Hohenfurch ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau.

Geografie Die Gemeinde liegt in der Region Oberland im Pfaffenwinkel. Es gibt zwei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Graben (Einöde) Hohenfurch (Pfarrdorf)

Es gibt nur die Gemarkung Hohenfurch.

Hohenfurch ist ein Ort im Alpenvorland unmittelbar südlich der Endmoräne des Lechgletschers. Das Dorf – durch die B 17 in zwei Teile geteilt – liegt entlang seiner gesamten West-Ost-Länge von ca. 2 km zu beiden Seiten der Schönach. Die Höhenlage der Gemeinde beträgt zwischen 650 m ü. NHN (Lech) und 790 m ü. NHN (südöstliche Ausläufer des Sachsenrieder Forsts bzw. des Denklinger Rotwalds).

Geschichte mini|Hohenfurch von Norden mini|Hohenfurcher Kirche mini|Blick auf Hohenfurch mini|Hohenfurch von Süden mini|St Ursula mit Hohenfurch Bis zur Gemeindegründung In der Römerzeit führte die Via Claudia Augusta über Hohenfurcher Gebiet.

Bis 1785 gehörte das Oberdorf zum Hochstift Augsburg und das Unterdorf zum Kloster St. Mang in Füssen. Danach kam der gesamte Ort durch Tausch zum Kloster Steingaden und wurde damit Teil des Kurfürstentums Bayern. Kloster Steingaden hatte Hohenfurch bis 1802 als geschlossene Hofmark.

Mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die Ruralgemeinde Hohenfurch, die zum Landgericht Schongau gehörte.

Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1293 auf 1643 um 350 Einwohner bzw. um 27,1 %. Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 EinwohnerKommunalstatistik von Hohenfurch, abgerufen am 6. November 2010 537 550 683 725 695 1.107 987 1.092 1.274 Jahr 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2019 2022 Einwohner 1.312 1.274 1.423 1.479 1.501 1.547 1.682 1.705

Politik Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt. Erster Bürgermeister ist Guntram Vogelsgesang (CSU) (seit der Kommunalwahl 2008). Als zweiter Bürgermeister wurde 2008 und 2014 Josef Epple (FWV) vom Gemeinderat gewählt. 2020 wurde Peter Schratt (FWV) 2. Bürgermeister.

+ Sitzverteilung im Gemeinderat Partei / Liste Wahl 2020 Wahl 2014Ergebnis der Kommunalwahlen 2014, abgerufen am 18. März 2014Weilheimer Tagblatt vom 18. März 2014, Lokalteil S. 8 Wahl 2008 CSU 5 4 5 SPD 3 4 3 Wählergruppe/FWV 4 4 4 Summe 12 12 12

Wappen

Baudenkmäler

Bodendenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Im Jahre 1998 waren am Wohnort insgesamt 771 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe zehn. Zudem bestanden im Jahr 1999 62 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1806 ha. Davon waren 1433 ha Ackerfläche und 369 ha Dauergrünfläche.

Im Jahre 2020 lag die Zahl der am Wohnort sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bei 727. 2016 gab es noch 39 landwirtschaftliche Betriebe.

Verkehr Der Ort Hohenfurch liegt unmittelbar an der Bundesstraße 17 sowie an der Kreisstraße WM 6. Bis zur Einstellung des Personenverkehrs im Jahr 1984 existierte ein Haltepunkt auf der Fuchstalbahn, die als Güterstrecke zwischen Schongau und Augsburg bis heute in Betrieb ist.

Bildung 1999 gab es folgende Einrichtungen: Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 49 Kindern eine Volksschule mit fünf Lehrern und 118 Schülern

2020 gab es folgende Einrichtungen: Kindergärten: 50 Kindergartenplätze sowie 12 Krippenplätze eine Grundschule mit 86 Schülern

Söhne und Töchter der Gemeinde Martin Erhard (1938–2013), Eishockeyspieler und -schiedsrichter

Sonstiges Hohenfurch ist Mitglied der folgenden touristischen Verbände: Romantische Straße Via Claudia Tourismusverband Pfaffenwinkel Auerbergland Lebensraum Lechtal

Außerdem ist die Gemeinde Mitglied der Lokalen Aktionsgruppe AL-P zur Umsetzung des Regionalen Entwicklungskonzeptes.

Literatur Josef Strobel: Chronik der Gemeinde Hohenfurch: erschienen anläßlich des 800-jährigen Bestehens der Gemeinde 1989. Hohenfurch, Gemeinde Hohenfurch 1989.

Weblinks

Gemeinde Hohenfurch (PDF; 1,24 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Weilheim-Schongau Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)