Ingenried ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau.
Geografie Ingenried liegt in der Region Oberland am Westrand des Pfaffenwinkels auf rund 800 m Höhe.
Die Gemeinde hat fünf Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Erbenschwang (Kirchdorf) Hofmahdmühle (Weiler) Huttenried (Dorf) Ingenried (Pfarrdorf) Krottenhill (Dorf)
Die fünf Orte bilden zugleich die fünf Gemarkungen, die es auf dem Gemeindegebiet gibt.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Die Welfen schenkten ihren Besitz in Ingenried 1147 an das neu gegründete Kloster Steingaden, dem der Augsburger Bischof Konrad von Hirscheck 1156 auch die Kirche überließ.
Der ehemalige Gerichtsort des Klosters Steingaden kam durch Tausch 1785 mit der Hochgerichtsbarkeit an das Hochstift Augsburg. Es gehörte damit zum Hochstift Augsburg bzw. St. Mang Füssen. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Verwaltungszugehörigkeit Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Ingenried am 1. Juli 1972 dem Regierungsbezirk Oberbayern zugeordnet. Bis dahin gehörte es zum Landkreis Marktoberdorf im Regierungsbezirk Schwaben.
Einnwohnerentwicklung +Stand19611970198719911995200020052010201520202026Einwohner688648687737785822870910101910831150 Von 1988 bis 2008 wuchs Ingenried um 193 Einwohner bzw. ca. 28%. Zwischen 1988 und 2026 wuchs die Gemeinde von 699 auf 1150 um 451 Einwohner bzw. um 64,5%.
Politik und Öffentliche Verwaltung Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt. Bürgermeister Erster Bürgermeister ist Siegfried Magg (Freie Wählervereinigung/Bürgerliche Wählergemeinschaft Ingenried).
Gemeinderat Der Gemeinderat von Ingenried setzt sich aus 12 Mitgliedern zusammen, die alle sechs Jahre bei den Kommunalwahlen neu gewählt werden.
Bei der letzten Gemeinderatswahl 2026 fielen bei einem Stimmenanteil von 99,9 Prozent alle 12 Sitze an die Freie Wählervereinigung/Bürgerliche Wählergemeinschaft Ingenried.
Wappen
Auerbergland Ingenried ist Mitgliedsgemeinde der die Grenzen der Regierungsbezirke Schwaben und Oberbayern überschreitenden interkommunalen Zusammenschlusses Auerbergland.
Sehenswürdigkeiten Ein bedeutendes Kulturdenkmal ist die katholische Pfarrkirche St. Georg in Ingenried.
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Im Jahr 2021 gab es nach der amtlichen Statistik in der Land- und Forstwirtschaft vier und im produzierenden Gewerbe 106 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 32 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 441. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2020 35 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1036 ha, davon waren 76 ha Ackerfläche und 961 ha Dauergrünfläche.
Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2022): 1 Kindergarten: 84 Kindergartenplätze mit 64 Kindern Söhne und Töchter des Ortes Martin Boos (1762–1825), Priester, geboren im Ortsteil Huttenried
Literatur Ulrich Rösch, Manfred Renn, Mathias Rösch, Barbara Rösch: Die Geschichte der Gemeinde Ingenried. Herausgegeben von der Gemeinde Ingenried, Ingenried 2002 (ohne ISBN). [nicht ausgewertet]
Weblinks
Gemeinde Ingenried (PDF; 1,24 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Weilheim-Schongau Kategorie:Ersterwähnung 1147 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)