mini|hochkant=1.25|Obereglfing mit Pfarrkirche St. Martin von Westen Eglfing ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau. Sitz der Gemeindeverwaltung ist der Hauptort Obereglfing. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Huglfing.

Geographie Die Gemeinde liegt in der Region Oberland zwischen den Städten Murnau und Weilheim, etwa 60 Kilometer von München entfernt ist. Durch den Ort fließt der Hungerbach. Die Gemeinde befindet sich in der Tourismusregion Das Blaue Land.

Die Gemeinde hat vier Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Heimgarten (Einöde) Obereglfing (Pfarrdorf) Tauting (Kirchdorf) Untereglfing (Kirchdorf)

Sie besteht nur aus der Gemarkung Eglfing.

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Eglfing wurde um 807 als Egolvinga erstmals in einem Dokument erwähnt (‚Siedlung des Egulf/Egilolf/Agilolf‘). Ab dem 11. Jahrhundert hatte das Rittergeschlecht der Egolfinger den Sitz in der Flur „Gstoag“, die nur ca. einen Kilometer vom heutigen Ortszentrum entfernt liegt., abgerufen am 29. Oktober 2009 Die Egolfinger, die Ministerialen der Grafen von Andechs waren, starben Mitte des 13. Jahrhunderts aus und Obereglfing war ab dem 15. Jahrhundert im Besitz verschiedener Adelsgeschlechter, deren „Schloss“ bis 1663 in der heutigen Hofgasse stand.Georg Paula, Stefanie Berg-Hobohm: Landkreis Weilheim-Schongau: Denkmäler in Bayern. Band 1, Lipp, München 2003, S. 110. In der sogenannten „Russenzeit“, ab dem 18. Jahrhundert, entstand durch Auswanderer ein reger Handel mit Russland, die Handels- und Wechselhäuser in Moskau und Sankt Petersburg betrieben.

Es gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Weilheim des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Eglfing, die zum Landgericht Weilheim gehörte.

Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 779 auf 1074 um 295 Einwohner bzw. um 37,9 %. Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1991 EinwohnerWebsite Eglfing abgerufen am 9. September 2019 367 361 400 448 406 673 487 536 726 818 Jahr 1995 2000 2005 2010 2015 2020 Einwohner 815 879 970 970 1037 1082

Politik mini|Talstraße in Untereglfing Bürgermeister und Gemeinderat Bürgermeister ist seit Mai 2020 Martin Fortmaier von der Wählergemeinschaft Eglfing. Zuvor amtierte 24 Jahre lang Klemens Holzmann (Wählergemeinschaft). Dessen Vorgänger war Johann Achmüller.

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Mitgliedern, die seit der letzten Kommunalwahl 2020 alle der Wählergemeinschaft Eglfing angehören.

Wappen

Gemeindepartnerschaften Die Gemeinden Eglfing und Allumiere in Italien gingen wegen ihres gemeinsamen Kardinals Theodulf Mertel im Jahre 2000 eine Städtepartnerschaft ein.

Baudenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur mini|Eglfing von Norden mini|Eglfing von Westen

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab im Jahr 2020 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 4, im produzierenden Gewerbe 299 und in sonstigen Wirtschaftsbereichen 57 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 344. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden 27 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 965 ha.

Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2021): zwei Kindestageseinrichtungen: 48 genehmigte Plätze, 46 betreute Kinder Kinderbücherei Jugendorchester

Literatur Mack, Bertle, Holzmann: 1200 Jahre Eglfing. Eglfing 2007. Ingomar Igler: Gemeinde Eglfing – Obereglfing, Untereglfing, Tauting und der Weiler Heimgarten; ein Heimat- und Volksbuch. Herausgeber: Gemeinde Eglfing, ca. 1991.

Weblinks

Gemeinde Eglfing (PDF; 1,24 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Weilheim-Schongau Kategorie:Ersterwähnung 807 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)