mini|Untereberfing von Westen, Eberfing mini|Landschaft bei Eberfing mini|Arnried mit der Filialkirche St. Hilaria und St. Afra Eberfing ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Huglfing.
Geografie Eberfing liegt in der Region Oberland im Pfaffenwinkel. Nach dem Ort ist das Eberfinger Drumlinfeld benannt, das eine glazialmorphologische Hügelstruktur von herausragender Bedeutung darstellt. Im Gebiet liegen einige Gewässer, unter anderem der Goppoltsrieder See, der Hachtsee und der Eichendorfer Weiher.
Gemeindegliederung Die Gemeinde hat 13 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Es gibt die Gemarkungen Eberfing und Arnried.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Im Umfeld von Eberfing liegen eine Vielzahl Hügelgräber der Urnenfelderkultur mit Datierungen aus dem zehnten und neunten Jahrhundert vor Christus. Weitere Gräber stammen aus der Hallstatt- und der Latènekultur. Sie wurden ab dem Ende des 19. Jahrhunderts unter maßgeblicher Beteiligung des autodidaktischen Archäologen Julius Naue erforscht.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Eberfing unter dem Namen Ebrolvingen in einer Liste der Besitzungen des Klosters Benediktbeuern, die nur in einer Abschrift aus der Mitte des 11. Jahrhunderts erhalten ist. Aus dem Namen kann abgeleitet werden, dass er auf die Sippe eines Boiers namens Ebrolv zurückgeht, der sich vermutlich neben einer bestehenden Siedlung niedergelassen hat und die Grundherrschaft übernahm. Die erste datierbare Urkunde über den Ort stammt aus dem Jahr 1083 und besagt, dass Norbert von Hohenwart seine Besitztümer unter anderem in Eberolvingen in die Stiftung des Klosters Habach einbrachte, kurz nachdem er Bischof in Chur wurde. In den Habacher Urkunden ist im selben Jahr erstmals die Familie der Herren von Ebrolfingen erwähnt, die bis ins 14. Jahrhundert als Grundherren amtierten. Nach dem Aussterben der Familie kam Eberfing unter die Herrschaft des Klosters Polling und des Klosters Dießen. Eberfing gehörte ab dem 17. Jahrhundert zum Rentamt München und zum Landgericht Weilheim des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.Luise Hohenleitner: Eberfinger Heimatbuch. Hrsg.: Gemeinde Eberfing, 1998.
Eingemeindungen Am 1. April 1938 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Arnried eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 920 auf 1434 um 514 Einwohner bzw. um 55,9 %. +Jahr197019871991199520002005201020152020Einwohner753 8721001 1068 1204 1284 1333 1381 1481
Politik Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit Mai 2008 Georg Leis (CSU/Parteifreie).
Gemeinderat Der Gemeinderat setzte sich nach den Kommunalwahlen seit 2008 wie folgt zusammen: + Sitzverteilung im Gemeinderat Partei/ListeWahl 2020 Wahl 2014Ergebnis der Kommunalwahlen 2014, abgerufen am 18. März 2014Weilheimer Tagblatt vom 18. März 2014, Lokalteil S. 8 Wahl 2008Sitze Sitze Sitze CSU/Parteifreie7 7 6 Wählergruppe Heimat5 5 6 Sitze gesamt12 12 12
Wappen
Baudenkmäler
Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Im verarbeitenden Gewerbe gab es 2020 keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2016 39 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1300 ha. Davon waren 220 ha Ackerfläche und 1080 ha Dauergrünfläche.
Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2021): Kindergarten: 95 Kindergartenplätze mit 76 Kindern Volksschule: mit drei Lehrern und 52 Schülern
Weblinks
Gemeinde Eberfing (PDF; 1,24 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Weilheim-Schongau Kategorie:Gemeindegründung 1818
Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)