Loipersdorf-Kitzladen ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Burgenland im Bezirk Oberwart in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Lipótfalva-Kicléd.
Geografie Die Gemeinde liegt im Südburgenland im Tal des Stegersbaches an der Grenze zur Steiermark.
Gemeindegliederung Deutscher OrtsnameUngarischer OrtsnameKroatischer OrtsnameKitzladenKicléd-Loipersdorf im BurgenlandLipótfalva- Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (Einwohner Stand ): Kitzladen () Loipersdorf im Burgenland ()
Die Gemeinde besteht aus zwei Katastralgemeinden (Fläche Stand ): Kitzladen () Loipersdorf ()
Nachbargemeinden
Geschichte Der Ort wurde 1334 das erste Mal urkundlich erwähnt. Er gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Lipótfalva-Kiczléd verwendet werden.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.
Seit einigen Jahren besteht im Ort mit dem Sterntalerhof ein Hospiz für kranke Kinder.
Im April 2024 wurde am Friedhof eine Gedenkstätte zur Erinnerung an die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten Roma enthüllt.
Bevölkerungsentwicklung
2025 wurde der Bevölkerungshöchststand mit 1360 Menschen in Loipersdorf-Kitzladen erreicht. 2026 waren es wieder so viele wie 2021.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Evangelisches Schul- und Bethaus in Loipersdorf mini|Römisch katholisches Pfarrheim in Loipersdorf mini|hochkant|Pfarrkirche Kitzladen
Katholische Pfarrkirche Kitzladen Hl. Jakobus
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft Während die Anzahl der Land- und Forstwirtschaftsbetriebe von 1999 bis 2010 von 64 auf 47 abnahm, ging die Anzahl der Haupterwerbsbetriebe von 19 auf 14 zurück. Diese bewirtschafteten im Jahr 2010 rund zwei Drittel der Flächen. WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)47641732Produktion181410370Dienstleistung5428250288 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Bildung In der Gemeinde befinden sich ein Kindergarten und eine Volksschule.
Infrastruktur Quer durch das Gemeindegebiet verläuft die Süd Autobahn A2.
Politik Gemeinderat
Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten insgesamt 19 Mitglieder. + Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997 Partei2022 2017Land Burgenland: Wahlergebnis Loipersdorf-Kitzladen 2017 (abgerufen am 10. Jänner 2018) 2012Land Burgenland: Wahlergebnis Loipersdorf-Kitzladen 2012 (abgerufen am 10. Jänner 2018) 2007Land Burgenland: Wahlergebnis Loipersdorf-Kitzladen 2007 (abgerufen am 10. Jänner 2018) 2002Land Burgenland: Wahlergebnis Loipersdorf-Kitzladen 2002 (abgerufen am 10. Jänner 2018) 1997Sti.%M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. SPÖ48749,9010 390 43,77 8 524 59,89 11 549 60,46 12 513 59,51 11 492 63,16 10 ÖVP40541,508 370 41,53 8 351 40,11 8 359 39,54 7 349 40,49 8 287 36,84 5 FPÖ848,611 131 14,70 3 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert Wahlberechtigte1224 1110 1094 1066 1044 983 Wahlbeteiligung87,09 % 88,38 % 88,03 % 89,59 % 91,09 % 90,95 %
Bürgermeister mini|Ortsdurchfahrt Loipersdorf Bürgermeister ist Jürgen Zimara (SPÖ), der sich bei Bürgermeisterstichwahl am 23. Oktober 2022 mit 9 Stimmen mehr gegen den seit 2017 amtierenden Bürgermeister Thomas Böhm (ÖVP) durchsetzte. Die absolute Mehrheit der SPÖ konnte bereits im Vorfeld bei der Gemeinderatswahl am 2. Oktober 2022 zurückerobert werden.
Amtsleiter ist Michael Koch.Gemeinde Loipersdorf-Kitzladen: Amtsleiter (abgerufen am 2. August 2024)
Wappen 80px Blasonierung: „In rotem Schild ein goldener Roßkamm, bedeckt mit einem Lebensbaum, dieser beseitet von je einem einwärts steigendem Roß.“Gemeinde Loipersdorf-Kitzladen: Geschichte und Infos (abgerufen am 10. Jänner 2018) Das Wappen wurde vom Heraldiker Heinrich Purkarthofer nach geschichtlichen Aufzeichnungen gestaltet. Aus diesen geht hervor, dass im Westen der Gemeinde im 19. Jahrhundert ein Eisenhammer betrieben wurde, in dem verschiedenste Gebrauchswaren hergestellt wurden, darunter auch solche aus Messing. Der Rosskamm, der in keinem anderen österreichischen Gemeindewappen vorkommt, lässt sich aus der Geschichte der Ortsteile der Gemeinde erklären.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1334