mini|hochkant|Die „Sitzende“ in Rostock

Willi Henning-Hennings (* 8. September 1888 in OstfrieslandNach der Matrikel München: Charlottenburg, ebenso in der Kurzbiographie im Katalog zur Schweriner Ausstellung 1939.; † 25. Dezember 1974 in Bad Doberan) war ein deutscher Maler, Bildhauer und Pädagoge.

Leben Willi Henning-Hennings war der Sohn eines Zimmermeisters und Architekten. Er studierte ab Mai 1916 Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München in der Klasse von Balthasar Schmitt,05531 Willi Hennings, Matrikelbuch 1884–1920, abgerufen am 7. September 2016 an der Kunstakademie Karlsruhe, an der Kunstgewerbeschule in Bremen sowie in Rom und Paris. Zu seinen Lehrern zählten u. a. Franz von Stuck und Karl Albiker.

Er lebte und arbeitete in Dresden, Neubrandenburg und Worpswede. Der Schriftsteller Hermann Löns war ein enger Freund. Ab 1926 lebte Henning-Hennings in Bad Doberan, wo er von 1927 bis 1945 als Kunsterzieher am Gymnasium Friderico-Francisceum tätig war. Er war an großen bildhauerischen Arbeiten wie dem Meißner Dom oder dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig beteiligt.

Zu seinen Arbeiten gehören auch Plastiken im öffentlichen Raum, wie die bronzene Frauenfigur vor der ehemaligen Universitäts-Frauenklinik in der Rostocker Doberaner Straße. Diese ehemalige Brunnenfigur stammt aus dem Jahr 1936 und zeigt die „Frau als Quell des Lebens“.

Willi Henning-Hennings porträtierte viele berühmte Persönlichkeiten. In der Ausstellung Zeitgenössische Mecklenburgische Maler im Mecklenburgischen Landesmuseum Schwerin 1939 wurden die Arbeiten Rückenakt, Worpsweder Brücke und Fischerhäuser in den Dünen gezeigt.Zeitgenössische Mecklenburgische Maler – verbunden mit Franz Bunke Gedächtnisausstellung und Paul Wallat Geburtstagsausstellung. Mecklenburgisches Landesmuseum Schwerin, 29. Oktober bis 19. November 1939, o. S.Details zu den ausgestellten Werken: Rückenakt, 1930, Öl – Worpsweder Brücke, 1938, Rötel – Fischerhäuser in den Dünen, 1938, Aquarell.

Er bildete in Doberan einen Widerstandskreis, mit dem er vielen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern half.Hermann Langer: Leben unterm Hakenkreuz: Alltag in Mecklenburg 1932–1945. Temmen, Bremen/Rostock 1996, ISBN 3-86108-291-8, S. 200.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs beschäftigte er sich hauptsächlich mit sakraler Kunst und der Restaurierung von Altären.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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