Wiesmath ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Wiener Neustadt in Niederösterreich.

Geografie Lage Wiesmath liegt im Industrieviertel in Niederösterreich, nahe der burgenländischen Grenze in der Buckligen Welt. Das Gemeindegebiet liegt auf einer Hochfläche von etwa 700 Meter. Diese wird nach Osten vom Mühlbach und nach Westen vom Schlattenbach entwässert.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst  km², davon sind 50,9 Prozent bewaldet und 44 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt.

Gliederung Wiesmath besteht neben dem Gassengruppendorf Wiesmath aus den Rotten Geretschlag, Beistein, Schwarzenberg, Sommerhäuser, Sperkerriegel, Lehen, Wenezeck, Hollergraben, Nußleiten, Stadtweg, Annaberg, Hölle, Neuris, Kindlmühle und Neumühle.

Nachbargemeinden Zwei der sechs Nachbargemeinden liegen im Bezirk Oberpullendorf (OP), Burgenland.

Geschichte mini|Wiesmath lag an der Grenze zu Ungarn, um 1780, Josephinische Landesaufnahme Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Wiesmath dann in der Provinz Pannonia.

Die erste urkundliche Erwähnung Wiesmaths erfolgte im Jahr 1295 als „Wiesmarcht“. Die Rotte Geretschlag wird bereits 1146 genannt.

Um 1300 wurden die drei ältesten Häuser Wiesmaths erbaut: Beisteiner, Trimmel, Schrammel.

Wiesmath wurde bereits 1398 Markt, das recht Wochenmärkte abzuhalten wurde etwa 200 Jahre später verliehen.

Im 17. Jahrhundert litt Wiesmath unter den Türken und Kuruzen. Danach starb fast die gesamte Bevölkerung an der Pest. Zur Erinnerung wurde die Mariensäule errichtet.

Bevölkerungsentwicklung

Religion Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 97,9 % der Einwohner römisch-katholisch und 0,4 % evangelisch, 0,1 % sind Muslime, 1,4 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Wiesmath mini|Filialkirche Annaberg bei Wiesmath

Naturdenkmal Teufelsstein südlich des Ortes Katholische Pfarrkirche Wiesmath Hll. Peter und Paul Katholische Filialkirche Annaberg bei Wiesmath hl. Anna: Die spätgotische Kirche wurde 1509 auf einer Kuppe eines Bergrückens errichtet und ist weithin sichtbar. In der Barockzeit wurde sie erweitert und umgebaut, unter anderem erhielt das Langhaus hohe Rundbogenfenster. Bei einem Brand 1775 wurde die Kirche stark beschädigt und 1783 im Zuge der Josephinischen Reformen gesperrt sowie verkauft und als Schafstall genutzt. Durch die Bemühungen des Pfarrers Mathias Gittler wurde die Kirche nach einer neuerlichen Weihe 1803 wieder eröffnet.Pfarre Wiesmath: Wallfahrtskirche St. Anna; abgerufen am 2. März 2014 Nach schweren Kriegsschäden erfolgte 1946/47 der Wiederaufbau. 1955/56 wurde nach Plänen von Karl Simon der Westturm und die Vorhallen errichtet.Bundesdenkmalamt (Hg.): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Topographisches Denkmälerinventar. Niederösterreich südlich der Donau, Teil 2, M bis Z. Verlag Berger, Horn/Wien 2003. ISBN 3-85028-365-8. Seiten 2697–2698.

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Die Wirtschaft der Gemeinde ist geprägt von der Landwirtschaft und von Gewerbe. Viele Einwohner pendeln nach Wiener Neustadt oder Wien zur Arbeit.

Von den 115 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 waren 40 Vollerwerbsbauern. Im Produktionssektor arbeiteten 34 Erwerbstätige im Baugewerbe und 20 im Bereich Herstellung von Waren. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (76) und Handel (59 Mitarbeiter). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)1151477966Produktion12125458Dienstleistung6646198158 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999 mini|Mittelschule Wiesmath

Öffentliche Einrichtungen In der Gemeinde gibt es eine Volksschule und eine Mittelschule.

Politik mini|Gemeindeamt

Gemeinderat Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen: 1990: 14 ÖVP, und 5 SPÖ. 1995: 12 ÖVP, 5 SPÖ, und 2 FPÖ. 2000: 12 ÖVP, 5 SPÖ, und 2 FPÖ. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005: 13 ÖVP, 5 SPÖ, und 1 FPÖ. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010: 14 ÖVP, 4 SPÖ, und 1 FPÖ. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015: 10 ÖVP, 5 SPÖ, und 4 FPÖ. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020: 15 ÖVP, 3 SPÖ und 1 FPÖ. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025: 16 ÖVP und 3 FPÖ.

Bürgermeister Bürgermeister seit 1945 waren:

1945 Karl Karner (selbsternannt) 1945–1948 Franz Kaltenbacher 1948–1960 Anton Sinabell 1960–1974 Friedrich Eitler 1974–1995 Josef Weber 1995–? Johann Ernst 2004–2015 Roland Weber (ÖVP) seit 2015 Erich Rasner (ÖVP)Gemeinde Wiesmath: Nachrichten, 1/2015 (PDF-Dokument, 2,28 MB; abgerufen am 24. August 2016)Gemeinde Wiesmath: Bürgermeister (abgerufen am 24. August 2016)

Wappen 150px|links Der Marktgemeinde Wiesmath wurde mit Beschluss der NÖ-Landesregierung vom 24. September 1991 ein Gemeindewappen verliehen.NÖ-Landesregierung: (abgerufen am 7. Jänner 2012)

Blasonierung (Wappenbeschreibung): „In blauem Schild, aus grünem Dreiberg hervorragend, ein halbes goldenes Rad, daraus wachsend ein goldener Mann mit Mantel und Kappe, der in seiner Rechten ein Schwert hält und seinen linken Arm in die Seite stemmt.“ Gleichzeitig wurden die vom Gemeinderat der Marktgemeinde Wiesmath festgesetzten Gemeindefarben „Blau-Gelb-Grün“ genehmigt.

Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Gemeinde Franz Johann Ernst (1869–1946), Landwirt und Politiker, Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich

Weblinks

Homepage der Gemeinde Wiesmath Topothek Wiesmath Bildmaterial zur Gemeinde Wiesmath, verortet, beschlagwortet und datiert Virtueller Ortsrundgang Die bucklige Welt

Einzelnachweise

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