Der Murgbach, auch die Murg genannt, ist ein rund 13 Kilometer langer Fluss in den Schweizer Kantonen Glarus und St. Gallen, der das Murgtal in den Glarner Alpen durchfliesst und bei Murg in den Walensee mündet. Dabei entwässert er einen Teil des Sarganserlands. Er ist ein steiles, grosses Fliessgewässer der montanen, karbonatischen Alpennordflanke.. Bundesamt für Umwelt (BAFU; PDF; 518 kB).

Geographie Verlauf Der Murgbach entspringt auf etwa im Gebiet Walenfessis unterhalb des Chli Höchs zwischen dem Heustock und dem Gufelstock knapp auf Glarner Boden. Nach kurzem Lauf tritt er auf St. Galler Boden über und nimmt zugleich im Loch mehrere kurze Quellbäche auf, ehe er ins Südufer des Ober Murgsees einmündet. Er verlässt den See beim Berggasthaus Murgsee an dessen Ostufer und mündet nach rund 130 Metern von Westen her in den Mittleren Murgsee. Diesen verlässt er ebenso im Osten und erreicht kurz darauf die Baumgrenze.

Er stürzt in einem Wasserfall eine grössere Talstufe hinunter und mündet kurz darauf in den Unter Murgsee. Der Flusslauf wird jetzt von starkem Strauch- und Baumbewuchs begleitet, der nur von einzelnen Alpweiden unterbrochen wird. In den Murgbach ergiessen sich nun unter anderen von rechts die Bäche Strickbach, Chüelaui sowie Chartalpbach, ehe er von links den etwas kleineren Gsponbach aus dem Mürtschental aufnimmt. Nach der Einmündung des Munzbachs sowie des Tobelwaldbachs erreicht der Murgbach die Ortschaft Murg der Gemeinde Quarten, wo er schliesslich auf ins Südufer des Walensees mündet.

Einzugsgebiet Das 41,74 km² grosse Einzugsgebiet des Murgbachs liegt in den Glarner Alpen und wird durch ihn über die Linth, die Limmat, die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es besteht zu 33,1 % aus bestockter Fläche, zu 34,0 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 0,4 % aus Siedlungsfläche und zu 32,5 % aus unproduktiven Flächen.Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Murgbach. Bundesamt für Umwelt (BAFU).

Flächenverteilung

Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt , die minimale liegt bei und die maximale bei

Zuflüsse Wasserbodenbach (rechts), 1,6 km, 0,75 km² Strickbach (rechts), 1,7 km, 1,32 km² Chüelaui (rechts), 2,3 km, 2,63 km² Chartalpbach (rechts), 2,2 km, 1,36 km² Gerstenlaui (links), 0,8 km Geisslauibach (rechts), 1,2 km Gsponbach (links), 6,9 km, 11,78 km², 1,11 m³/s Juxenlaui (rechts), 0,7 km Grosse Gandlaui (links) Schnabelruns (rechts), 0,9 km Fuchslaui (links), 1,0 km Rotlaui (rechts), 1,9 km Diezenlaui (links), 1,0 km Munzbach (rechts), 2,9 km, 1,59 km² Tobelwaldbach (rechts), 4,6 km, 3,12 km² Schwendiruns (rechts), 0,5 km Wasserruns (rechts), 0,2 km Erzruns (rechts), 0,8 km

Hydrologie Bei der Mündung des Murgbachs in den Walensee beträgt seine modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 3,65 m³/s. Sein Abflussregimetyp ist nival alpin Abrufbar unter , und seine AbflussvariabilitätDie Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert. beträgt 18.

Siehe auch Liste der Nebenflüsse der Linth Murg (Gewässername)

Weblinks

Einzelnachweise

2Murgbach Kategorie:Fluss in Europa Kategorie:Fluss im Kanton Glarus Kategorie:Fluss im Kanton St. Gallen Kategorie:Geographie (Glarus Süd) Kategorie:Quarten