Gemeinde. Im Jahr 1863 wurde die Bahnlinie Memmingen–Kempten eröffnet. Der dortige Bahnhof Wohringen existiert heute nicht mehr.
Einwohnerentwicklung Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 Einwohner 1.289 1.306 1.405 1.428 1.538 1.661 Jahr 2005 2015 2020 2024 2025 Einwohner 1.844 1.889 1.966 2.134 2.101 Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1370 auf 2088 um 718 Einwohner bzw. um 52,4 %.
Wappen
Baudenkmäler mini|hochkant=1.20|Kirche Unser Frauen in Woringen
Evangelische Kirche Unser Frauen
Bodendenkmäler
Politik Gemeinderat Gemeinderat Woringen: Wähleranteil und Gemeinderäte seit 1978Partei/ListeWir für Woringen (WfW)Die RepublikanerFreie WählerGemeinsameWahlvorschlägeCSU/Freie Bürger Gesamt Wahl-beteiligung Wahlperiode % rahmenlos|20px|Mandate % rahmenlos|20px|Mandate % rahmenlos|20px|Mandate % rahmenlos|20px|Mandate % rahmenlos|20px|Gesamtanzahl der Sitze im Gemeinderat % 1978–1984 100,00 12 100 12 79,5 1984–1990 58,63 7 41,37 5 100 12 76,0 1990–1996 7,83 1 63,68 8 28,48 3 100 12 76,0 1996–2002 59,41 7 40,59 5 100 12 77,9 2002–2008 52,54 6 47,46 6 100 12 71,6 2008–2014 62,62 8 37,38 4 100 12 75,0 2014–2020 66,4 8 33,4 4 100 12 60,12020–202698,89141001470,51 Prozentanteile gerundet. Quellen: Bayerisches Landesamt für Statistik und DatenverarbeitungGemeinderatswahlen; Wahlergebnisse zum Gemeindecode 09778219
Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit März 2020 Jochen Lutz (Woringer Liste).
Wirtschaft und Infrastruktur Woringen verfügt an der Autobahnauffahrt über ein Gewerbegebiet. 2018 gab es in der Gemeinde 648 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte; von der Wohnbevölkerung standen 973 Personen in einer versicherungspflichtigen Tätigkeit. Damit überwog die Zahl der Auspendler um 325 Personen. Die 28 landwirtschaftlichen Betriebe bewirtschaften 1012 Hektar.
Verkehr Woringen ist durch einen eigenen Autobahnanschluss an die A 7 und die E 532 (Memmingen–Füssen) angeschlossen. Die Kreisstraße MN 19 führt durch die Gemeinde. Der Bahnhof Woringen an der Illertalbahn von Ulm nach Kempten (Allgäu) wurde im 20. Jahrhundert stillgelegt.
Bildung Es gibt folgende Einrichtungen: Eine Kindertageseinrichtung mit 117 Plätzen, der am 1. März 2019 voll belegt war (darunter zwölf Kinder unter drei Jahren) und die Grundschule Woringen mit 125 Schülern und sieben Lehrkräften (Stand: Schuljahr 2020/2021).
Weblinks
Gemeinde Woringen (PDF-Datei; 1 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Unterallgäu Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Ersterwähnung 948 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)